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jugend forscht-Premiere in Rostock

Sieger fahren im Mai nach Erfurt / fünf Forscher-Teams vertreten Mecklenburg-Vorpommern / starke Beteiligung bei schüler experimentieren

(PresseBox) (Rostock, ) In der Rostocker Stadthalle präsentierten 93 Nachwuchsforscher in den vergangenen zwei Tagen die Ergebnisse ihrer Arbeit. "Uns gefällt, was du im Kopf hast" lautete das Motto des 22. Landeswettbewerbs jugend forscht - schüler experimentieren, der am 21. und 22. März erstmalig in der Hansestadt ausgetragen wurde.

Die Nachwuchsforscher im Alter von zehn bis 20 Jahren zeigten 46 Projekte - davon 27 jugend forscht-Arbeiten und 19 in der Altersklasse schüler experimentieren. Landeswettbewerbsleiter Dr. Frank Mehlhaff freute sich trotz geringerer Teilnehmerzahl über die hohe Zahl der Schüler-Projekte. "Die leicht rückläufige Projektzahl trägt dem Geburtenknick Rechnung, den wir auch an den Schulen beobachten können," erklärte er bei der feierlichen Preisverleihung.

Die Ehrung der Gewinner übernahmen der Vorstand der Stadtwerke Rostock, Oliver Brünnich, WEMAG-Vorstandsmitglied Thomas Pätzold und Mecklenburg-Vorpommerns Kultusminister Mathias Brodkorb. Der Minister freute sich über die Vielfalt der Projekte und forderte die Jugendlichen auf, ihre Mitschüler zur Teilnahme zu ermuntern.

Im Fachgebiet Arbeitswelt belegten Tessa Hamann und Laura Kirstein von der Werkstattschule Rostock den 1. Platz. Unter dem Titel "Schwarmintelligenz in Stadien" beschäftigten sich die beiden Schülerinnen mit der Sicherheit bei Großveranstaltungen. "In unserer Arbeit haben wir unter anderem Hinweise zur Anordnung des Sicherheitspersonals im Stehblock sowie dem Abstand und der Größe der Ausgänge gegeben", erläuterte Tessa.

Ebenfalls von der Werkstattschule Rostock kommen Florian Porath, Franz Klammer und Ben Reinholz. Sie haben ein Konzept zur Kühlung von Solarzellen mit Regenwasser entwickelt und damit im Fachgebiet Technik den 1. Platz erreicht.

Christoph Janetzki von der Landesschule Pforta ging im Fachgebiet Mathematik / Informatik an den Start. Das Ziel seines Projektes bestand darin, einen neuartigen zweidimensionalen Barcode zu entwickeln, der Informationen nicht nur mit zwei Farben, sondern mit vier oder mehr Farben verwendet und so die Informationsdichte erhöht. Das Ergebnis überzeugte die Jury, die ihn für den 1. Platz nominierte.

Das Pendlerverhalten und die demografische Entwicklung in der Region Bützow untersuchten Julia Dannehl und Lisa Steinhöfel vom John-Brinckman-Gymnasium Güstrow. "Bei unseren Befragungen haben wir festgestellt, dass den meisten Pendlern nicht klar ist, welchen gesundheitlichen Risiken sie sich täglich aussetzen", sagte Lisa. Der örtlichen Wohnungsgesellschaft konnten sie angesichts der demografischen Entwicklung empfehlen, einen Teil des Wohnungsbestands nicht abzureißen, sondern beispielsweise für barrierefreies Wohnen umzubauen. Die beiden 16-Jährigen belegten im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften den 1. Platz.

Sieger im Fachgebiet Physik wurden Leander Götz und Johannes Holle von der Werkstattschule Rostock. Sie untersuchten in einem Experiment, wie sich ein Gravitationsfeld auf Antiwasserstoff auswirkt. Hintergrund ihrer Forschungen ist die Verwendung von Antimaterie gegen Krebs. Die 18-Jährigen konnten in diesem Fachgebiet die Jury am besten überzeugen.

Die fünf Teams werden Mecklenburg-Vorpommern beim Jugend forscht Bundesfinale vom 17. bis 20. Mai 2012 in Erfurt vertreten. Die Veranstalter zeigten sich über das große öffentliche Interesse und hohe Besucherzahlen in Rostock erfreut. Der Wettbewerb wurde erstmalig gemeinsam von den Patenunternehmen WEMAG AG und Stadtwerke Rostock AG ausgetragen. Die WEMAG hatte Jugend forscht in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 20 Jahre lang in Schwerin veranstaltet. Stadtwerke-Chef Oliver Brünnich und WEMAG-Vorstand Thomas Pätzold zeigten sich von der jugend forscht-Organisation beeindruckt und bekräftigten den Wettbewerb im kommenden Jahr wieder gemeinsam durchzuführen.

Landessieger "jugend forscht" 2012 Mecklenburg-Vorpommern

Fachgebiet Arbeitswelt
1. Platz „Schwarmintelligenz in Stadien“
Tessa Hamann (18), Laura Kirstein (17) – Werkstattschule Rostock

Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften
1. Platz „Pendlerverhalten und demografische Entwicklung“
Julia Dannehl (16), Lisa Steinhöfel (16) – John-Brinckman-Gymnasium Güstrow

Fachgebiet Mathematik / Informatik
1. Platz „Erhöhung der Informationsdichte zweidimensionaler Codes durch die Verwendung von Farben“
Christoph Janetzki, Landesschule Pforta

Fachgebiet Physik
1. Platz „Antiwasserstoff im Gravitationsfeld der Erde“
Leander Götz (18), Johannes Holle (18) – Werkstattschule Rostock

Fachgebiet Technik
1. Platz „ Regenwasserkühlung von Solarzellen“
Florian Porath (18), Franz Klammer (18), Ben Reinholz (18) – Werkstattschule Rostock

WEMAG AG

Die Schweriner WEMAG AG ist ein bundesweit aktiver Energieversorger mit regionalen Wurzeln und Stromnetzbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Sie ist verantwortlich für 14.000 Kilometer Stromleitungen, vom Hausanschluss bis zur Überlandleitung. Privat- und Gewerbekunden beziehen Strom, Gas und Netzdienstleistungen des Energieunternehmens.

Regionale Verbundenheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit bestimmen das Handeln der WEMAG AG. So liefert das Unternehmen unter der Marke wemio Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen an alle Haushalte sowie an Sondervertragskunden aus allen Gewerbebranchen und der Landwirtschaft. Seit 2011 werden klimafreundliche Gasprodukte angeboten. Hinzu kommen erhebliche Investitionen in Erneuerbare Energien, Energieeffizienzprodukte und die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung über die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG.

Die WEMAG AG befindet sich seit Januar 2010 im Mehrheitsbesitz der Kommunen ihres Vorsorgungsgebietes.