„Die Offenheit der Gespräche, die fachliche Qualität und die große Bereitschaft, Erfahrungen miteinander zu teilen, haben dieses Forum besonders gemacht“, erklärt Mark Vösgen, Vorstand der TRICEPT AG.
Aufsicht, Prüfung und KI: Impulse für die Praxis
Christian Schuler von der Deutschen Bundesbank erläuterte in seinem Vortrag zur 9. MaRisk-Novelle das Ziel, regulatorische Komplexität zu reduzieren und mehr Freiräume für eine eigenverantwortliche Umsetzung zu eröffnen. Im Mittelpunkt standen die angestrebte Verschlankung von Anforderungen und eine stärkere Proportionalität, insbesondere zur Entlastung kleinerer Institute.
Prof. Dr. Ralf Kühn von der Finance Audit GmbH zeigte, wie eng die DORA-Regulatorik mit der operativen Widerstandsfähigkeit von Finanzinstituten verknüpft ist. Unter anderem anhand von Strom- und Systemausfällen verdeutlichte er, wie konkret Notfallmanagement vorbereitet sein muss: Zuständigkeiten, Ansprechpersonen und Ausweichmöglichkeiten müssen vor dem Ernstfall geklärt sein. Ebenso wichtig sei es, Mitarbeitenden die Notwendigkeit regulatorischer Maßnahmen zu vermitteln.
Keynote Speaker Frank Eilers setzte mit Humor und Interaktion Impulse zum bewussten Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Seine zentrale Botschaft: KI kann Routineaufgaben übernehmen und Zeit für anspruchsvolle Tätigkeiten schaffen. Eigenständiges Denken und menschliches Urteilsvermögen bleiben dabei unverzichtbar.
Erfahrungen teilen und RIMAGO weiterdenken
In einer Gesprächsrunde berichteten die LBS Landesbausparkasse Süd, die KGAL GmbH & Co. KG und Dr. Andreas Rothe über Erfahrungen aus der RIMAGO-Praxis. Dabei wurde deutlich: Regulatorische Anforderungen lassen sich erfolgreich umsetzen, wenn Fachbereiche ihre Aufgaben kennen und deren Mehrwert verstehen.
Weitere Beiträge richteten den Blick auf aktuelle Entwicklungen: Jana Kreet stellte mit TRI HUB die zentrale Bereitstellung von Dienstleisterberichten und deren Anbindung an RIMAGO vor. Dr. Andreas Rothe beleuchtete mögliche KI-Einsatzfelder im RIMAGO-Umfeld. Mark Vösgen erläuterte geplante Releases und Weiterentwicklungen der GRC-Software.
Die stark besuchten RIMAGO Themen-Points boten Raum für individuelle Fragen, detaillierte Diskussionen und konstruktive Verbesserungsvorschläge. Auch der direkte Vergleich zwischen den Häusern erwies sich als wertvoll: Welche Vorgehensweisen funktionieren, und wie lösen andere Institute ähnliche Aufgaben?
„Der offene Austausch unter unseren Kunden und mit uns stärkt das gegenseitige Verständnis und gibt uns wertvolle Impulse, RIMAGO entlang ihrer Bedürfnisse weiterzuentwickeln“, sagt Burkhard Seck, Senior Manager der TRICEPT AG.
Positive Resonanz und Perspektive auf Fortsetzung
Das industrielle Ambiente der Alten Maschinenhalle und die offene Atmosphäre schufen den passenden Rahmen für persönliche Begegnungen. Beim gemeinsamen Abend wurden Kontakte vertieft und bis Mitternacht getanzt.
Die durchweg positiven Rückmeldungen bestärken TRICEPT darin, das Format fortzuführen. Eine zweite Auflage des RIMAGO FORUMS ist bereits in Planung – möglicherweise schon für 2027.
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