So klappt's mit den Geldern aus Brüssel

WFG Nordschwarzwald unterstützt Unternehmen bei EU-Förderung

Spezialistin für EU-Förderung – seit 2012 arbeitet Claire Duval als Projektleiterin bei der WFG Nordschwarzwald GmbH und durchforstet den europäischen "Fördermitteldschungel"
(PresseBox) ( Pforzheim, )
Seit rund anderthalb Jahren verantwortet Claire Duval die Fördermittelberatung bei der WFG Nordschwarzwald. Die gebürtige Französin und ehemalige Assistentin der Lobbyagentur Strauss & Partners in Brüssel leistet damit Pionierarbeit. Denn zuvor gab es für Unternehmen in der Region Nordschwarzwald kein regionsübergreifendes Beratungsangebot für EU-Förderprogramme. Diese Aktivitäten werden nun forciert. Aus guten Gründen: Zum einen hat die EU ihre Förderpolitik mit Beginn des Jahres umgestellt und den Zugang für kleinere und mittlere Unternehmen zu den Geldern aus Brüssel erleichtert. Zum anderen sind Forschungsprojekte eine der Triebfedern für Innovation.

Noch immer sind die Unternehmen aus der Region Nordschwarzwald eher zurückhaltend, was die Inanspruchnahme von Fördergeldern angeht, wie Duval erklärt. "Es ist ein Prozess, der zwar erfreuliche Fortschritte zeigt, aber noch immer nehmen die Unternehmen die Möglichkeiten nicht so umfassend wahr, wie etwa in den benachbarten Regionen Karlsruhe und Stuttgart." Sie bringt das in Verbindung mit der dort höheren Dichte an Forschungsinstituten und Hochschulen. "Häufig sind es diese Akteure, die Projekte anstoßen", sagt Duval. Und dann sind da noch die Vorbehalte in den Unternehmen selbst. Ist das Projekt wirklich förderungswürdig? Sind wir als Unternehmen groß genug? Wie bürokratisch ist die Beantragung von Fördermitteln? "Unternehmen lassen sich zu häufig von diesen Bedenken abschrecken", erläutert Duval.

Zeit, das zu ändern: "Mit dem Forschungsrahmenprogramm 'Horizont 2020' hat die EU die Möglichkeiten für KMU erleichtert, an Fördergelder zu gelangen", so Duval. Bis 2020 plant die EU rund 70 Milliarden Euro für 'Horizont 2020' auszugeben. Gefördert werden Forschungs- und Innovationsprojekte. Bestandteil ist auch ein Spezialprogramm für KMU: Hier dürfen Forschungspartner wie Hochschulen und andere Unternehmen eingebunden werden - müssen es aber nicht mehr. Zwar sind laut Duval die Anforderungen für eine Förderung anspruchsvoll, "aber angesichts der Innovationsstärke der Unternehmen in der Region Nordschwarzwald ist das Förderpotenzial hoch".

Ein weiteres Programm ist "Eurostars für KMU", das die internationale Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungspartner fördern soll. Mit bis zu einer halben Million Euro beteiligt sich die EU an Projekten von Unternehmen, die mit Partnern in anderen Mitgliedsländern gemeinsam Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführen. "Ziel ist es, das in Europa vorhandene Potential an fachlichem Know-how und Ressourcen in Kooperationsprojekten zu bündeln und somit effektiver zu nutzen", erklärt Steffen Schoch, Geschäftsführer der WFG.

Klar ist: Die Fördermöglichkeiten sind vielfältig. Um die Unternehmen aus der Region noch besser mit dem Angebot vertraut zu machen, findet am 9. Juli unter Federführung der WFG mit dem Fachforum Wissensregion eine umfangreiche Informationsveranstaltung statt. Dort geben Experten einen Überblick über die Fördermöglichkeiten von Unternehmen. Zudem berichten Firmenvertreter praxisnah über aktuelle und abgeschlossene Projekte. Start der Veranstaltung im Forum König-Karls-Bad in Bad Wildbad ist um 14 Uhr.
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