Junge Fischadler bekommen Ausweise

WEMAG unterstützt auch 2019 ehrenamtliche Vogelschützer beim Beringen

Der ehrenamtliche Vogelschützer Torsten Marczak beringt den ersten der drei jungen Fischadler, Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer (PresseBox) ( Schwerin, )
Nur wenige Tage nach Beginn der Storchenberingung in der Elbtalaue hat jetzt im Bereich der Sternberger Seenlandschaft die Beringung der jungen Fischadler begonnen. Auf seiner Tour durch das Netzgebiet bekommt Torsten Marczak Unterstützung von WEMAG-Mitarbeiter Holger Külper, der den ehrenamtlichen Vogelschützer mit der Hubbühne begleitet. „Ohne diese technische Hilfe könnten wir die jungen Tiere nicht in der kurzen Zeit, die uns die Natur lässt, beringen“, meint Torsten Marczak. Ihm bleiben etwa drei Wochen, für das Beringen. Danach sind die Tiere entweder zu groß oder fliegen beim Annähern an den Horst weg. Im vergangenen Jahr sind in Mecklenburg 208 Fischadlerpaare gezählt worden. 159 von ihnen hatten Bruterfolg und 350 Jungtiere aufgezogen.

Am ersten Tag bekamen 13 junge Tiere jeweils zwei Ringe, mit denen sie ihr Leben lang wie mit einem Ausweis wiedererkannt werden können. „Es ist ein guter Anfang. Mit den zahlreichen Seen und der Warnow bekommen die Tiere hier im Raum Brüel ausreichend Nahrung“, erklärt Torsten Marczak und hofft, dass es ähnlich viele Jungtiere wie 2018 geben wird.

Die WEMAG unterstützt seit vielen Jahren den Vogelschutz mit erheblichen Mitteln, damit Natur und Stromversorgung im Einklang bleiben können. „Das Geld fließt unter anderem in Ausweichmaste und die darauf montierten Nisthilfen“, erklärt Jan Koppelmann. Weithin sichtbar sind auch die roten Vogelwarnkugeln, die zumeist in langen Einflugschneisen Schwäne, Störche und Gänse vor den dünnen Leiterseilen warnen sollen. „Sobald uns gemeldet wird, dass ein Fischadler auf der Suche nach einem Standort für seinen Nestbau ist, stellen wir einen Mast zum Nisten auf“, erklärt der WEMAG-Vogelschutzbeauftragte. Pro Jahr werden etwa fünf Ausweichmaste aufgestellt. „Beim Nestbau fallen immer wieder große Äste auf die Leitung. Werden diese feucht, kommt es zum Kurzschluss und Stromausfall. Außerdem können sich die Tiere verletzen“, begründet der Vogelschutzbeauftragte Jan Koppelmann das Engagement der WEMAG.
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