Ist die Schweizer IT-Branche in der Finanzkrise?

Ist die Schweizer IT-Branche in der Finanzkrise?
(PresseBox) ( München, )
In einer aktuellen Studie untersucht das Beratungs- und Marktanalysehaus PAC die Trends im Schweizer Software- und IT-Services-Markt nach Branchen und Investitionsbereichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die IT-Investitionen in den kommenden vier Jahren weiter steigen werden, sich nach Bereichen und Branchen jedoch starke Unterschiede abzeichnen. Nachdem die Bankenbranche in den vergangenen drei Jahren kräftig investiert hat, rechnet PAC durch die Finanzkrise mit einer Abschwächung im Projektgeschäft. Anders verhält es sich in der Transport- und Energiebranche: Während im Moment noch Zurückhaltung herrscht, erwartet PAC in den kommenden Jahren eine höhere Investitionsbereitschaft.

In 2007 ist der Markt für Software und IT-Services durchschnittlich um knapp 7% gewachsen. Schweizer Unternehmen zeigen sich offen gegenüber modernen IT-Systemen. Eine wichtige Rolle spielen die Optimierung und Konsolidierung der IT-Infrastruktur, auch kundennahe Prozesse genießen hohe Priorität. Für die kommenden vier Jahre prognostiziert PAC insgesamt jedoch ein schwächeres Wachstum. "Das Projektgeschäft wird langsamer wachsen, aber gleichzeitig rechnen wir im Outsourcing mit einem höheren Wachstum als bisher, da immer mehr Unternehmen erkennen, dass die externe Betreuung ihrer IT-Systeme und Anwendungen durch Spezialisten Vorteile birgt", so Julia Reichhart, Senior Consultant bei PAC. "Die Zunahme im Outsourcing wird ein Stück weit auf Kosten des Projektgeschäfts gehen, das durch die aktuelle Finanzkrise zusätzlich abflaut."

Angespannte Situation in der Bankenbranche

Der Bankensektor zählt seit drei Jahren zu den Wachstumstreibern. Vor allem Kantonalbanken haben in den vergangenen Jahren ihre Kernbankensysteme erneuert. Zu den weiteren Investitionsthemen im Bankenbereich zählen Risikomanagement, Vertrieb und Kundenorientierung. Die Profiteure dieser Trends sind sowohl Hersteller von Standardsoftware, die vermehrt zum Einsatz kommt, als auch IT-Services-Anbieter, die sich auf die Bankenbranche spezialisiert haben. "Durch die Finanzkrise werden viele Banken zumindest vorübergehend Sparmaßnahmen ergreifen, was sich in den kommenden Monaten vor allem auf das IT-Projektgeschäft negativ auswirken wird", so Eike Bieber, Consultant bei PAC. "Aufgrund des hohen Kostendrucks rechnen wir andererseits mit neuen Outsourcing-Aufträgen. Einige Outsourcing-Anbieter haben uns bestätigt, dass die Anzahl der Anfragen in den vergangenen Monaten zugenommen hat." Einen Schritt in Richtung Sparkurs ist die Credit Suisse bereits gegangen, indem sie sich bei ihren IT-Dienstleistern um eine Senkung der Tagessätze bemüht.

Das Schlusslicht bilden Energieversorger und Logistikunternehmen

Energieversorger und Logistikunternehmen sind im Durchschnitt weniger investitionsfreudig, wenn es um IT-Projekte geht. Im stark fragmentierten Energiemarkt der Schweiz verspüren die Unternehmen aufgrund der zögerlichen Deregulierung wenig Kostendruck. Nachdem nun verbindliche Daten für die Marktöffnung festgelegt wurden, ist mit einer stärkeren Dynamik am Markt zu rechnen, die mittelfristig IT-Investitionen nach sich ziehen wird. Die Wachstumsaussichten bleiben jedoch verhalten. Im Transportgewerbe dagegen sind Kosten- und Wettbewerbsdruck heute bereits hoch. IT-Projekte zielen vor allem auf die Erhöhung der Effizienz und stärkere Automatisierung der Arbeitsabläufe ab. Durch den Kostendruck ist mit neuen Outsourcing-Verträgen speziell im Logistikbereich zu rechnen.

PACs Studie "Software & IT Services Industry (SITSI) in Switzerland 2008" analysiert den Markt für Software und IT-Services in der Schweiz. Neben detaillierten quantitativen Marktdaten enthält die Studie qualitative Informationen über Entwicklungen, Wachstumstreiber und Herausforderungen in den Bereichen Software, Projektgeschäft und Outsourcing sowie für neun Hauptbranchen. Für die Branchen Transport & Logistik, Public Sector, Banking und Insurance sind zudem vertiefende Berichte mit detaillierten Marktzahlen und Analysen erhältlich. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Website www.pac-online.com.
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