Mitglieder des brasilianischen Nationalkongresses besuchen WEMAG-Batteriespeicherkraftwerk

Tobias Struck, Leiter der Gruppe Speicher und Projekte der WEMAG AG / Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer (PresseBox) ( Schwerin, )
Heute besucht eine hochrangige brasilianische Delegation Mecklenburg-Vorpommern. Die etwa 15 Abgeordneten sowie Senatorinnen und Senatoren des brasilianischen Nationalkongresses, dem obersten Organ der Legislative Brasiliens, wollen in Deutschland Erfahrungen zum Thema „Klimaschutz und die Rolle des Parlaments“ sammeln.

Auf dem Besuchsprogramm der Delegation stehen nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin und des Energieministeriums Mecklenburg-Vorpommern unter anderem ein Treffen mit dem brasilianischen Botschafter und der Staatssekretärin im Auswärtigen Amt, Dr. Antje Leendertse, Gespräche im Bundesumweltministerium und mit Mitgliedern der Deutsch-Brasilianischen Parlamentariergruppe des Bundestages, Diskussionen mit der Denkfabrik Agora Energiewende, Treffen mit der Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Umwelt, Sylvia Kotting-Uhl und weiteren Ausschussmitgliedern sowie Gespräche im Potsdamer Institut für Klimaforschung.

In Mecklenburg-Vorpommern soll neben dem Besuch des Bio-Energie-Dorfes Bollewick und des Biosphärenreservates Schaalsee als ein technischer Höhepunkt des Landes im Bereich der Energiewende und des Klimaschutzes der WEMAG-Batteriespeicher in Schwerin vorgestellt werden. Den Vortrag zum Aufbau, der Funktionsweise und den Einsatzmöglichkeiten sowie die anschließende Führung durch den Batteriespeicher übernimmt Tobias Struck, Leiter der Gruppe Speicher und Projekte bei der WEMAG AG.

Der Batteriespeicher hat in erster Linie die Aufgabe, bei schwankender Einspeisung des Stroms aus Erneuerbare-Energien-Anlagen das Stromnetz zu stabilisieren. Das im Juli 2014 in Betrieb genommene Batteriespeicherkraftwerk ist ein Meilenstein der Energiewende. Dies konnte die WEMAG durch die Erweiterung im Juli 2017 noch einmal deutlich unterstreichen. Mit der Inbetriebnahme von Schwerin 2 hat sich die nutzbare Speicherkapazität des Batteriespeicherkraftwerks auf 15 Megawattstunden verdreifacht.

Die vom Übertragungsnetzbetreiber präqualifizierte Leistung von insgesamt 10 Megawatt wird für die Refinanzierung am Primärregelleistungsmarkt angeboten. Sie entsteht durch einen technischen Verbund aus 53.444 Lithium-Ionen-Akkus in 215 Batterieschränken, 18 Wechselrichtern, neun Transformatoren und einer Mittelspannungsanlage. Der WEMAG-Speicher in Schwerin ist damit der europaweit größte hybride Lithium-Batterien-Verbund. Der Speicher bietet noch Ausbaureserven, um auch künftige Batteriegenerationen zu integrieren und das Portfolio möglicher Systemdienstleistungen zu erweitern.
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