thyssenkrupp installiert in Aserbaidschan die längsten in Deutschland produzierten Fahrtreppen

thyssenkrupp installiert in Aserbaidschan die längsten in Deutschland produzierten Fahrtreppen (PresseBox) ( Essen, )
  • Mit beeindruckenden 100 Metern Länge und 48,7 Metern Förderhöhe – so hoch wie ein 15-stöckiges Haus - sind die Stahlgiganten von thyssenkrupp die längsten, die das Unternehmen jemals produziert und in Betrieb genommen hat
  • Die Fahrtreppen erhöhen die Transportkapazität in den U-Bahn-Stationen von Baku um 50 Prozent
Premiere in Baku: Die längsten Fahrtreppen, die thyssenkrupp Elevator und die überhaupt in Deutschland gebaut wurden, haben in Aserbaidschan den Betrieb aufgenommen. Die branchenweit vier einzigartigen „Baku-Modelle“ helfen den Betreibern bei der Bewältigung der stetig steigenden Pendlerströme – mehr als 231 Millionen Passagiere nutzen die Metro der Stadt in jedem Jahr. Mit den neuen Fahrtreppen genießen die Fahrgäste den Komfort und die Lebensqualität, den die 2,27 Millionen-Metropole ihren Einwohnern in puncto urbane Mobilität verspricht.

Die vier Konstruktionen mit ihren wahrhaft beeindruckenden Maßen sind schmaler als gewöhnlich, schenken den Nutzern aber dennoch ausreichend Platz. Erreicht wird das durch einen baulichen Clou: Motor und Getriebe werden nicht wie sonst üblich inner-, sondern außerhalb des Trägers der Treppe eingebaut. Durch die eingesparte Breite konnte thyssenkrupp Elevator in Baku vier statt zuvor drei Exemplare in einen Schacht verbauen. So können mehr Menschen gleichzeitig von den Gleisen hoch in die Bahnhofshalle und wieder herunter transportiert werden. Die Kapazität der Fahrtreppen im Schacht erhöht sich um 50 Prozent.

Trotz der Geschwindigkeit von 0,75 Metern pro Sekunde wird der Passagier in Baku angesichts der schieren Länge der Fahrtreppen länger unterwegs sein als beispielsweise jemand, der in Deutschland mit einer handelsüblichen Fahrtreppe zum Bahnsteig gelangt: Fast zweieinhalb Minuten dauert die Fahrt. Von oben sieht man das Ende der Fahrtreppen in der U-Bahn-Station nicht, so tief geht es in die Erde. Noch längere Fahrtreppen wird es nur für die Metro Moskau geben: Ebenfalls aus dem Hause thyssenkrupp Elevator werden dort demnächst 53 Meter hohe Fahrtreppen verbaut.

Die Inbetriebnahme ist der Projektabschluss einer 2017 gewonnenen, öffentlichen Ausschreibung des Essener Unternehmens, 25 Fahrtreppen innerhalb von zwei Jahren nach Aserbaidschan zu liefern. Der Vertrag umfasst einen zweistelligen Millionen-Eurobetrag und beinhaltet acht Fahrtreppen mit einer großen Förderhöhe für die bestehenden Stationen Sahil und Khatai sowie 17 Fahrtreppen für eine neue Metrostation.

„Wir sind stolz auf die rekordverdächtigen Ausmaße unserer Mobilitätslösung für Baku. Logistik und Installation waren durchaus anspruchsvoll, unsere Teams haben hier ganze Arbeit geleistet. Mit mehr als 231 Millionen Fahrgästen pro Jahr muss die U-Bahn ein erhebliches Aufkommen bewältigen. Unsere Fahrtreppen unterstützten die vielversprechenden Zukunftsperspektiven für die aufstrebende Stadt“, kommentiert Helmut Brandl, CEO der Landesorganisation Russland und Osteuropa bei thyssenkrupp Elevator, das Projekt.

Sämtliche Komponenten der jeweils 100 Meter langen Treppen mussten zunächst mit 36 Lkw von der Hamburger Produktionsstätte in den Kaukasus transportiert werden, wo dann die Montage stattfand. In Hamburg nutzten die Arbeiter spezielle Gerüste, um überhaupt an den Stahlgiganten arbeiten zu können.

Jede Treppe wiegt um die 75 Tonnen – so viel wie 50 VW Golf. Die Länge der Umlaufkette mit den Stufen beträgt 1,7 Kilometer, womit sie die Schwimmstrecke eines olympischen Triathlons deutlich übertrifft. Jede Fahrtreppe transportiert täglich rund 164.000 Menschen (60 Millionen im Jahr) und legt eine Strecke von 54 Kilometern zurück. Das sind 19.700 Kilometer per annum – der halbe Erdumfang.

Zusätzlich zu den Fahrtreppen liefert thyssenkrupp Elevator auch 307 Aufzüge für diverse Gebäude nach Baku. Die Lifts für Baku sind der größte Exportauftrag, den thyssenkrupp Elevator bis dato in Korea produziert hat.
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