Beeindruckte Professoren sollen Botschafter werden

Förderung des Praxisbezugs und Transparenz in der Hochschullandschaft

Professoren informieren sich über die Heimat der Weltmarktführer - hier bei Bürkert Fluid Control Systems im hohenlohischen Ingelfingen (PresseBox) ( Heilbronn, )
Bereits zum fünften Mal erkundeten Professoren und Career Center Mitarbeiter von zwölf Lehrstühlen verschiedene Unternehmen und Einrichtungen der Region Heilbronn-Franken. Sie waren beeindruckt von dieser wachstumsstarken Gegend mit erfolgreichen und international tätigen Unternehmen und den umfangreichen Aktivitäten zur Fachkräftegewinnung. Ziel des Treffens war es sowohl die Netzwerke der Region und deren Unternehmen in Richtung der Hochschulen zu verdichten als auch die Professoren als "Botschafter" zu gewinnen.

Über drei Tage informierten sich Professoren und Mitarbeiter von Career Centern über Land und Leute in der Region Heilbronn-Franken, deren erfolgreiche und international tätige Unternehmen und über die beruflichen Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Hochschulabsolventen und qualifizierte Fachkräfte. Das Hochschullehrertreffen steht im Zusammenhang mit den seit Jahren umfangreichen Maßnahmen der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF), den Unternehmen der Region neue Märkte zur Gewinnung von qualifizierten Fach- und Führungskräften zu öffnen.

"Wir möchten die Professoren als Multiplikatoren gewinnen, die ihren Studenten diese Region und deren Unternehmen für Praktika, Diplomarbeiten und Arbeitsplätze empfehlen", so WHF-Geschäftsführer Steffen Schoch. "Heilbronn-Franken steht heute mit zahlreichen weiteren europäischen Regionen nicht mehr nur im Wettbewerb um die Ansiedlung von Unternehmen, sondern vor allem um die Motivation von jungen und qualifizierten Fachkräften für die dynamisch wachsenden Unternehmen", so der Wirtschaftsförderer. Die Krise vergeht, aber die demografische Entwicklung ist nicht aufzuhalten. Deshalb muss auch in Zeiten schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse an die Zeit danach und damit an die Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte und Akademiker gedacht werden. Nur dadurch kann das Wirtschaftswachstum in einem von der Industrie geprägten Land gesichert werden.

Beim bereits fünften Treffen dieser Art waren vor allem Professoren und Hochschullehrer mit dem Schwerpunkt "technische Studiengänge" - Maschinenbau, Informatik und Elektronik bis hin zu Wirtschaftsingenieurwesen - eingeladen. Gekommen waren Wissenschaftler der Hochschulen aus Aschaffenburg, Berlin, Furtwangen, Stralsund, Würzburg und Heilbronn, mit denen bereits seit Jahren enge Kontakte bestehen.

Die Gruppe informierte sich bei der Bechtle AG über die neuesten Entwicklungen des vor 25 Jahren von Ralf Klenk gegründeten erfolgreichen Unternehmens in der IT-Branche, das heute zu einem in Europa führenden Konzern mit rund 5.000 Mitarbeitern herangewachsen ist. Sonja Glaser-Reuss, Personalleiterin bei Bechtle, betonte, dass Bechtle in den nächsten Jahren noch viel vor habe und vor allem im Systemhausbereich Mitarbeiter für Vertrieb, Consulting, Systems-Engineering und Technik suche. Die Vision 2020 für die Bechtle AG zielt auf 5 Milliarden Umsatz mit 10.000 Mitarbeitern und der Marktführerschaft in Europa.

Wie die Intersport Deutschland eG, einst in Heilbronn von führenden Sporthändlern gegründet, zum größten und erfolgreichsten Verbund selbständiger Sporthändler mit weltweit rund 5.000 Geschäften in über 30 Ländern herangewachsen ist, darüber informierte Vorstand Claus Jost. Die Intersport-Marketing-Idee stieß bei den Teilnehmern des Treffens auf großes Interesse.

