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Pressemitteilung BoxID: 896042 (TÜV Rheinland)
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Frühjahrsnebel: Leitpfosten helfen bei der Orientierung

TÜV Rheinland: Abstand halten und Ruhe bewahren / Höchstens Tempo 50 bei Sicht von 50 Metern / Rückstrahler geben im dichten Nebel wichtige Informationen

(PresseBox) (Köln, ) Im Frühjahr und im Herbst müssen Autofahrer vor allem in den Morgen- und Abendstunden mit erheblichen Behinderungen durch Nebel rechnen. Bei starkem Nebel mit Sicht unter 50 Metern fehlen Orientierungspunkte, das Gefühl für die Geschwindigkeit geht gänzlich verloren – nur der Tacho gibt Aufschluss. Doch gerade in diesen Augenblicken neigen Autofahrer dazu, das Tempo zu erhöhen. „Viele bekommen im Nebel, ähnlich wie in Tunneln, ein beklemmendes Gefühl und wollen sich davon so schnell wie möglich befreien – die schlechteste Reaktion“, sagt Steffen Mißbach, Kfz-Experte bei TÜV Rheinland. Schließlich sollte das Fahrzeug innerhalb des Sichtfeldes sicher zum Stand gebracht werden können – Geschwindigkeit drosseln und Abstand halten sind oberste Devise.

Orange Reflektoren weisen auf Ausfahrten hin
Ein ebenfalls oft beobachtetes Fehlverhalten: das Orientieren an den Rückleuchten des vorausfahrenden Fahrzeugs. Denn hier neigen Autofahrer dazu, zu dicht aufzufahren, um den Vordermann nicht aus den Augen zu verlieren. Statt sich aber auf andere Verkehrsteilnehmer zu verlassen, sollten vor allem die Leitpfosten am Straßenrand genutzt werden. Sie stehen in der Regel in 50 Metern Abstand und geben somit schon Rückschlüsse auf die Sichtweite. Bei einer Sicht von 50 Metern gilt maximal Tempo 50. Zudem liefern die Rückstrahler der Leitpfosten über die Form Informationen: An der rechten Straßenseite sind sie eckig, an der linken rund. Leuchten sie zudem orange, weisen sie auf eine Ausfahrt hin. Bei blauen Reflektoren am Straßenrand ist zusätzlich Vorsicht geboten, sie deuten auf Wildwechsel hin.

Kein Fernlicht einschalten
„Nebelscheinwerfer sind normalerweise nur bei Nebel sowie bei schlechter Sicht durch dichten Regen oder Schnee erlaubt“, sagt Mißbach. Bei einer Sicht von unter 50 Metern sollte zusätzlich die Nebelschlussleuchte eingeschaltet werden, um nachfolgende Verkehrsteilnehmer zu warnen – aber nur dann, um nachfolgenden Verkehr nicht zu blenden. Fernlicht ist im Nebel hingegen sinnlos. Ganz im Gegenteil: Es verschlechtert die Sichtbedingungen noch.

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