In Deutschland wird es immer heißer

Interaktive Tabelle zeigt die Veränderungen für alle Bundesländer auf heizung.de

Grafik Heiße Tage (PresseBox) ( Allendorf, )
Der Klimawandel ist trotz der aktuell kalt-feuchten November-Wetterlage präsenter als je zuvor. Und noch immer wird heftig darüber diskutiert, ob die Temperaturen tatsächlich kontinuierlich steigen oder ob es sich um ganz gewöhnliche Schwankungen handelt, wie es sie in vielen Jahrzehnten sämtlicher Jahrhunderte gegeben hat.

Eine nähere Betrachtung der Temperaturentwicklung in Deutschland während der vergangenen 70 Jahre liefert die Antwort: Der konstante Anstieg der Temperaturen lässt sich nicht leugnen. Die Darstellungen auf https://heizung.de/temperaturentwicklung-in-deutschland/ zeigen die Veränderungen seit 1950 auf einen Blick – übersichtlich nach Bundesland, Stadt und Zeitpunkt geordnet. Außerdem sind auf dem von Viessmann gepowerten Verbraucherportal heizung.de neun praktische Tipps zu finden, wie jeder selbst CO2 einsparen und damit einer weiteren Erderwärmung entgegenwirken kann.

Mehr heiße Tage und höhere Gesamttemperatur in allen Teilen Deutschlands

Obwohl es zwischen den einzelnen Jahren seit 1950 immer wieder starke Schwankungen der Jahresdurchschnittstemperatur gab, bestätigen sowohl das Umweltbundesamt als auch der Deutsche Wetterdienst einen deutlich erkennbaren Temperaturanstieg zwischen 1,8° bis 2° Celsius im gesamten Bundesgebiet. Analog dazu stellte der Deutsche Wetterdienst auch eine vermehrte Anzahl sogenannter heißer Tage fest. Dies sind Tage, an denen die Tageshöchsttemperatur einen Wert von 30° Celsius erreichte oder sogar überstieg. Mit durchschnittlich 20,5 heißen Tagen wurde 2018 der bisher absolute Rekord gemessen. Und obwohl es auch hier jahresbedingt immer wieder starke Schwankungen gab, ist eine allgemeine Tendenz zu längeren Hitzeperioden erkennbar.

Gründe für den Temperaturanstieg

Laut dem neuesten Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC ist der Temperaturanstieg – und damit einhergehend die Veränderung des gesamten Klimasystems – auf den Menschen zurückzuführen. Der Weltklimarat bestätigt, dass die Konzentration von Kohlendioxid und weiteren Treibhausgasen mit Beginn der industriellen Revolution um 40 Prozent zugenommen hat. Das ist vorrangig auf die Emissionen zurückzuführen, die durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und Gas entstehen. Deren Anteil am Primärenergieverbrauch ist immer noch viel zu hoch.

Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. sind fast 40 Prozent aller Heizungen in Deutschland 20 Jahre und älter, wobei der Anteil dieser veralteten Heizanlagen in Mehrfamilienhäusern sogar noch höher ist als in Einfamilienhäusern. Nahezu 75 Prozent aller in Deutschland genutzten Heizsysteme für Wohngebäude werden zudem mit den fossilen Energieträgern Gas und Öl betrieben. Hier gibt es vor allem bei der Modernisierung von Heizungsanlagen großes Potenzial für klimafreundlicheres Heizen.

Die Auswirkungen eines Temperaturanstiegs

Der Temperaturanstieg hat dabei nicht nur Auswirkungen auf die Oberflächentemperatur aller Landflächen, sondern greift auch stark in komplexe Naturvorgänge ein. Durch die gleichzeitige Erwärmung der Ozeane kommt es zu einer Veränderung des globalen Wasserkreislaufs, dem Abschmelzen von polarem Eis sowie einer Verschiebung von Blüh- und Wachstumsperioden.

Der Hitzesommer von 2018 und auch die intensiven Hitzewellen im Jahr 2019 haben ganz konkret gezeigt, welche direkten Auswirkungen der kontinuierliche Temperaturanstieg in Deutschland bereits hat. So sind vor allem für die Jahre 2015 und 2018 mit vielen heißen Tagen deutlich mehr Waldbrände gemeldet worden. In der Landwirtschaft waren beträchtliche Ernteausfälle zu beklagen und empfindliche Mehrkosten für die Bewässerung der Felder zu leisten. Gleichzeitig nahm die Häufigkeit von Wetterextremen zu: Unwetter mit orkanartigem Wind und Starkregen richteten volkswirtschaftliche Schäden in Millionenhöhe an.

Diese Entwicklung wird sich auch in Zukunft fortsetzen, denn sie ist das Ergebnis der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen CO2-Emissionen durch fossile Energieträger: So rechnen die Wissenschaftler des Weltklimarats derzeit mit einem Temperaturanstieg auf der Erdoberfläche von mehr als 1,5° Celsius bis 2050. Diese Entwicklung bedeutet einen unumkehrbaren Klimawandel mit schweren Ausmaßen über mehrere Jahrhunderte hinweg. Um aber den Temperaturanstieg auf die international angestrebten 1,5° Celsius bis 2050 zu begrenzen und damit auch die Ausmaße des Klimawandels möglichst einzudämmen, ist eine beträchtliche und lang anhaltende Reduktion von Kohlendioxid und weiteren Treibhausgasen dringend nötig.

Jeder Einzelne kann etwas gegen die Erderwärmung tun

Die Darstellungen zeigen: Seit dem Jahr 1950 sind die durchschnittlichen Temperaturen in Deutschland deutlich gestiegen. Dem Klimawandel entgegenzutreten, ist eine gewaltige Aufgabe. Industrie und Staat, aber auch der einzelne Bürger, müssen gemeinsam Maßnahmen ergreifen, um eine nachhaltige Veränderung zu bewirken. Eine große Rolle spielen dabei energieeffiziente Technologien, denen auch Privatpersonen den Vorzug geben sollten.

Finden Sie alle Details zur Klimaerwärmung in Deutschland auf der interaktiven Karte unter folgendem Link: https://heizung.de/temperaturentwicklung-in-deutschland/
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.