Austausch der Fachkulturen

Tagung bringt Judaisten aus Israel und Deutschland zusammen

(PresseBox) ( Potsdam, )
Wie findet sich die deutsche Teilung in der jüdischen Geschichte wieder? Wie sieht der kulturelle Austausch zwischen Osteuropa und den USA aus? Welches geistesgeschichtliche Erbe teilen Deutschland und Israel? Fragen wie diese diskutieren Wissenschaftler bei der internationalen Nachwuchstagung Judaistik / Jüdische Studien, die vom 3. bis 5. Juli an der Universität Potsdam stattfindet. Die Konferenz, die in Kooperation mit der Hebräischen Universität Jerusalem organisiert wird, beschäftigt sich mit „Methoden und Disziplinen zwischen Deutschland und Israel“. Ziel ist es, junge Fachleute aus Deutschland und Israel zu vernetzen und ihre Forschungsprojekte unter der Leitung etablierter Scholars zu besprechen.

Junge Forscherinnen und Forscher, die sich mit jüdischer Religion, Geschichte, Philosophie, Literatur, Philologien, Kunst- und Kulturwissenschaften befassen, kommen in Vorträgen, Werkstattgesprächen und Workshops mit erfahrenen Wissenschaftlern zusammen. Sie erhalten die Gelegenheit, ihre Arbeit zu präsentieren und mit etablierten Vertreterinnen und Vertretern des Fachs zu diskutieren.

„Novum der diesjährigen Tagung ist die Kooperation mit einer ausländischen Institution. Wir wollen dadurch der deutschen Forschung mehr Gehör im internationalen Diskurs verschaffen und zur beständig wachsenden Kooperation zwischen der Universität Potsdam und den israelischen Hochschulen etwas beitragen“, sagt Dr. Michał Szulc vom Historischen Institut. Der Austausch der Fachkulturen beider Länder steht dabei im Fokus: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es in den verschiedenen Forschungen? Und wie können die Wissenschaftler sie gewinnbringend für ihre Arbeit nutzen?

Die Nachwuchstagung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Vereinigung für Jüdische Studien e. V. und des Verbandes der Judaisten in Deutschland e.V. Sie findet in Kooperation mit der Professur für Neuere Geschichte II / deutsch-jüdische Geschichte der Universität Potsdam und dem Franz Rosenzweig Minerva Forschungszentrum für deutsch-jüdische Literatur und Kulturgeschichte der Hebräischen Universität Jerusalem statt. Organisatoren sind Enrico Lucca aus Jerusalem und Michał Szulc aus Potsdam. Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

 
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