Europa auf dem Weg zum Holzbau-Kontinent

Rückenwind aus Brüssel für nachhaltige Baustoffe

Richtungsweisend: Holzbauunternehmer Erwin Taglieber aus Oettingen/Bayern ist Präsident des Deutschen Holzfertigbau-Verbandes e.V. (DHV), dem über 240 mittelständische Fertighaushersteller und Zulieferbetriebe angehören. Sitz des Verbandes ist Ostfildern bei Stuttgart / Bild: Achim Dathe für den DHV, Ostfildern; www.d-h-v.de
(PresseBox) ( Brüssel/Ostfildern, )
Wo, wie und womit sollen wir bauen, um möglichst allen Menschen in unserer Mitte ein Dach über dem Kopf zu geben? EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 18. Oktober mit der Bau-Zukunft Europas befasst. DHV-Präsident Erwin Taglieber greift ihre zentrale Botschaft auf und bezieht für die über 240 Mitgliedsunternehmen im Deutschen Holzfertigbau-Verband Position.

„Wir müssen Ursula von der Leyen dankbar sein, dass sie sich in der Frage, womit wir bauen wollen, so klar für die vermehrte Verwendung nachhaltiger Naturmaterialien wie Bambus und Holz ausspricht. Die EU-Kommissionspräsidentin macht damit deutlich, wie die Errichtung von Wohn- und anderen Gebäuden in den EU-Mitgliedsstaaten in Zukunft auszusehen hat, wenn wir den sozialen Wandel in der Gemeinschaft meistern und die Klimakrise in den Griff bekommen wollen: Die Antwort heißt, dass wir in Europa mehr denn je mit Holz und in jedem Fall mit nachwachsenden, klimaschonenden Materialien bauen werden.“, bringt DHV-Präsident Erwin Taglieber die für die Bauwirtschaft wesentliche Kernbotschaft von der Leyens auf den Punkt.

Primärenergiebilanz ist mitentscheidend

Seiner Meinung nach hat die Präsidentin der EU-Kommission vollkommen Recht, wenn sie die Wahl zukunftsfähiger Baustoffe mit der Frage nach deren Energiebilanz verknüpft. „Es spielt für unser Klima und die Bewohnbarkeit unseres Planeten eine entscheidende Rolle, wie viel Primärenergie zur Herstellung von Baumaterialen aufzuwenden ist. Schließlich fließen rund 40 Prozent aller Ressourcen gegenwärtig in den Bausektor, werden ebenfalls rund 40 Prozent aller Emissionen von Gebäuden freigesetzt. Die Eigenschaft von Holz, als Baumaterial große Mengen des Klimakillers CO2 über die gesamte Nutzungszeit zu binden, ist insofern ein Segen. Deshalb ist es auch nur konsequent, das Bauen mit Holz über Deutschland hinaus auf gesamteuropäischer Ebene zu forcieren und zu fördern“, unterstreicht DHV-Präsident Erwin Taglieber. Als erfolgreicher Fertighaushersteller mit hochmodernem Werk in Oettingen/Bayern geht der Unternehmer selbst täglich mit Holz um und kann sich auch aus forstwirtschaftlicher Sicht ein Urteil über die vorzügliche Eignung des Naturbaustoffs erlauben.

Faustformel:
Jeder Kubikmeter Bauholz bindet eine Tonne Kohlendioxid.


„Europa schöpft das Holzbau-Potenzial des Waldes bislang nur zu zwei Dritteln aus. Man muss sich vor Augen führen, dass die bewaldete Fläche unseres Kontinents täglich in einer Größenordnung von etwa 1.500 Fußballfeldern wächst; davon werden zu Bauzwecken aber nur 1.000 verwendet. Das bedeutet im Ergebnis, dass der Wald Europas jeden Tag um die Fläche von 500 Fußballfeldern größer wird!“  

Weitere wissenswerte Fakten über das Bauen mit Holz gibt es beim Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV) c/o FORUM HOLZBAU, Hellmuth-Hirth-Str. 7, 73760 Ostfildern, info@d-h-v.de, www.dhv.de
Leistungsstarke Interessengemeinschaft: DHV, ZMH und 81fünf

Mit zusammen über 300 Mitgliedsbetrieben bilden der Deutsche Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV, Ostfildern), die Vereinigung ZimmerMeisterHaus (ZMH, Schwäbisch Hall) und das Unternehmer-Netzwerk 81fünf high-tech & holzbau AG (Lüneburg) eine leistungsstarke Gemeinschaft, die übereinstimmende Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft seit Dezember 2015 gebündelt artikuliert. Größte Organisation in diesem Verbund ist der DHV, der als zentrales Sprachrohr fungiert. Zu den Mitgliedsunternehmen der drei holzwirtschaftlichen Verbände, die das Bauen in Deutschland nachhaltig mitgestalten, zählen Holzfertigbaubetriebe, Architektur- und Planungsbüros sowie Zulieferfirmen aller baubeteiligten Gewerke. Darüber hinaus gehören Sägewerke, Baumaschinenhersteller sowie Dienstleister aus bauaffinen Branchen wie zum Beispiel Gebäude-Energieberater, Statiker, Softwareentwickler, Vermessungsingenieure und Medienvertreter dem holzwirtschaftlichen Interessenverbund an. Das gemeinsame Ziel heißt Holzbau komplett: von der Beratung über die Planung und Vorfertigung bis zur bezugsbereiten Ausführung von Wohnhäusern, Büro-, Gewerbe- und Zweckbauten in allen erdenklichen Formen und Größen. Weitere Informationen: www.d-h-v.de 
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