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Pressemitteilung BoxID: 751381 (SCHÜCO International KG)
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Bauen unter extremen klimatischen und geografischen Bedingungen

Schüco Qualität für Extremsituationen

(PresseBox) (Bielefeld, ) Ob in der Antarktis oder in der Atacamawüste: Schüco erweist sich auch in Extremsituationen als der richtige Partner, dann, wenn es um anspruchsvolle Bauaufgaben an den abgelegensten und widrigsten Orten der Erde geht.

Einen wesentlichen Beitrag leistete das Bielefelder Unternehmen für die Jang Bogo Forschungsstation in der Antarktis mit seinem Pfosten-Riegel-System FW 60+.SI und dem Fenster-System AWS 90 SI+. Die innovativen Aluminiumfenster mit der Super Insulation-Technologie trotzen den extremen Minustemperaturen und starken Winden dieser unwirtlichen Gegend. Sie garantieren höchste Wärmedämmeigenschaften auf Passivhausniveau und erlauben aufgrund geringer Bautiefen eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, welche auch dem formalen Anspruch an das ganzjährig betriebene Gebäude Rechnung tragen.

Ein Projekt ganz ähnlicher Art ist die Kupferbergwerkzentrale Calama in der chilenischen Atacamawüste. Extreme Windverhältnisse, Hitze und Trockenheit charakterisieren den Ort, und so erforderte auch diese Bauaufgabe höchste System- und Ausführungsqualität. Die Glasfassaden der Bürogebäude basieren auf dem System Schüco AOC 50. Die schmalen Ansichtsprofile der dunkel eloxierten Aluminiumelemente entsprechen den Gestaltungsvorgaben – so gut wie unsichtbar sollte die Konstruktion nach Wunsch der Architekten sein – und erfüllen maximale Ansprüche an thermische Bedingungen. So stellte sich auch Schüco AOC 50 als ein extrem flexibles und anpassungsfähiges System heraus.

Kupferbergwerk-Zentrale in Calama/CL

Inmitten der Atacamawüste, rund 600 km südlich von Arica in der Nähe des 150 000-Einwohner-Ortes Calama, liegt die noch recht junge Kupfermine Ministro Hales. Mit einem Jahresniederschlag von maximal 75 mm ist die Gegend eine der trockensten der Erde; Hitze, nächtliche Kälte und extremer Wind erschweren die dortigen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Herz des Bergwerks ist der 2014 fertiggestellte, 4800 qm große Verwaltungs- und Sozialkomplex, für das COXARQ arquitectos aus Santiago de Chile verantwortlich zeichnen. Die Struktur ist zweigeteilt: Sie besteht aus einem von der Größe her dominierenden Bürobau, dem Barrio Cívico, und dem kleineren Centro Integrado de Operaciones (CIO).

Der Büroneubau ist entlang einer Geraden, der Haupterschließungsachse, organisiert. Vier Baukörper mit dazwischenliegenden Innenhöfen bilden jeweils eine bauliche Einheit. Auf Höhe der Achsenmitte liegen Haupteingang und Vorplatz, von dem auch das Kopfgebäude des Ensembles, das CIO, erschlossen wird. Barrio Civico und CIO sind in der für einen Industriebau typischen Stahlrahmenbauweise konstruiert, die Baukörper aufgeständert. Für die in der Mine arbeitenden Menschen bietet das neue Zentrum täglichen Schutz vor Hitze, Kälte, Wind und Sand – und darüber hinaus den Komfort eines offen gestalteten und modernen Bürogebäudes.

Bei den Fassaden fiel die Wahl der Materialien auf Cortenstahl und Glas. Diese tragen den extremen klimatischen Verhältnissen, aber auch formalen Aspekten, Rechnung. Lichtführung, Farbe und Geometrie des Komplexes sind so gewählt, dass sie den Charakter der unwirtlichen, sterilen, aber auch extrem schönen Wüstenlandschaft unterstreichen und vielfältige Assoziationen wecken. In den gläsernen Fronten der Kuben konzentrieren sich die Widersprüchlichkeiten der Bauaufgabe Ministro Hales: Das Projekt lebt vom Gegensatz natürlich–künstlich; der kupferne Farbton der Cortenstahl-Fassaden kontrastiert mit dem alles durchdringenden Wüstengrau.

