Intelligente Automation sichert Lieferfähigkeit

Deutschlands einzige AutoEye-Anlage läuft bei Holzbau Schnoor in Burg

250 geladene Gäste waren am 29. März 2019 nach Burg gekommen, um bei der feierlichen Einweihung und Inbetriebnahme der AutoEye-Anlage bei Ing.-Holzbau Schnoor dabei zu sein. Foto: Achim Zielke für Ing.-Holzbau Schnoor, Burg; www.schnoor.de (PresseBox) ( Burg/Sachsen-Anhalt, )
Rund elf Millionen Euro hat Ing.-Holzbau Schnoor seit 2016 in die Entwicklung und Einbindung zukunftsfähiger Produktionsanlagen investiert. So zum Beispiel in den Bau von „Halle 5“, wo in State-of-the-Art-Manier auf zwei Weinmann-Fertigungsstraßen täglich 350 qm Wand-, Dach- und Deckenelemente entstehen. Damit nicht genug: Zur optoelektronisch gesteuerten Vorfertigung von Nagelplattenbindern hat das expansive Unternehmen Ende März Deutschlands einzige AutoEye-Anlage in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um eine völlig neuartige Produktionstechnologie, die bei der Herstellung selbst komplexer Holzbauelemente weitestgehend autonom agiert. Der Effekt: Durch den Einsatz modernster Maschinentechnik kann Ing.-Holzbau Schnoor Kunden kurzfristige Belieferung auch in Zeiten höchster Nachfrage garantieren.

„Mit der AutoEye-Anlage des schwedischen Anbieters Randek können wir komplette Gebinde für Dachkonstruktionen vollautomatisch im Minutentakt herstellen. 40 Nagelplattenbinder pro Stunde sind bereits am Anfang drin; eine Steigerung der Produktionsleistung wird im Anschluss an die Anlaufphase angepeilt“, frohlockt Firmenchef Kay-Ebe Schnoor, dessen innovationsbegeisterter Betrieb zweifelsohne zu Europas Pionieren in der Holzbau-Automatisierung zählt. Dies eindrucksvoll unter Beweis zu stellen, lud Ing.-Holzbau Schnoor am 29. März ins sachsen-anhaltinische Burg: In der dortigen Hauptniederlassung wurde unter den Augen von rund 250 geladenen Gästen die neue AutoEye-Anlage feierlich eingeweiht und in Betrieb genommen.

„Für das Schaffen von dringend benötigtem Wohnraum durch serielle Fertigung kommt mir die AutoEye wie eine glückliche Fügung vor. Dies umso mehr, als uns die programmgesteuerte Maschinentechnologie ermöglicht, noch flexibler als bisher auf sich ändernde Bedürfnisse im Markt einzugehen und die Produktion von jetzt auf gleich entsprechend anzupassen“, betonte Kay-Ebe Schnoor.

Auf steigende Nachfrage eingestellt

Absehbar ist schon jetzt, dass der Bedarf an Bauteilen sowie montagebereit vorgefertigten Wand-, Dach- und Deckenelementen aus Holz in erheblichem Umfang weiterhin stark zunehmen wird, nachdem sich die Bundesländer Baden-Württemberg und Berlin offiziell für eine bevorzugte Errichtung von öffentlichen Gebäuden aus Holz ausgesprochen haben. Die Signalwirkung, die von dieser erfreulichen, in erster Linie dem Klimaschutzgedanken geschuldeten Positionierung ausgeht, dürfte schon bald zu ähnlichen Absichtserklärungen weiterer Bundesländer führen. Dies ist umso wahrscheinlicher, als mit Niedersachsen bereits das dritte Bundesland eine massive Verstärkung der Holzbauaktivitäten der öffentlichen Hand angekündigt hat; in diesem Sinne hatte sich auf der Frühjahrstagung des Deutschen Holzfertigbau-Verbandes e.V. (DHV; www.d-h-v.de) Anfang April Niedersachsens Staatssekretär Dr. Berend Lindner vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung geäußert.

Holzwirtschaft auf dem Weg zur Industrie

Was der zunehmende Einzug industrieller Maschinen- und Robotertechnik sowie selbstüberwachender Steuerungsprogramme in die Werkstätten und Fertigungshallen für das Handwerk und insbesondere den in Deutschland boomenden Holzbau mit sich bringt, lässt sich in seiner ganzen Tragweite heute nur erahnen.

