TÜV SÜD: Zusätzlichen Stauraum sicher nutzen

Dachboxen

Wenn selbst der Bus zu klein ist: Dachboxen schaffen zusätzlich Stauraum
(PresseBox) ( München, )
Das Laufrad will ich aber unbedingt mitnehmen und den großen Teddy auch – wenn es darum geht, was im Urlaub alles dabei sein soll, sind Kinder unerbittlich. Da wird der Platz im Auto schnell knapp, selbst Busse stoßen je nach Anforderung an ihre Grenzen. Dachboxen sorgen für zusätzlichen Stauraum. Was wie hineingehört und welche Auswirkungen die zusätzliche Last auf die Fahrphysik hat, dazu Tipps von den TÜV SÜD-Experten.

Fahren: Durch die Dachbox verändert sich der Schwerpunkt des Autos. Besonders bei hohen Fahrzeugen wie Vans, Bussen und Sport Utility Vehicles (SUV) ist eine vorsichtige Gangart angesagt. „Gerade in Kurven verhält sich das Fahrzeug anders“, sagt Philipp Schreiber von TÜV SÜD. „Zudem verlängert das erhöhte Gewicht auf der Urlaubsfahrt den Bremsweg.“ Eine gesetzliche Geschwindigkeitsbegrenzung existiert für Fahrzeuge mit Boxen nicht. Manche Hersteller von Dachtransport-Zubehör empfehlen allerdings, nicht schneller als 130 km/h zu fahren.

Wiegen: Wie viel Gewicht in einer Dachbox transportiert werden darf, legt der Hersteller fest – meist 50 oder 75 Kilogramm. Bei manchen Modellen weist ein Aufkleber im Inneren der Box darauf hin. Unabhängig davon ist die zulässige Dachlast des Autos einzuhalten. Sie steht nicht in den Zulassungspapieren. Wie viel aufs Dach darf, sagt die Betriebsanleitung. Gebräuchliche Werte sind 75 oder 100 Kilogramm. Bei Kleinwagen sind manchmal nur 50 Kilogramm zulässig. „Von der Dachlast abzuziehen sind allerdings noch das Gewicht der Box – 15 bis 30 Kilogramm – und des Dachträgers, der vier bis acht Kilo wiegt“, erläutert Schreiber. Für übliches Urlaubsgepäck reicht die verbleibende Nutzlast in aller Regel aus. Wer unsicher ist, kann das Gewicht der Gepäckstücke mit einer Personenwaage bestimmen.

Durchkommen: Dachaufbauten machen das Auto höher. Immer wieder passieren Unfälle, bei denen die Boxen in niedrigen Ein- und Durchfahrten beschädigt oder gar abgerissen werden. Parkhäuser dagegen bereiten selten Probleme, doch Garagen am Urlaubsort sind vielleicht nicht so hoch wie der heimische Stellplatz. „Wer vorher die Gesamthöhe misst und auf einem Klebezettel im Cockpit notiert“ so Philipp Schreiber, „vermeidet Überraschungen und Stress, wenn plötzlich ein Hinweisschild auf geringe Durchfahrtshöhe auftaucht.“

Spannen: Fast alle Dachboxen verfügen über Ösen und Gurte zur Sicherung der Ladung. „Die sollten unbedingt benutzt werden“, betont Schreiber. „Das vermeidet das gefährliche Verrutschen des Gepäcks.“ Ungeeignet zum Verzurren seien Schnüre und die meisten Gummi-Expander.

Verteilen: Wichtig ist die gleichmäßige Beladung. Die Hälfte des Gewichts sollte im mittleren Teil der Box liegen, also zwischen den Querrohren des Dachträgers. Davor und dahinter ist der Platz für je ein Viertel. Weil Feuchtigkeit während der Fahrt eher vorn eindringt, ist es sinnvoll, wenn dort keine in dieser Hinsicht empfindlichen Dinge liegen.

Schließen: Jeder, der schon mal eine Dachbox beladen hat, kennt wahrscheinlich den Effekt – der Deckel lässt sich nicht richtig schließen. Gewalt ist dann ebenso wenig eine Lösung wie der Ersatz der ordentlichen Verriegelung durch einen Spanngurt rund um die Box. Alle Schließteile müssen sicher eingerastet sein. Das ist auch für die Dichtheit des Transportbehältnisses wichtig. Die einzige Lösung: Ladung neu ordnen. Viele moderne Boxen sorgen dafür, dass der Schlüssel nur bei vollständiger Verriegelung abgezogen werden kann. Erhöhte Kraft lässt höchstens den Schlüssel abbrechen. Apropos: Der Zweitschlüssel sollte an Bord sein.

Schützen: Qualitativ hochwertige Dachboxen sind heute beinahe wasserdicht. Ganz auszuschließen ist der Wassereinbruch aber beispielsweise bei Fahrten durch Wolkenbrüche nicht. „Empfindliche Dinge also lieber in Plastiktüten packen“, empfiehlt Philipp Schreiber. Manche Boxen haben am Boden im hinteren Bereich an tiefen Stellen kleine Öffnungen, durch die der Sog des Fahrtwindes eingedrungenes Wasser absaugen kann. Diese Löcher dürfen nicht verstopft oder verdeckt sein.

Checken: Eine Pause auf der Reise bietet die Gelegenheit, den festen Sitz von Box und Dachträger zu überprüfen. Es kann auch nicht schaden, die Spanngurte im Inneren bei Bedarf nachzuziehen.
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