Für die Glaskonstruktionen entwickelte die Fassadenbaufirma Anodite unter der Leitung des Architekten Daniel Anselmi eine individuelle Lösung auf Basis des Schüco Systems AOC 50. In Santiago wurden die Profile hergestellt und zu Rahmen vormontiert. Der Transport nach Calama erfolgte über den Landweg. Für Eingänge und Innentüren bzw. Trennwände kam das System ADS 50.NI zum Einsatz, mit Öffnungshöhen von bis zu 2500 mm. Wo nötig, wurden Lüftungsflügel eingebaut.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Projekt zeigt, dass auch unter widrigen Standortbedingungen ein architektonisch anspruchsvolles Gebäude entstehen kann.

Jang Bogo Antarctic Research Station/KOR

„Die Antarktis ist ein Ort, den die Natur für die Ewigkeit geschaffen hat, nicht für den Menschen“, so der südkoreanische Architekt Lee Sang-leem, Leiter der mit der Jang Bogo Forschungsstation beauftragten Architekten von SPACE Group. Extremen Temperaturen und Windverhältnissen trotzt seit Anfang dieses Jahres eine hochgedämmte Gebäudegruppe mit einem markanten, aerodynamisch geformten Haupthaus, bei dem neben der Bauweise auch der formale Ausdruck in der anspruchsvollen Umgebung seine Rechtfertigung findet.

Mit der Fertigstellung der Jang Bogo Antarctic Research Station im Februar 2014 gewann die Republik Korea ihre zweite Forschungseinrichtung auf dem antarktischen Kontinent. Seit 1988 existiert bereits die King Sejong Station auf der Insel King George, die sich auf Ozeanforschung und die Erkundung von Ökosystemen entlang der Küsten fokussiert, während sich das neueste Wissenschaftszentrum fortan hauptsächlich der geografischen und klimatischen Forschung widmet. Zudem soll die Jang Bogo Station auch als Experimentierplattform dienen, auf der Ingenieure und Wissenschaftler ihre Gerätschaften, Ausrüstung, neue Materialien oder Roboter unter außer- ordentlichen Temperaturbedingungen testen können. Nach intensiver Standortsuche ist mit der Bucht von Terra Nova in Viktorialand, einer Region im Osten der Antarktis, südlich von Neuseeland am Rossmeer gelegen, ein Gebiet ausgewählt worden, das verhältnismäßig eisfrei und dennoch extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt ist. Neben Temperaturen von bis zu -40 Grad Celsius herrschen hier ganzjährig starke Windverhältnisse mit Geschwindigkeitsspitzen von bis zu 65 Metern pro Sekunde. Dem standzuhalten stellte hohe Ansprüche an die Konstruktion, begleitet von der Bedingung, in hohem Maße energieeffizient zu sein. Dazu war es eine der wichtigsten Anforderungen, sowohl während der Bauzeit als auch im späteren Betrieb die Einflüsse auf die Umwelt äußerst gering und kurzfristig zu halten.

Um den minimalen Eingriff in die Natur zu gewährleisten und die Bauzeit so kurz und effizient wie möglich zu gestalten, entschied man sich für eine Modulbauweise, bei der die vorgefertigten Bauteile und sonstiges Equipment auf dem Seeweg von Busan in Südkorea über Neuseeland und letztendlich mithilfe von Eisbrechern an den Bestimmungsort gelangt sind. Vor Ort wurden sie von einem 200 Personen starken Team zusammengebaut in einem Rennen gegen die Zeit, denn im kurzen antarktischen Sommer zählt jeder Tag. Zwei aufeinanderfolgende, jeweils nur 65 Tage andauernde Sommerperioden dienten als Bauphasen.

