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Pressemitteilung BoxID: 233882 (Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport)
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Zwei Millionen Euro für zwei ProExzellenz-Forschungsvorhaben

Kultusminister Müller: "Stärkung des Forschungsstandorts Thüringen"

(PresseBox) (Erfurt, ) Das Thüringer Kultusministerium fördert aus dem Landesprogramm ProExzellenz zwei Vorhaben in Höhe von insgesamt zwei Millionen Euro. Entsprechende Empfehlungen wurden in der dritten Beratung der Programmkommission gegeben. Das teilte Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) heute in Erfurt mit. Zusammen mit den Empfehlungen der vorherigen Beratungen hat die Programmkommission damit Zusagen für 29,7 Millionen Euro gegeben. Insgesamt stehen im Landesprogramm 50,3 Millionen Euro zur Verfügung. Die dritte und letzte Antragsfrist endet am 15. Februar 2009

Kultusminister Müller unterstreicht die Bedeutung des Landesprogramms: "ProExzellenz bündelt bedeutende Maßnahmen zur Stärkung der Bereiche Forschung, Innovation, Nachwuchs und Lehre. Als Teil der Zukunftsinitiative 'Exzellentes Thüringen' trägt das Programm wesentlich dazu bei, den Forschungsstandort Thüringen weiter zu stärken und unsere Hochschulen für Studenten aus aller Welt noch attraktiver zu machen."

Das Vorhaben "Häm und Häm-Abbauprodukte - Heme and Heme Degradation Products, (HHDPs) der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) untersucht Entstehung und Eigenschaften des Blutfarbstoffs Häm, der durch seine Funktion im Hämoglobin zum Transport von Sauerstoff im Körper bekannt ist. Die molekularen Prozesse, die der Wirkung von Häm und Häm-Abbauprodukten zugrunde liegen, sind allerdings noch völlig unverstanden. An der FSU werden jetzt Forscher aus unterschiedlichen Disziplinen (Neurologie, Intensivmedizin, Molekulare Physiologie und Biophysik, Biochemie bis hin zur Biophotonik und der Synthesechemie) unter Leitung von Professor Stefan Heinemann die Entstehung und alternativen Funktionen von HHDPs erforschen. Die Förderung mit insgesamt einer Million Euro in den Jahren 2009-2011 soll auch zur Schwerpunktbildung der FSU im Hinblick auf die nächste Exzellenzinitiative des Bundes beitragen.

Die Forschungsinitiative "MikroPlex" der FSU untersucht die Grundlagen für innovative Schnellmethoden zur Identifizierung von Bakterien und Pilzen sowie ihrer sekundären Stoffwechselprodukte in komplexen Medien (z. B. Lebensmitteln, Böden, etc.). Das Spektrum der zu untersuchenden Methoden reicht in diesem Vorhaben von modernen spektroskopischen Methoden über die Kombination von mikrobiologischen Färbetechnologien mit spektroskopischen Mikroskopieverfahren bis hin zu DNA-basierten Mikrochip-Verfahren. Dem Vorhaben unter Leitung von Professor Jürgen Popp stehen dafür eine Million Euro zur Verfügung. Zudem soll die Kooperation zwischen den lebenswissenschaftlichen Institutionen und den stark technologisch-orientierten Instituten in Jena ausgebaut werden.