Beliebteste Arbeitgeber an Schulen: Polizei und Gesundheitsunternehmen

Arbeitgeber aus dem Gesundheitswesen werden trotz Corona-Krise immer beliebter bei Schülern und Schülerinnen - Polizei und Bundeswehr weiterhin auf den Top-Plätzen

Grafik Trendence Schülerbarometer 2021
(PresseBox) ( Berlin, )
Eine Karriere bei der Polizei oder der Bundeswehr steht weiter hoch im Kurs auf deutschen Schulhöfen. Das ergibt der aktuelle Trendence Schülerbarometer für den in diesem Jahr bundesweit 25.010 SchülerInnen der Klassen 8 bis 13 befragt wurden. Demnach verteidigte die Polizei den ersten Platz als attraktivster Arbeitgeber für junge Menschen, gefolgt von der Bundeswehr sowie Daimler auf Rang 3. In Zeiten der Pandemie allerdings besonders bemerkenswert: Vor allem Unternehmen aus dem Gesundheitswesen sind auf der schulischen Beliebtheitsskala deutlich auf dem Weg nach oben. Im letzten Jahr noch gar nicht in der Wertung ist ihre Branche 2021 bereits die viertbeliebteste für den Berufseinstieg. Zudem gelang den Helios-Kliniken der mit Abstand größte individuelle Sprung im Ranking. Der Klinikverbund sprang im Ranking von Platz 87 auf 13. Zudem: Johanniter und Malteser – letztes Jahr noch ohne Stimmen – stiegen auf den Rängen 21 und 26 gleich sehr hoch in das Ranking ein. In den Top-Ten tummeln sich indes neben den Arbeitgebern aus dem Öffentlichen Dienst vor allem die großen Automobilbauer. Mit Daimler, BMW, Porsche und Audi sind vier von ihnen unter den beliebtesten zehn Unternehmen vertreten. Vor allem Porsche konnte sich steigern und kletterte im Vergleich zum letzten Jahr gleich um vier Plätze auf Rang 5.

Absolut erste Wahl ist und bleibt allerdings bei Jungs und Mädchen der öffentliche Sektor. 44% der Befragten nennen diesen als ihre Wunsch-Branche, gefolgt von der Automobil-industrie (20%), dem Handel (15%) und eben neu im Ranking dem Gesundheitswesen mit 10% der Stimmen. Vor allem Mädchen interessieren sich für eine Karriere in öffentlichen Organisationen oder Institutionen. 51% von ihnen geben dies an, während der betreffende Prozentwert bei den Jungs bei 36% liegt, was aber auch dort noch den Spitzenwert bedeutet. 

„Der öffentliche Dienst liegt nach wie vor hoch im Kurs bei der jüngsten Arbeitsmarktgeneration. Aber die Entwicklung von Unternehmen aus dem Gesundheitswesen ist etwas überraschend. Offenbar erkennen junge Menschen gerade in Zeiten in denen der Mangel an Pflegekräften tagtäglich offensichtlich wird, dass sich hier ein Berufsfeld mit Zukunft und vor allem Sinnperspektive für sie auftut“, so Robindro Ullah vom Trendence Institut zu den Ergebnissen des Schülerbarometers. 

Zusammenhalt und Erfüllung werden wichtiger, Gehalt verliert an Gewicht

Die wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Arbeitgebers sind der Kollegenzusammenhalt, die Sinnperspektive sowie ein fairer und diverser Bewerbungsprozess, der vor allem den Schülerinnen sehr wichtig ist. Weniger wichtig indes: das internationale Umfeld eines Unternehmens. Darüber hinaus verliert das Gehalt bei der Berufswahl spürbar an Bedeutung. Vor Jahresfrist ordneten dies noch 59% der StudienteilnehmerInnen als besonders wichtig ein. In der aktuellen Auswertung geben dies nur noch 46% an. 

Smartphone unverzichtbar für die Jobsuche

Wenn es darum geht, mit welchen Devices junge Menschen auf die Suche nach dem passenden Job zum Berufseinstieg gehen, hat sich das Smartphone endgültig durchgesetzt. 77% der Befragten nutzen es unter anderem auch für die Jobsuche – das sind noch einmal 10% mehr als im vergangenen Jahr. Dieses Medienverhalten bedeutet gleichzeitig, dass auch soziale Netzwerke, die eben in erster Linie mit dem Smartphone genutzt werden, immer mehr zu beliebten Informationsmedien in Sachen Karriere werden. So nutzen fast zwei Drittel (63%) auch soziale Netzwerke dafür. Um etwa den Kontakt mit Arbeitgebern aufzunehmen, erhalten vor allem Instagram (52%), WhatsApp (48%) und youtube (33%) ein „Like“ von der jungen Generation. 

„Lange galten soziale Medien als unbrauchbar für das Personalmarketing. Schon im letzten Jahr hatte sich angedeutet, dass dies so nicht mehr haltbar ist. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass Insta & Co. wichtige Medien für die Kommunikation einer Arbeitgebermarke werden. Wer hier den Zug verpasst, verpasst auch wichtige Talente“, so Robindro Ullah. 

Über die Analyse

Für die Erhebung befragte das Trendence Institut 25.010 Schüler und Schülerinnen der Klassen 8-13. Dabei wurden nur allgemeinbildende Schulen einbezogen. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer*innen betrug zum Zeitpunkt der Befragung (Januar 2021) 16,5 Jahre. 36,2% streben das Abitur an, 36,8% die Mittlere Reife, 9,6% den Hauptschulabschluss sowie 17,4% die Fachhochschulreife. 
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