Über die Ziele und den Baufortschritt der im November eröffnenden und in Süddeutschland einzigartigen Lern- und Erlebniswelt experimenta in Heilbronn informierte der Geschäftsführer Dr. Wolfgang Hansch. In einem außergewöhnlichen Umfeld sollen bereits junge Menschen spielerisch an naturwissenschaftliche und technische Themen herangeführt werden. Durch die mögliche Aufzeichnung von Verhaltensweisen an den einzelnen Exponaten sollen die Talente und Begabung der jungen Menschen herausgefunden werden. Das soll ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Studien- und Berufswahl sein.

Beim Weltmarktführer Bürkert nahmen die Gäste einen ausgezeichneten Eindruck eines mittelständisch geführten Unternehmens mit nach Hause. Heribert Rohrbeck, Geschäftsführer der des weltweit führenden Unternehmens in der Fluid Control Technik mit über 2.000 Mitarbeitern und 35 Ländervertretungen beeindruckte mit der Offenheit, wie bei Bürkert mit Forschungsthemen umgegangen wird und wie die Mitarbeiter in ständig wechselnden Projektteams zu Höchstleistungen motiviert werden. "Hinter jedem Produkt das wir entwickeln steht ein Kundenauftrag", betonte der Physiker Dr. Gunter Kabisch und verwies auf das umfangreiche Produktsortiment des Unternehmens. Bei Neuentwicklung bedient man sich auch der Natur. So läuft derzeit unter dem Stichwort "Kartoffelkäfersensor" ein "Blue Sky Projekt", wo der Natur Verhaltensweisen abgeschaut werden. Kartoffelkäfer haben nämlich eine sehr sensible Sensorik um Umwelteinflüsse zu erfassen.

Den Abschluss des diesjährigen Hochschullehrer- und Professorentreffens bildete der Besuch bei der Firma Wolffkran in Heilbronn. Das Unternehmen ist Marktführer wenn es um Turmdrehkrane mit besonders großen Höhen geht. So drehen sich die Produkte des Unternehmens in Dubei, beim Staudammbau in Afrika oder beim Bau riesiger Flughäfen auf der ganzen Welt.

Das Treffen bot auch in diesem Jahr wieder eine wichtige interdisziplinäre Austauschplattform für die Hochschullehrer. "Es ist mir keine andere vergleichbare Veranstaltung einer Region bekannt, die auf einem solch hohen Niveau und gleichzeitig mit höchst interessanten Firmenbesuchen unsere Hochschule anspricht", sagt Professor Dr. Norbert Zdrowomyslaw von der FH Stralsund. Mit seinem Kollegen Bernd Rethmeier ist Zdrowomyslaw wiederholt hier gewesen und mehrere Absolventen der FH Stralsund haben auch schon dauerhaft einen Arbeitsplatz in der Region Heilbronn-Franken gefunden. Demnächst wird wieder ein Student sein Praktikum mit anschließender Diplomarbeit bei der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) starten.

Welchen Nutzen haben die Hochschulen von diesem Treffen? Der Bekanntheitsgrad der teilnehmenden Hochschulen in Baden-Württemberg wird erhöht und potenzielle Studierende sowie Firmenvertreter werden auf Hochschulen wie Stralsund, Aschaffenburg und Eberswalde aufmerksam. Das ist gerade vor dem Hintergrund der geringen Hochschulplätze in der Region Heilbronn-Franken wichtig. "In den besuchten Unternehmen werden Kontaktpartner für Exkursionen, Praktika, Abschlussarbeiten und Forschungsvorhaben erschlossen und somit auch die Praxisprofilierung der Hochschule Stralsund vorangetrieben", betont Professor Dr. Norbert Zdrowomyslaw von der FH Stralsund. Diese und weitere Aktivitäten in der Zusammenarbeit zwischen Vertretern der Hochschulen und denen aus den Firmen sowie sonstigen Organisationen belebt dievPraxisnähe in den Lehrveranstaltungen und trägt dazu bei, dass der Aspekt "Praxisbezug" in den Hochschulrankings positiv bewertet wird.

Besonderes beeindruckt hat die Gäste das hohe Niveau der Firmenbesuche, die Region Heilbronn-Franken in ihrer Gesamtheit und Vielfalt und die Offenheit und Firmenkultur bei Bechtle und Bürkert.
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