21.02.2021 – Internationaler Tag der Muttersprache

Sprachbewahrer sind Kulturbotschafter

(PresseBox) ( Schwerin, )
Es ist kaum zu glauben, wie viele Gedenktage es international zu den unterschiedlichsten Themen gibt:

Welttag der Brailleschrift, Welttag der Hülsenfrüchte, Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden, Internationaler Tag der Mutter Erde, Welttag der Pressefreiheit, Tage des Gedenkens und der Versöhnung für die Opfer des Zweiten Weltkrieges, Weltelterntag, Welttag gegen die Misshandlung älterer Menschen, Welttag des Schachs, Internationaler Tag der Wohltätigkeit, Internationaler Tag der Frauen in ländlichen Gebieten, Weltdiabetestag, Internationaler Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, Internationaler Tag gegen die Korruption, ...

Wer mehr wissen will, kann im Internet fündig werden – z. B. auf der Webseite der Vereinten Nationen: https://unric.org/....

Es ist gut, dass es solche Gedenktage gibt, die uns an wichtige Themen erinnern.

Der 21. Februar wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Internationalen Tag der Muttersprache erkoren mit dem Ziel der „Förderung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt und Mehrsprachigkeit“. Leider ist inzwischen die Hälfte der Sprachen in der Welt vom Aussterben betroffen.

Muttersprache ist eben die Sprache, die jeder Mensch sozusagen zusammen mit der Muttermilch aufnimmt. Was, wenn die Familie aufhört, diese Sprache zu sprechen?

Mein Vater konnte noch Plattdeutsch. Ich verstehe es, kann es – mit Mühe – lesen, aber ich kann es schon nicht mehr sprechen. Also konnte ich diese Sprache nicht an meinen Sohn weitergeben. Das Band zu diesem Teil der Kultur ist für meine Familie schon zerrissen.

Wir haben uns als Sprachenservice in unserem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern umgetan und haben zu unserer Freude festgestellt, dass es noch viele Menschen gibt, die Texte aus der deutschen Literatursprache ins Plattdeutsche übersetzen können - und natürlich umgekehrt. Sie erhalten die „platte Sprache“ nicht nur am Leben, sondern sie erlauben dadurch den Zugang zu einem wesentlichen Teil regionaler Kultur. Insofern sind diese Menschen Kulturbotschafter.

Vielen Dank und viel Erfolg für die Zukunft.
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