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Pressemitteilung BoxID: 334917 (Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH)
  • Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH
  • Weipertstraße 8-10
  • 74076 Heilbronn
  • http://www.heilbronn-franken.com
  • Ansprechpartner
  • Steffen Schoch
  • +49 (7131) 7669-860

Regionale Wirtschaft surft auf der grünen Welle

Energie- und Umwelttechnik: Motor für Wachstum

(PresseBox) (Heilbronn, ) Schon früh haben Firmen aus der Region Heilbronn-Franken Technologien und Dienstleistungen in der Umwelttechnik erforscht und entwickelt. Vielfach haben diese Entwicklungen zu neuen erfolgreichen Produkten und Prozessen geführt und Einsparungen im eigenen Unternehmen gebracht. Nach der Krise bietet das den Unternehmen gute Chancen, schnell zur alten Stärke zurück zu finden und erfolgreich neue Felder zu erschließen.

Deutschland steht im Bereich der Umwelttechnologien weltweit an erster Stelle. Zwischen Flensburg und den Alpen haben sich Umwelttechnologien und innovationen so zu einem Motor für Wachstum und Beschäftigung entwickelt. Erwirtschaftete diese Branche im Jahr 2007 noch rund acht Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts, so wird sich dieser Anteil bis zum Jahr 2020 auf rund 14 Prozent erhöhen. Nach Schätzungen der Experten verdoppelt sich der weltweite Umsatz der Umweltindustrien bis zum Jahr 2020 auf fast 3200 Milliarden Euro. Auch das Beschäftigungswachstum wird sich in der Branche fortsetzen.

"Von dieser Entwicklung profitiert auch die Region Heilbronn-Franken, die in Umwelttechnologie gut aufgestellt ist", betont Steffen Schoch, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF). So baut Audi nicht nur erstklassige High-Tech-Automobile, die Marke mit den vier Ringen setzt auch zunehmend auf die Karte Umweltfreundlichkeit. Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 8,5 Liter Diesel je 100 Kilometer und einer CO²-Emission von 224 Gramm pro Kilometer gehört zum Beispiel der in Neckarsulm produzierte A8 3.0 TDI zu den saubersten Autos in diesem Premium-Segment. Für den A3 TDI erhielt das Unternehmen gar die Auszeichnung "Green Car oft the Year".

Intelligente Energiesparsysteme

Gleich zwei Auszeichnungen aus dem Bereich der Umwelttechnologie konnte das Mulfinger Unternehmen ebmpapst einstreichen. Der Ventilatorenhersteller konnte beim badenwürttembergischen Umwelttechnikpreis 2009 mit seiner EC-Hyblade Axialventilatorreihe punkten und erreichte in der Kategorie "Energieeffizienz" den zweiten Platz. Diese neuartigen Ventilatoren sind aus einem leichten Hybridmaterial, das eine ressourcenschonende Herstellung erlaubt, eine lange Lebensdauer garantiert und Energieeinsparungen von 30 bis 70 Prozent möglich macht. Für seine neues Werk in Mulfingen-Hollenbach erhielt ebmpapst zudem den internationalen Energy Efficiency Award. Die Fertigungsanlage nutzt die Abwärme aus der Produktion, um den gesamten Wärmebedarf des Werks zu decken. Damit wurden die Energiekosten für Heizung, Lüftung und Kühlung in Hollenbach um 91 Prozent gesenkt.

Beim Eppinger Anbieter von Systemlösungen für Holzplatten und Umformtechnik Dieffenbacher wird moderne Technik gezielt dafür eingesetzt, den Rohstoffverbrauch zu senken und die Wirtschaftlichkeit der Anlagen zu verbessern. Anfallende Prozessabfälle werden bei Dieffenbacher weiter verwendet, um wertvolle Energie zu erzeugen und damit die CO2-Emission drastisch zu reduzieren. Eine innovative Leittechnik, die Dieffenbacher speziell für die Bedienung von Großanlagen entwickelt hat, senkt den Energieverbrauch weiter.

Vom Biodiesel bis zur Windenergie

Auch der Ingelfinger Spezialist für Meß-, Steuer- und Regeltechnik Bürkert ist mit seinen Entwicklungen an vielen zukunftsweisenden Verbesserungen in der Energietechnologie beteiligt. So helfen spezielle Bürkert-Ventile bei Systemlösungen zur CO²reduzierten Produktion von Strom und Wärme.

Weltweit im Einsatz sind die Photovoltaik-Systeme des Neckarsulmer-Unternehmens Kaco New Energy. Der Spezialist für die Entwicklung und Herstellung von elektronischen Steuerungen, solaren Stromversorgern und Industrieelektronik hat zusätzlich mit einer solaren Wasseraufbereitungsanlage für Furore gesorgt und im Jahr 2008 den Energy Globe "The world award for sustainability" gewonnen. Das von Kaco gemeinsam mit dem Technologie-Transfer-Zentrum in Lampoldshausen und mit der Firma Hirschmann in Eberstadt entwickelte RayWox-System spart beim Abbau von Verunreinigungen im Vergleich zu anderen Verfahren 90 Prozent Energie und ist flexibel einsetzbar.

Rotex aus Güglingen-Frauenzimmern steht nicht nur für moderne Heizungen, sondern hat auch thermische Solaranlagen mit hohem Wirkungsgrad sowie Luft/Wasser-Wärmepumpen entwickelt. Sie nutzen die in der Umgebungsluft gespeicherte Sonnenenergie und erzeugen so 75 Prozent der benötigten Wärme. Mit seinem aufeinander abgestimmten Komplettsystem aus Luft/Wasser-Wärmepumpe, dem Warmwasserspeicher und den Solarthermie-Kollektoren bietet Rotex zudem eine weitgehend umweltfreundliche Energieversorgung aus einer Hand.

Generell auf regenerativen Strom umgestellt hat die Optima Group an seinen beiden Standorten in Schwäbisch Hall. Der Hersteller von Abfüll- und Verpackungsmaschinen, hat Ende des vergangenen Jahres einen Vertrag mit den ortsansässigen Stadtwerken unterzeichnet der den direkten Bezug von Strom aus einem Wasserkraftwerk garantiert. Als weitere Maßnahme kündigte der geschäftsführende Gesellschafter Hans Bühler an die Unternehmenszentrale der Optima Group in Schwäbisch Hall in den kommenden Jahren komplett zu sanieren und umwelttechnologisch auf den neuesten Stand zu bringen. Dabei betonte der Optima-Chef, dass das Umweltschutzmanagement des Unternehmens langfristig angelegt ist. Er steht damit in einer Reihe zahlreicher Unternehmen aus der Region, für die Umweltschutz keine Modeerscheinung ist, sondern ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des menschlichen Lebensraumes.

Für "Ressourceneffizienz in der Produktion" engagiert sich auch der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) und Igersheimer Unternehmer, Dr. Manfred Wittenstein. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung für diese Innovationsplattform in Berlin unterstrich er die Bedeutung der Branche für den Klimaschutz: "Die Technologien des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus haben schon jetzt knapp 30 Prozent zur Erreichung der gesamten Kyoto-Einsparverpflichtung Deutschlands beigetragen."