„Mir scheint, dass uns diese nagelneue AutoEye-Technologie auf dem Weg zur künftig völlig autonomen Produktion von Holzbauelementen einen Quantensprung nach vorne bringt“, kommentierte Dipl.-Ing. Oliver Amandi, Geschäftsführer des in Köln ansässigen Nagelplattenherstellers MiTek Industries (www.mitek.de) , der auch Ing.-Holzbau Schnoor beliefert.

In Schweden entwickelt, weltweit begehrt

„Sie ist erst die neunte in der Welt – und wir sind richtig stolz darauf, dass die deutsche Nr. 1 hier in Burg bei einem der wohl innovativsten und erwiesenermaßen besonders leistungsstarken Holzbauunternehmen steht“, drückte Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann seine Freude über die technologische Errungenschaft aus, als er zur Inbetriebnahme der AutoEye-Anlage zusammen mit Marion und Kay-Ebe Schnoor auf den roten Startknopf drückte.

Das hörte ein Gast ganz besonders gern: Konstrukteur Åke Svensson vom Anbieter Randek aus Schweden war extra aus Skandinavien angereist, um den Moment der Inbetriebnahme persönlich mitzuerleben: In die Entwicklung der AutoEye habe er die besonderen Erfahrungen einfließen lassen, über die man in den dünn besiedelten Ländern Skandinaviens mit der industriellen Holzver- und -bearbeitung par excellence verfügt, hob Kay-Ebe Schnoor hervor, als er sich für die unermüdliche Einsatzbereitschaft des schwedischen Anlagenbauers bei der Feinabstimmung und Montage in Burg bedankte. Zum Vergleich: In Schweden leben rund achteinhalb Millionen Menschen, bei uns in Deutschland etwa zehnmal so viel. Qualifizierte Arbeitskräfte sind deshalb in Schweden deutlich teurer, weshalb produzierendes Gewerbe und die Industrie dort eine hochgradige Automation der Produktion anstreben. Konsequente Digitalisierung entlang der gesamten Produktions- und Lieferkette ist somit die logische Konsequenz. Daraus resultiert ein Know-how-Vorsprung, der schwedische Unternehmen wie Randek weltweit zu gefragten Industrialisierungspartnern des Holzbaus macht.

Automatisierung ist die Zukunft

Natürlich hatte es der Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalts nicht wörtlich gemeint, als er davon sprach, dass die erste und einzige deutsche AutoEye-Anlage in Burg „steht“. Dort „steht“ sie keineswegs, vielmehr läuft und läuft sie und kann im Schichtbetrieb täglich mehrere hundert Nagelplattenbinder produzieren – und das in fast jedem erdenklichen Format!

Fazit: „Automation schafft Wettbewerbsvorsprung“ (Kay-Ebe Schnoor)

„Wenn ‘Künstliche Intelligenz‘ Maschinen steuert und das Programm den nächsten Schritt von selbst bestimmt, gewinnt der Fachmann Freiraum, um Ideen zu entwickeln und kreativ zu sein. Sich hingegen mit Routinen aufzuhalten und qualifizierte Mitarbeiter mit wiederkehrenden Abläufen zu blockieren, kann für die Kunden recht bald unerschwinglich werden oder das Unternehmen einen Teil der Rendite kosten. Das gilt umso mehr, wenn der akute Mangel an Fachkräften auch im Holzbau mehr und mehr zunimmt. Die Rahmenbedingungen so zu stecken, dass Unternehmertum sich lohnt und proaktives Arbeiten auch in Nischenmärkten möglich bleibt, ist eine Aufgabe, die der Politik zufällt; zugleich erfordert sie das Wissen der Verbände um Gestaltungsmöglichkeiten, wenn es Chancen wie die Förderung der automatisierten Produktion im Holzbau zu erkennen gilt.“, resümiert Kay-Ebe Schnoor, der als Unternehmer u.a. in der Gütegemeinschaft Nagelplattenprodukte e.V. sowie im Interessenverband Nagelplatten e.V. (GIN; www.nagelplatten.de) aktiv ist, um zugunsten aller Mitgliedsfirmen das Wirtschaftsleben holzbaufreundlich zu gestalten.

Wissenswertes über Nagelplattenbinder, vorgefertigte Wand-, Dach- und Deckenelemente sowie die Vorzüge der betrieblichen Automatisierung im Holzbau gibt es bei und von der Ing.-Holzbau Schnoor GmbH & Co. KG, Tuchmacherweg 1, 39288 Burg, Fon 0 39 21/93 00-0, E-Mail info-burg@schnoor.de bzw. im Büro Husum, Industriestr. 24, 25813 Husum, Fon 0 48 41/9 72-0, E-Mail info-husum@schnoor.de, Web www.schnoor.de
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