MMPZ-group bestellt Produktionskomplex für Weißblech bei der SMS group

Deutsche Anlagentechnik in Belarus gefragt

Düsseldorf, (PresseBox) - SMS group (www.sms-group.com) liefert einen Anlagenkomplex zur Herstellung von Weißblech an die Miorskij Metalloprokatnyi Zavod (MMPZ-group) nach Miory, Republik Belarus. Anfang 2017 trat der Liefervertrag in Kraft. Das Werk hat zunächst eine Jahreskapazität von 150.000 Tonnen, eine Erweiterung auf bis zu 240.000 Tonnen ist möglich. Die ersten Anlagen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2018 den Betrieb aufnehmen. Die SMS group stattet das neue Werk mit einer Reversierkaltwalzanlage, einer elektrolytischen Reinigungslinie, einer Haubenglühanlage, einer kombinierten zweigerüstigen Doppel-Reduzier- und Dressier-Walzanlage, einer elektrolytischen Ver­zinungslinie sowie je einer Verpackungslinie für Blechpakete und Bunde aus. Die Walz- und Bandbehandlungsanlagen werden mit X-Pact®-Automatisierung ausgestattet.

Das neue Werk wird im Norden Weißrusslands errichtet. MMPZ-group will dort vor allem Weißblech für die Verpackungsmittel­industrie sowie kaltgewalztes Feinblech produzieren. Um flexibel auf den Markt reagieren zu können, kann auf den Anlagen alternativ nicht-beschichtetes Feinblech in den Materialqualitäten CQ und DQ (Commercial Quality und Drawing Quality) hergestellt werden. Der Großteil der Produktion soll exportiert werden – nach Russland, in weitere Länder der GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten) und in die EU.

Die Reversierkaltwalzanlage mit CVC®plus-Technologie wurde im neuen High-Performance-Design für Kaltwalzwerke von SMS group ausgelegt. Die Anlage wird mit besonders schlanken Arbeitswalzen betrieben, wodurch hohe Stichabnahmen bei vergleichsweise niedrigen Walzkräften realisiert werden können. Dies ermöglicht einen besonders wirtschaftlichen Anlagenbetrieb. Neben CVC®plus stellen Arbeits- und Zwischenwalzenbiegung, Vielzonenkühlung und DS-System die geforderte Bandqualität hinsichtlich Dicke, Planheit und Oberfläche sicher.

Nach dem Walzen durchlaufen die Bänder die elektrolytische Reinigungslinie. Sie ist auf einen geringen Medien- und Energie­verbrauch ausgelegt und sorgt gleichzeitig für eine hohe Ober­flächenqualität der gereinigten Bänder.

Um als Verpackungsmaterial genutzt zu werden, muss das kalt­gewalzte Band einen Rekristallisations-Glühprozess durchlaufen, um die notwendige Duktilität zu erreichen. In den zehn Haubenglühen werden mehrere Coils bis zu einer Höhe von 4,8 Metern überein­andergestapelt und bei einem maximalen Gewicht von 125 Tonnen geglüht und gekühlt.

In der kombinierten zweigerüstigen Doppel-Reduzier- und Dressier-Walzanlage werden Bänder je nach geforderter Materialgüte ent­weder nur dressiert oder doppelt reduziert und dressiert. Doppelt reduziertes Material kann auf dieser Anlage mit einer Banddicke von minimal 0,10 Millimetern hergestellt werden, welches zur Herstellung von speziellen Weißblechprodukten eingesetzt wird. Ebenfalls kann diese Walzanlage auch zum Dressieren von CQ- und DQ-Feinblech mit Banddicken zwischen 0,35 und 1,00 Millimetern verwendet werden.

In der elektrolytischen Verzinnungslinie wird das sehr dünne Stahl­blech zum Korrosionsschutz mit einer feinen Zinnschicht versehen und so zu qualitativ hochwertigem Weißblech. MMPZ-group hat sich aufgrund der wirtschaftlichen, ökologischen und prozesstechnischen Vorteile für eine Anlage mit löslichen Zinnanoden entschieden. Unter anderem wird eine Reduktion der Zinnverbräuche sichergestellt und die stabilen Prozessbedingungen in Verbindung mit einer exakten Prozesssteuerung sichern eine hohe Qualität des Endprodukts. In der gesamten Linie sind zahlreiche Messeinheiten installiert, die zusammen mit der Schichtdickenmessung eine konstante Über­wachung und Steuerung des Prozesses gewährleisten.

Die Bundverpackungslinie kann bis zu vier Coils à 25 Tonnen je Stunde mit Verpackungsmaterial umhüllen. In der Blechverpackungs­linie werden vorher konfektionierte Bleche mit einer maximalen Größe von 1.200 x 1.250 Millimetern in Stapeln verpackt.

MMPZ-group wird durch die auf metallurgische Prozesse speziali­sierte Beratungsfirma MET/Con Metallurgical Plant & Process Consulting GmbH unterstützt. MET/Con berät MMPZ-group in Fragen der Produktionsplanung, der Personalplanung und beim Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems.

Finanziert wird das Projekt durch einen Bank-zu-Bank-Kredit und Direktkredite für rund 95 Prozent des gesamten Projektvolumens unter Verzicht auf Staatsgarantien. 85 Prozent der Finanzierung genießen die Unterstützung von deutschen und russischen Kredit­versicherungen. Es handelt sich bei diesem Projekt um eines der größten Projekte zwischen deutschen und belarussischen Privatunternehmen.

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