In den Brexit-Verhandlungen geht es um Schadensbegrenzung

VDMA veröffentlicht Forderungskatalog für den EU-Austritt Großbritanniens

(PresseBox) ( Frankfurt/Brüssel, )
Der Brexit ist eine Belastung für die Wirtschaft. In den heute beginnenden Verhandlungen müssen sich beide Seiten zügig über grundsätzliche Fragen einigen. Vor allem die britische Seite ist gefordert, sich von unrealistischen Erwartungen zu verabschieden und erfolgreiche Verhandlungen zu ermöglichen.

„Der Brexit wird für niemanden ein Erfolg, in den Verhandlungen geht es vor allem um Schadensbegrenzung. Beide Seiten sollten sich rasch über die grundsätzlichen Fragen zum Austritt Großbritanniens einigen, damit am Ende noch Zeit bleibt, über die künftigen Wirtschaftsbeziehungen zu verhandeln. Die EU und Großbritannien müssen unbedingt verhindern, in zwei Jahren ohne ein Abkommen über die künftige Zusammenarbeit dazustehen. Ansonsten drohen nach dem März 2019 deutliche Beeinträchtigungen des Handels bis hin zum völligen Stillstand. Vor allem die Briten sind gefordert, eine konstruktive Position zu entwickeln und die Gespräche nicht mit unrealistischen Erwartungen in die Länge zu ziehen“, sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer de VDMA. „Grundsätzlich gilt, dass die 27 verbleibenden EU-Staaten keine Sonderwünsche der Briten erfüllen können. Der Erhalt der EU und des Binnenmarktes haben eine höhere Priorität als die Bedürfnisse Großbritanniens.“

Die größten Hürden für den Maschinenbau beim EU-Austritt Großbritanniens hat der VDMA in einem umfassenden Forderungskatalog zusammengetragen, (siehe Anhang). Ein so genannter harter Brexit ohne Planungssicherheit über die künftige Zusammenarbeit zwischen der EU und Großbritannien würden Unternehmen auf beiden Seiten unnötig belasten.

Für den deutschen Maschinenbau war Großbritannien im vergangenen Jahr der weltweit viertgrößte Auslandsmarkt mit einem Exportvolumen von 7,3 Milliarden Euro und war sechstwichtigster ausländischer Investitionsstandort. Umgekehrt lieferte das Vereinigte Königreich 2016 Maschinenbauprodukte im Wert von 2,4 Milliarden Euro nach Deutschland.
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