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Pressemitteilung BoxID: 87142 (Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH - WirtschaftsWoche)
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KPMG-Studie: Ewigkeitskosten der Kohle betragen 13 Milliarden Euro - Unwägbare Risiken für Trinkwasser

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Die Altlasten- und Ewigkeitskosten des deutschen Steinkohlebergbaus werden auf 12,5 bis 13,1 Milliarden Euro beziffert. Das geht aus einem Gutachten hervor, das die Wirtschaftsprüfgesellschaft KPMG für das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erarbeitet hat und das der WirtschaftsWoche vorliegt. Wie die WirtschaftsWoche in ihrer Online-Ausgabe wiwo.de meldet, soll das Gutachten als eine Grundlage dienen für die kohlepolitischen Überlegungen der Bundesregierung.

Bei den Altlasten- und Ewigkeitskosten handelt es sich um die Folgekosten aus Bergschäden bei der RAG AG, die noch Jahrzehnte nach Schließen der Zechen anfallen werden. In dem Gutachten gibt KPMG zudem die Stillegungskosten mit rund einer Milliarde Euro an. Im einzelnen gibt KPMG den Barwert zukünftiger Ausgaben mit knapp fünf Milliarden Euro für die Grubenwasserhaltung an, mit jeweils rund zweieinhalb Milliarden für Dauerbergschäden und Altersversorgung, mit über einer Milliarde für Bergschäden an Objekten, gut 600 Millionen für Schachtsicherung und eine halbe Milliarde für Grundwasserreinigung.

Auf der anderen Seite beziffert KPMG die dafür insgesamt angelegten Rückstellungen bei der RAG mit sechs Milliarden und die Deckungslücke mit gut acht Milliarden Euro. Allerdings weisen die KPMG-Prüfer in ihrem Gutachten noch explizit auf drei unkalkulierbare Risiken hin: Erstens könnte Methangas beschleunigt an die Tagesoberfläche gedrückt werden, zweitens steige mit einem Wasseranstieg die Gefahr zusätzlicher Bergschäden, und drittens könnte mit einem Wasseranstieg Trinkwasser verunreinigt werden. Damit könnten die Altlasten- und Ewigkeitskosten noch weit über die kalkulierten 12,5 bis 13 Milliarden Euro hinaus gehen. Das Gutachten spielt eine wichtige Rolle bei den Plänen der RAG, die "schwarze" Bergbau-Sparte abzuspalten und in eine Stiftung zu überführen und so ohne die Alt- und Ewigkeitslasten selbst an die Börse zu gehen. Allerdings zögert der Bund, bei der von der RAG angestrebten Stiftung Garantien für weitere Milliardenlasten zu übernehmen.

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