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Pressemitteilung BoxID: 499032 (TÜV SÜD AG)
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Neue Anforderungen in der Chemie- und Prozessindustrie

TÜV SÜD Chemie Service auf der ACHEMA 2012

(PresseBox) (München/Leverkusen/Frankfurt am Main, ) Komplexe Prozesstechnik, weltweite Beschaffungen und neue Werkstoffe verändern die Chemieindustrie. Für sichere, zuverlässige und wirtschaftliche Anlagen bietet TÜV SÜD Chemie Service ganzheitliche Beschaffungsstrategien, aktive Risikoprävention und verlässliche Lebensdauerprognosen. Auf der ACHEMA 2012 in Frankfurt am Main präsentieren die Experten vom 18. bis 22. Juni 2012 ihr umfassendes Leistungsspektrum für die Chemie- und Prozessindustrie (Halle 9.1, Stand C39).

Beim Global Sourcing in der Chemie-, Prozess- und Verfahrenstechnik werden die asiatischen Hersteller immer wichtiger. Sie bieten für Anlagenkomponenten wie Apparate und Druckbehälter attraktive Preisniveaus bei steigender Qualität. "Zwingend erforderlich bei der weltweiten Beschaffung sind allerdings die sorgfältige Auswahl und Evaluation des Herstellers, die 'wasserdichte' Spezifikation der Produkteigenschaften und die ausdifferenzierte Qualitätssicherung", sagt Kurt Schumacher, Experte für Global Sourcing und Mitglied der Geschäftsleitung Plant & Equipment Integrity bei der TÜV SÜD Chemie Service GmbH. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Einsparungen später nicht durch kostenintensive Nachbesserungen oder verzögerte Liefertermine aufgezehrt werden. Besonderes Augenmerk muss dabei auf der Erfüllung der im Bestimmungsland relevanten Gesetze, Regelwerke und Normen liegen. Kurt Schumacher: "Weil die späteren Probleme meistens im Detail liegen, reicht die gesetzliche Prüfung allein nicht aus." Beispiele für besonders kritische Punkte sind die Rückverfolgbarkeit von Werkstoffen oder die Vollständigkeit der erforderlichen Unterlagen wie Zeichnungen, Pläne und Dokumentationen.

Mit HAZOP-Verfahren Sicherheitsniveau steigern

Die Komplexität prozesstechnischer und stofflich-physikalischer Gefährdungspotenziale steigt kontinuierlich. In den vergangenen Jahren wurden neue Ansätze für die Risikoqualifizierung und Klassifikation von Ausfallwahrscheinlichkeiten entwickelt. "HAZOP-Verfahren bieten die Möglichkeit, die Anlagensicherheit und -verfügbarkeit systematisch und aktiv zu verbessern", erklärt Klaus-Dieter Peschel, Abteilungsleiter Plant Safety & Inspection am Standort Dormagen von TÜV SÜD Chemie Service. Zu diesem Zweck leitet ein erfahrener TÜV SÜD-Moderator ein interdisziplinäres Team aus internen und externen Experten. Für den Betrieb und für Änderungen der Anlage werden mögliche Gefahren prognostiziert, deren Ursachen und Auswirkungen beurteilt sowie Gegenmaßnahmen entwickelt. Der mehrstufige Prozess berücksichtigt technische und organisatorische Risiken, mögliche Fehlbedienungen oder äußere Einwirkungen. So lässt sich gezielt zwischen tatsächlich erforderlichen und weniger zielführenden sicherheitstechnischen Maßnahmen unterscheiden oder die beste Konzeption für die Funktionale Sicherheit von leittechnischen Komponenten klären. "Dieses Vorgehen erhöht nicht nur das Sicherheitsniveau, sondern verringert auch die Ausfallzeiten und spart unnötige Investitionen", so Peschel. Ein erfolgreich umgesetztes HAZOP-Verfahren wirke sich außerdem positiv auf das Genehmigungsverfahren und die Versicherungskonditionen einer Anlage aus.

Kunststoffe zuverlässig und dauerhaft einsetzen

Hochleistungskunststoffe ersetzen in Chemie- und Prozessanlagen zunehmend Komponenten aus Stahl. Die Vorteile: geringeres Gewicht, hohe Beständigkeit gegen chemisch-mechanische Angriffe sowie Kosteneffizienz. "Nicht nur die Grundwerkstoffe, sondern auch Füge- und Schweißverbindungen werden beispielsweise bei Kunststoffrohren und -behältern immer besser", sagt Franz Hingott, Bereich Werkstofftechnik von TÜV SÜD Chemie Service. Weil leistungsfähige Kunststoffe oder GfK-Systeme höheren Drücken und Temperaturen über einen längeren Zeitraum widerstehen, verändert das auch den Anspruch an die Lebensdauer-Prognosen und den Prüfprozess. "Um das Zeitstandverhalten zuverlässig zu bestimmen, müssen die Komponenten im Gesamtzusammenhang von der Herstellung, der Verarbeitung und den späteren Betriebsbedingungen beurteilt werden", so der TÜV SÜD-Experte. Dadurch könne das passende Prüfverfahren in Bezug auf die zugehörige Norm oder das Regelwerk ausgewählt werden.

Die international vertretenen Experten von TÜV SÜD Chemie Service kennen die Märkte aufgrund ihrer langjährigen Arbeit und von zahlreichen begleiteten Projekten. Auftraggeber profitieren davon, dass alle Leistungen vor Ort aus einer Hand angeboten werden. Zudem kann die akkreditierte Prüforganisation zugleich als Benannte Stelle und Zugelassene Überwachungsstelle arbeiten, was letztlich das Inverkehrbringen und die Inbetriebnahme von Anlagen oder Komponenten erleichtert. Das TÜV SÜD-Prüftechnikum hat Prüfplätze mit Wärmeöfen und Druckeinrichtungen selbst für höherfeste Kunststoffe.

TÜV SÜD-Vorträge auf der ACHEMA 2012:
- Montag, 18. Juni, 14:00 Uhr: HAZOP - a review on 40 years of application, trends and challenges in a changing community and legal environment (Rainer Semmler, Harmonie 2, CMF)
- Mittwoch, 20. Juni, 12:30 Uhr: Global sourcing of pressure vessels for chemical and petrochemical plants (Kurt Schumacher, Illusion 1, CMF)
- Donnerstag, 21. Juni, 11:00 Uhr: Damages of PTFE expansion joints (Franz Hingott, Illusion 2, CMF)

Weitere Informationen zu den Dienstleistungen finden Sie unter: www.tuev-sued.de/....

Die TÜV SÜD Chemie Service GmbH bietet interdisziplinäre Projekt- und Systemlösungen für die internationale Chemie- und Prozessindustrie. Die Experten führen gesetzlich oder behördlich vorgeschriebene Prüfungen an Anlagen durch und unterstützen dabei die Betreiber beim wirtschaftlichen Anlagenbetrieb.

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TÜV SÜD AG

TÜV SÜD ist ein international führender Dienstleistungskonzern mit den Strategischen Geschäftsfeldern INDUSTRIE, MOBILITÄT und ZERTIFIZIERUNG. Mehr als 16.000 Mitarbeiter sind an über 600 Standorten weltweit präsent. Die interdisziplinären Spezialistenteams sorgen für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Als Prozesspartner stärken sie die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden.