Innovationsrad als Beschleuniger im Prozess

InnovationsForum Heilbronn-Franken als Dialogplattform

An FITBONE, einem innovativen medizinischen Produkt der Wittenstein intens demonstrierte Dr. Bernd Schimpf den Innovationsprozess des Unternehmens.
(PresseBox) ( Heilbronn-Franken, )
Beim INNOVATIONSFORUM: Heilbronn-Franken kommen erfahrene Praktiker, international renommierte Wissenschaftler sowie kreative Querdenker zu Wort. Jetzt berichtete Dr.-Ing. Bernd Schimpf vom Innovationsprozess bei der Wittenstein AG in Igersheim.

Um die Innovationskraft der Unternehmen zu stärken, hat die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) gemeinsam mit der heilbronn business school die so genannte „Innovationsstudie Heilbronn-Franken“ angeregt und in Kooperation mit der IHK, der Handwerkskammer, den Einrichtungen der Wirtschaftsförderung, der Landkreise und des Regionalverbandes in die Tat umgesetzt.

Das begleitende INNOVATIONSFORUM: Heilbronn-Franken verfolgt dabei das Ziel, mit regionalen Vertretern von Unternehmen, Politik und Kommune, Hochschulen, Wissenschaft und der Forschung in einen Dialog zu treten und diesen dauerhaft zu führen.

„Mit dem INNOVATIONSFORUM: Heilbronn-Franken sollen der am Wissensbedarf der Praxis orientierten Forschung in der Region neue Perspektiven und Erkenntnisse zu zukunftsorientierten Themen der Unternehmensführung und Produktentwicklung geöffnet werden“, betont Steffen Schoch, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) bei der jüngsten Veranstaltung in der Heilbronner Innovationsfabrik. Gastreferent war Dr.-Ing. Bernd Schimpf, Leiter des Generierungsprozesses der Wittenstein AG und in dieser Funktion zuständig für die Innovations- und Entwicklungstätigkeiten des Unternehmens.

Einleitend erläuterte Dr. Schimpf, dass Innovation neben den Werten Verantwortung, Vertrauen, Offenheit und Wandel fest in der Philosophie des Unternehmens verankert ist und er ging später auf die wesentlichen Aspekte des so genannten Innovationsgenerators der Wittenstein AG ein.

„Ausgehend von einer grundlegenden Vision mit langfristiger Gültigkeit, abgeleitet aus Unternehmensphilosophie, Produktphilosophie und den Geschäftszielen, entstehen im Unternehmen durch das Zusammenspiel von Menschen und Strukturen, Ideen und damit Innovationschancen. Hierbei muss bezüglich der Strukturen und insbesondere deren Anpassungsfähigkeit an geänderte Umfeldbedingungen beachtet werden“, betonte Schimpf, der dies bei der Wittenstein AG aufgrund des hohen Maßes an Flexibilität verbriefte.

Er zeigte, dass im Rahmen der prozessorientierten Organisation bei Wittenstein der unternehmerische Hauptprozess in die beiden Phasen Generierungsprozess und Diffusionsprozess unterteilt werde. Beide Phasen würden wiederum in sieben weitere Elemente untergliedert. „Das Element „Schöpferisches Chaos“ steht am Beginn eines jeden Generierungsprozesses quasi als Filterprozess für Ideen“, berichtete Schimpf. Ziel sei die Auswahl von Produkten und Produktbausteinen, die der Vision und den langfristigen Unternehmenszielen entsprechen. Als Organisationsform sind hier laut Schimpf insbesondere Netzwerke geeignet, denn wichtige Erfolgsfaktoren von Innovationen seien Synergien zwischen den verschiedenen Einheiten.

Dieser Aspekt wird beispielsweise auch im Rahmen der Fallstudienreihe von Dr. Heinz-Theo Wagner, Professor für Management und E-Business an der heilbronn business school, die derzeit in Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen der Region Heilbronn-Franken durchgeführt wird, näher untersucht.

Im Innovationsprozess würden dann Feedback bzw. Rückkopplung eine maßgebliche Rolle spielen. Aus diesem Grund werden die Elemente des Unternehmensprozesses bei Wittenstein als so genanntes Innovationsrad dargestellt. Ziel dabei sei die Befähigung zu einer kurzen Reaktionszeit bei minimalem Abstimmungsaufwand. Schimpf betonte, dass das Innovationsrad durch jeden Mitarbeiter in jedem Prozessschritt beschleunigt werden könne. Als Promotoren von Innovationen dienen bei Wittenstein Führungskräfte, die so Schimpf dafür Sorge tragen, dass Mitarbeiter ungehindert ihre Aufgaben im Rahmen des Innovationsprozesses erfüllen können.

Diese zentrale Bedeutung der Führungskräfte im Innovationsprozess greift Dr. Harald Dolles, Professor für Management und International Business an der heilbronn business school, unter dem Stichwort „Innovation Governance“ in einem laufenden Forschungsprojekt auf. Diese stellt die Praxis mittelständischer Unternehmen der Region in den internationalen Vergleich.

Durch seine lebendige Vortragsweise und das abschließende Praxisbeispiel an FITBONE, einem innovativen medizintechnischen Produkt der Wittenstein intens GmbH, gelang es Schimpf, dem Publikum Einblicke in das Innovationsmanagement der Wittenstein AG zu gewähren und Denkanstöße für die eigene Praxis zu vermitteln.

Beim abschließenden Get-Together wurde ausreichend Gelegenheit zu informellem Informationsaustausch geboten.
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