Mit Lieferantenmanagement: Das jährliche Einkaufsvolumen bestmöglich einsetzen

NürnbergMesse Group investiert 37 Mio. Euro in neue Halle

Heiko Menn (PresseBox) ( Nürnberg, )
Seit über einem Jahr laufen die Bauarbeiten auf dem Gelände der NürnbergMesse: Handwerker, Arbeiter und Ingenieure sind seit August 2012 im Einsatz, die 37 Millionen Euro teure neue Halle soll in nur 18 Monaten Bauzeit fertig werden. Für die rund 25 am Bau beteiligten Unternehmen ist das Projekt dann abgeschlossen; die Beziehung zur NürnbergMesse Group bleibt jedoch bestehen.

"Wir möchten die partnerschaftlichen Beziehungen zu unseren Lieferanten weiterentwickeln, ihre Leistung systematisch beurteilen und optimieren", betont Heiko Menn, Senior Manager Zentraleinkauf. "Nach Abschluss der Bauphase werden alle beteiligten Lieferanten Baustellen-bezogen bewertet."

Das innovative Bewertungssystem haben die Software-Spezialisten der Simmeth System GmbH in den vergangenen drei Jahren eingeführt. "Schließlich bewegen wir ein jährliches Einkaufsvolumen von rund 90 Millionen Euro", erläutert Rainer Großl, Leiter Zentraleinkauf. "Geld, das bestmöglich eingesetzt werden soll."

236 Nutzer bewerten die Top-100-Lieferanten

Derzeit haben insgesamt 236 Nutzer Zugriff auf die Software, den sogenannten "Supply Monitor": Hier bewerten die verantwortlichen Fachbereiche der NürnbergMesse regelmäßig ihre Top-100-Lieferanten. Drei Warengruppen wurden bislang ins Lieferantenmanagement aufgenommen: Hierzu zählen das Facility-Management mit Dienstleistungen wie Reinigung und Heizungsbau, Service-Partner wie z.B. Standbauer sowie die Marketing-Leistungen.

"Das umfassende Bewertungssystem liefert uns aktuelle Auswertungen auf Knopfdruck. So können wir jederzeit wertvolle Rückschlüsse auf die Performance unserer Lieferanten ziehen", erläutert der Projektleiter Heiko Menn. Maßnahmen zur Verbesserung werden ebenso wie gemeinsame Ziele dann in jährlich stattfindenden Entwicklungsgesprächen vereinbart.

Lieferanten wollen wissen, wie sie im Wettbewerb positioniert sind

"Das Feedback unserer bewerteten Lieferanten ist durchweg positiv: Sie möchten über ihre Bewertung informiert werden und profitieren von Vergleichsdaten, die ihnen zeigen, wie sie im Wettbewerb positioniert sind", schildert Menn.

Die hohe Akzeptanz zeige sich auch anhand der Kommentarfunktion, die die Bewerter seit Einführung der neuen Plattform verstärkt nutzen. "Heute enthalten etwa 25 Prozent der Bewertungen ausführliche Kommentare. Das ist im Vergleich zu ehemals drei Prozent eine enorme Steigerung", berichtet Menn.

Wo früher zeitintensiv ein Excel-Fragebogen ausgefüllt und die Daten mühsam ausgewertet werden mussten, reichen heute einige Klicks: Die Fachbereiche erhalten eine Einladungsmail, loggen sich ein und bewerten ihre Partner. Sie profitieren von der einfachen Bedienbarkeit, der Einkauf von der automatischen und selbsterklärenden Auswertung der Ergebnisse.

Beurteilungen werden präziser, Abläufe schneller

Das System zeichnet sich durch die Kombination moderner Web-Technologie mit flexibler Software-Architektur aus: "Abläufe werden schneller, Beurteilungen präziser. Die Software-Module sind passgenau auf den Bedarf der NürnbergMesse abgestimmt", erläutert Markus Simmeth, dessen Simmeth System GmbH im deutschsprachigen Raum mit ihrem Lieferantenmanagement eine Vorreiterrolle einnimmt.

Schon viele Male habe die NürnbergMesse Group von der Flexibilität des Systems profitiert, schildert Heiko Menn: "Wenn wir z.B. Anregungen haben, wie man das System verbessern könnte, werden diese schnell und flexibel umgesetzt. Und das, ohne riesige Kosten zu verursachen." In Zukunft wollen die Einkäufer weitere Warengruppen in die Bewertung aufnehmen und den Fokus stärker auf die Entwicklung ihrer Lieferanten und Vertriebspartner legen, die in rund 100 Ländern aktiv sind.

Immerhin realisiert die NürnbergMesse jedes Jahr 120 nationale und internationale Fachmessen und Kongresse mit 30.000 Ausstellern und bis zu 1,4 Millionen Besuchern. Die internationale Spielwarenmesse soll im Februar 2014 schon in der neuen Halle stattfinden. Nach Plänen des renommierten Londoner Architekturbüros "Zaha Hadid Architects" bietet die neue Messehalle 3A 9.000 Quadratmeter und optimierte Energieeffizienz. Dann ist das Gelände mit insgesamt 170.000 qm fast so groß wie die Messen Stuttgart und Hamburg zusammen.
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