Die koreanische Wirtschaft interessiert sich für das Saarland

Die koreanische Wirtschaft interessiert sich für das Saarland (PresseBox) ( Saarbrücken, )
Zur Zeit besuchen zwei Wirtschaftsdelegationen aus Südkorea das Saarland. Bei beiden voneinander unabhängigen Besuchen geht es darum, für die künftige wirtschaftliche Zusammenarbeit bereits bestehende Netzwerke zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. Das manifestierte sich in der offiziellen Unterzeichnung von Grundsatzvereinbarungen (MOU, Memorandum of Understanding). Die Partner verstehen die Dokumente als offizielle Bekundung der gegenseitigen Zusammenarbeit und der beidseitigen Unterstützung von technologieorientierten Existenzgründern. Von der gwSaar gemeinsam mit der IHK, saaris und KWT organisiert, fanden gestern zwei Veranstaltungen statt, mit hochrangigen koreanischen und saarländischen Akteuren, wie auch Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke.

BESUCH DER DELEGATION AUS ULSAN

Nach dem einführenden Beitrag von Prof. Markus Münter, htw saar, begann das erste „Start-up Pitch Festival“ („to pitch“: aufschlagen) der südkoreanischen Stadt Ulsan und des Saarlandes. Ziel der Veranstaltung im Science Park Saar auf dem Uni-Campus in Saarbrücken war es, saarländischen und koreanischen Unternehmen konkrete Informationen zu beiden Standorten, den jeweiligen Bedingungen und Unterstützung für ansiedlungswillige Unternehmen zu vermitteln. Zur Bekräftigung der künftigen Zusammenarbeit unterzeichneten hier gwSaar-Geschäftsführer Thomas Schuck, Jongbog Kim; Director Department of business support agency, Younghae Kwon; Chief of Center Ulsan CCEI und Taegue Kim; CEO iPartners co. ein offizielles Memorandum of Understanding (Grundsatzerklärung).

In ihren Kurzpräsentationen, hier pitches, stellten junge Start-Ups aus dem Saarland und Korea die Vorzüge ihrer Unternehmen und Produkte vor. So etwa die Firma Herros Bio, die sich mit der Optimierung von Medikamenten gegen chronische Entzündungskrankheiten befasst oder MusiCards aus Saarbrücken mit seinem smart multimedia sharing. Auch der Ulsan Technopark wurde vorgestellt. Als best practice diente das saarländische Unternehmen semvox paragon (Sprachsteuerung & proaktive Assistenz).

Eindrücke von der saarländischen Unternehmens- und Forschungslandschaft bekam die Delegation durch die von der gwSaar organisierten Besuche bei: htw saar Informatik - Embedded Robotics Lab; CISPA, Instillo GmbH und KIST Europe Korea Institute of Science and Technology.

BESUCH DER DELEGATION AUS DAEGU

Daegu ist die viertgrößte Stadt im koreanischen Südosten mit über 2,5 Millionen Einwohnern. Leiter der Delegation ist Lee Jae-Ha, IHK Daegu-Präsident und zugleich Inhaber von Sambo Motors und der saarländischen Carlsson Fahrzeugtechnik GmbH. Weiterhin waren weitere 11 Delegationsmitglieder, vorwiegend aus der Automotive-Branche ins Autoland Saarland gereist. Ihr Programm begann am frühen Morgen mit einem Besuch bei Carlsson Fahrzeugtechnik, Veredelungspartner für Mercedes-Benz und smart Automobile in Saarlouis, wo die Rennsportatmosphäre der dortigen Fahrzeuge die Besucher beeindruckte.

Beim darauffolgenden „Get together Saarwirtschaft“ in der IHK unterzeichnete Daegu IHK-Präsident Lee Jae-Ha mit seinen saarländischen Partnern jeweils ein "Memorandum of Understanding" (Grundsatzvereinbarung) – mit gwSaar-Geschäftsführer Thomas Schuck und IHK Saarland-Vizepräsident Thomas Hempel. Staatssekretär Jürgen Barke begrüßt den regen Austausch und sagte auf der Veranstaltung: „Unsere saarländische Industrie kann sich im internationalen Wettbewerb sehen lassen. Gerade von koreanischer Seite besteht ein großes Interesse an strategischen Partnerschaften mit unserer Automobilbranche. Aber auch in anderen Bereichen – sei es im Maschinenbau, der Elektrotechnik, Biotechnologie oder Medizintechnik – genießt die Saarwirtschaft in Asien hohes Ansehen. Wir haben jetzt die Chance, neue Türen aufzustoßen und dabei in die Zukunftsfähigkeit unserer saarländischen Industrie zu investieren.“

Nach den Kurzpräsentationen der saarländischen und koreanischen IHK erhielten die Gäste auch Informationen zum Zulieferer-Cluster Automotive.saarland. Um den Besuchern eine kompakte Darstellung des Wirtschaftsstandortes Saarland nahezubringen, stellte Youngchoon Park, Korea-Repräsentant im Auftrag der gwSaar die Location Germany’s Saarland vor. gwSaar-Chef Schuck sagte im Anschluss: „Aufgrund der Arbeit der gwSaar-Netzwerkpartner vor Ort und unseren Aktivitäten, sind Kontakte und gute Verbindungen entstanden, von denen heute beide Länder profitieren. Beispielsweise sind diese beiden Besuche durch unserer Akquisereise im März zustande gekommen.“

Eingeladen waren auch saarländische Unternehmer, für die der persönliche Kontakt mit koreanischen Geschäftsleuten interessante Perspektiven eröffnen kann. Südkorea stellt in vielerlei Hinsicht eine mögliche Alternative und Ausweichmöglichkeit für Brexit-bedingte Auftragsrückgänge dar - nicht nur für den Automobilsektor. Thomas Hempel sagte auf der Veranstaltung: "Über die Partnerschaft mit der Chamber of Commerce and Industry in Daegu, einem wichtigen Standort auch für die Automobilindustrie in Korea, versprechen wir uns ganz konkret für unsere Mitglieder zweierlei: Einerseits eröffnen wir über direkte Begegnungen zwischen Unternehmern Möglichkeiten, über künftige Kooperationen und Lieferbeziehungen zu sprechen - gerade mit der Aussicht auf Brexit-bedingte Bestellausfälle eine interessante Perspektive. Zum anderen hoffen wir durch Projekte im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung auf Klebe-Effekte und damit auf einen gezielten Beitrag zur Minderung der Fachkräfte-Lücke."

Die Delegation besuchte das DFKI, KIST Europe, Schlote Saar GmbH, das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP und den Automobilzulieferer Braun CarTec auf dem Lisdorfer Berg. Beide Veranstaltungen wurden auch durch das KIST Europe unterstützt.



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Anja Petschauer a.petschauer@invest-in-saarland.com



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