'Elternhaus' der Uniklinik nutzt alles an regenerativer Energie

Wärmepumpen-Kaskade, Lüftung, Kühlung und Solaranlage

Im Technikraum des Elternhauses mit einer der insgesamt drei Großwärmepumpen (von links): Johann Englmann vom Ingenieurbüro Martin, Andreas Krüger vom Energieversorger REWAG, Helmut Paulus und Gerd Wolfrum von STIEBEL ELTRON sowie Architekt Manfred Blasch
(PresseBox) ( Holzminden, )
Ein krankes Kind zu haben ist das Schlimmste, was Eltern passieren kann. Natürlich wollen sie ihrem Nachwuchs in schweren Stunden so nah wie möglich sein. Mit Unterstützung des Vereins zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder Ostbayern (VKKK) konnte jetzt ein Gebäude in Regensburg gebaut werden, in dem Eltern, deren Kinder in der direkt nebenan errichteten Uniklinik behandelt werden müssen, während der Zeit des Krankenhausaufenthalts wohnen können. Bei der Planung der Haustechnik des 'Elternhauses' wurde größter Wert auf die Nutzung erneuerbarer Energien gelegt. Die Rewag, der örtliche Energieversorger, hat von Anfang an ihre Unterstützung des Vorhabens signalisiert. Drei Wärmepumpen in Reihe (Kaskadenschaltung) fungieren als Heizungsanlage und bereiten Warmwasser. Dabei werden sie von einer Lüftungsanlage und der Solaranlage unterstützt. Das komplette System wird von der Rewag als Contracting-Modell betrieben.

Die Entscheidung zugunsten der Wärmepumpenanlage unterstützte auch Architekt Manfred Blasch aus Regensburg: "Es war der unbedingte Wunsch des Bauherren, zukunftssicher, wirtschaftlich und nachhaltig zu bauen. Aktueller Stand der Technik ist die Wärmepumpe, die ich auch bei anderen Vorhaben, wann immer es die Situation erlaubt, favorisiere und dem Bauherren primär vorschlage."

Knapp 3.000 Quadratmeter Fußbodenheizung wurden in dem modernen Baukörper verlegt, zusätzlich Heizkörper in den Appartements installiert. Das Verteilsystem ermöglicht niedrige Systemtemperaturen, was die Effizienz des Heizsystems weiter verbessert. Die drei Wärmepumpen vom Typ WPF 40 von STIEBEL ELTRON nutzen Umweltenergie aus dem Erdreich: Eine Soleflüssigkeit zirkuliert in senkrecht in die Erde eingebrachte Kunststoffrohre, wird erwärmt und transportiert die so aufgenommene Wärme zur Wärmepumpe. Die insgesamt 28 Bohrungen für die mit der Sole gefüllten Kunststoffrohre wurden von der Bohrfirma GEOWELL erstellt, einem auf Wärmepumpen-Bohrungen spezialisierten Tochterunternehmen von STIEBEL ELTRON. Jedes Bohrloch ist zwischen 70 und 90 Meter tief. "Mit den durchgeführten Arbeiten werden der höchstmögliche Wärmeentzug und damit die optimale Energiegewinnung aus dem Erdreich sichergestellt", weiß Johan Englmann vom Ingenieurbüro Martin, das für die Planung der technischen Gebäudeausrüstung verantwortlich zeichnet. "Andererseits funktioniert das Zusammenspiel zwischen den beiden Unternehmen bestens, und die Produkte sind genau aufeinander abgestimmt."

Fünf Pufferspeicher SBP E SOL und SBS W SOL von STIEBEL ELTRON mit jeweils 1.500 Liter Inhalt bevorraten das Heizungswasser, zwei davon sind gleichzeitig Durchlaufspeicher für die Warmwasserversorgung. Die vorhandene Solaranlage unterstützt die Heizung und speichert ihre Solarwärme ebenfalls in diesen Speichern. "Dank unserer jahrelangen Erfahrung, unseres großen Knowhows und unserer umfangreichen Produktpalette gerade in den Bereichen Wärmepumpe und Speicher können wir auch komplexe Anfragen problemlos bedienen", verdeutlicht Helmut Paulus von STIEBEL ELTRON die Vorteile des Herstellers, der in Systemen denkt und mit seiner Produktvielfalt komplette Heizungsanlagen mit allen Komponenten effizient ausstatten kann.

Die Kühlung der 21 Appartements verschiedener Größe und der integrierten Gemeinschaftsräume erfolgt hauptsächlich über die Flächenheizung. Das Heizungswasser gibt die in den Räumen aufgenommene Wärme an die Soleflüssigkeit ab, die in den Bohrlöchern im Boden zirkuliert und so die überschüssige Energie an heißen Tagen dem dann "kalten" Erdreich wieder zuführt. Zusätzlich wurde in den Räumen ein Kühlregister installiert, das wiederum mit einem eigenen Leitungssystem ausgestattet ist. In diesem zirkuliert normales Wasser, das sich in den heißen Räumen erwärmt und diese Energie im Technikraum über einen Wärmetauscher ebenfalls an die Soleflüssigkeit abgibt.

"Dadurch, dass überschüssige Wärme im Sommer aus dem Gebäude in das Erdreich geleitet wird, profitieren Nutzer gleich doppelt", weiß Andreas Krüger von dem Energieversorgungsunternehmen Rewag. "Einerseits ist eine kostengünstige Kühlung mit relativ wenig Energieeinsatz möglich. Andererseits hilft diese Energie dem Erdreich, aus dem wir in kälteren Monaten ja die Wärme gewinnen, weil wir es so an warmen Sommertagen zusätzlich 'aufladen'."

Die gesamte Haustechnikanlage "gehört" offiziell dem Energieversorgungsunternehmen, das wiederum die Wärme an den Nutzer zu günstigen Konditionen abgeben kann. "Bei einem derartigen Contracting profitieren alle Beteiligten", so Krüger, "der Nutzer hat keinen hohen Anfangs-Invest, aber dennoch die Sicherheit stabiler und günstiger Heizenergiekosten. Der Versorger wiederum hat die Sicherheit, dass der Kunde seine Leistungen jahrelang abnimmt." Entsprechend den Bedürfnissen des Vertragspartners werden optimierte Lösungen eingesetzt, wobei die neuesten Technologien genutzt und der Primärenergieeinsatz gesenkt wird. Gleichzeitig senkt das die Umweltbelastung und die Kosten deutlich.

Eine kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt schließlich im Regensburger 'Elternhaus' dafür, dass in den Räumen stets eine gute Luftqualität herrscht und keine Wärmeenergie bei unnötiger freier Lüftung ungenutzt zum Fenster heraus verschwindet.
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