Die Forschungsstation verfügt über 16 Gebäude und der Forschung dienende Nebenanlagen. Dazu zählen eine Kraftanlage, ein Instandhaltungsgebäude, eine Notunterkunft, Observatorien und Laboratorien, die sich strahlenförmig in einem Umkreis von ca. 100 Metern rund um das markante, zentrale Bauwerk gruppieren. Die charakteristische aerodynamische, dreiarmige Struktur des mehrgeschossigen Hauptgebäudes ergibt sich aus der Tatsache, dass es dem Wind nur geringe Angriffsfläche bieten kann. Eine erhöhte Position mit nur wenigen Berührungspunkten zur Bodenfläche wie auch geneigte Wand- und Dachformen minimieren den Kontakt zum allgegenwärtigen Eis und Schnee. Zudem wurden die Fundamente und erdnahen Gebäudeteile mit rostfreiem Stahl verkleidet, um so dem getauten Eis standhalten zu können.

Zwei der drei Gebäudeflügel beherbergen Schlafräume, der dritte einen Teil der Laboratorien. Im Kernteil des Gebäudes sind in einem zweiten Obergeschoss Büros untergebracht, während den oberen Abschluss ein Observatorium und ein Kommunikationsraum bilden. Für den ganzjährigen Betrieb, dem nur rund die Hälfte aller antarktischen Forschungseinrichtungen nachgehen, sind 15 Personen vorgesehen, in der Hochphase während der Sommerzeit sollen bis zu 60 Wissenschaftler, Mitarbeiter und Besucher die koreanische Station nutzen können. Zahlreiche Details sorgen für angenehme Arbeits- und Lebensbedingungen im Innenraum, darunter auch sogenannte Lightshelves, die dafür sorgen, dass genügend Tageslicht in die Arbeitsräume gelangt. Nicht zuletzt ist das Energiekonzept wichtiger Bestandteil der Architektur. An der Außenwand angebrachte Solarpaneele, die den Sonneneinstrahlungswinkel dieser Breiten berücksichtigen, tragen mit 38 kW zur alternativen Energiegewinnung bei, dazu erzeugt Windenergie im Schnitt 60 kW. Der Beitrag von Abwärme und eine mit Diesel betriebene Kraft-Wärme-Kopplung belaufen sich auf 270 kW.

Letztendlich ist die herausragende Dämmung Garant für diese künstlich geschaffene humane Lebensumgebung mit einer konstanten Innenraumtemperatur von rund 20 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 %. Die doppelschaligen Außenwände sind mit hocheffizientem Dämmstoff aus Polyisocyanurat-Hartschaum gefüllt. Eine 225 mm tiefe Vorhangfassade kleidet diese und trägt dank dem Einbau von Stahlelementen zum Widerstand gegen Wind und insgesamt zur Stabilität des Gebäudes bei. Gemeinsam mit dreifachverglasten Isolierfenstern wird eine Gesamttiefe von 309 mm nicht überschritten. In den bewohnten Teilen des Gebäudes wurden schließlich zwei Reihen von Fenstern eingebaut: Außen fest verbaute, dreifachverglaste Isolierfenster und innen schwenkbare doppelverglaste Isolierfenster schaffen hier insgesamt eine Fünffachverglasung. Bei diesen Bauelementen entschied sich das beauftragte Unternehmen Eagon Windows & Doors Co. Ltd. aus Südkorea für die Schüco Systeme AWS 90.SI+ und FW 60+.SI, also den innovativen Aluminiumfenstern mit Super Insulation-Technologie, die höchste Wärmedämmeigenschaften auf Passivhausniveau und aufgrund geringer Bautiefen auch in der Gestaltung zahlreiche Möglichkeiten bieten. Zum immanenten Nachhaltigkeitskonzept gehört schließlich, dass das Gebäude nach der Nutzung, die auf mindestens 25 Jahre angesetzt ist, restlos rückgebaut und abtransportiert werden kann.

Bautafel

Objekt: Barrio Civico y Centro Integrado de Operaciones
División Ministro Hales

Standort: Calama, Region de Antofagasta/CL
Architekten: COXARQ arquitectos, Santiago de Chile/CL
Bauherr: Codelco Chile
Bauzeit: 2013–2014
Generalunternehmer: Inarco S.A.
Fassadenplanung: Anodite S.A.,
Kaufmännischer Geschäftsführer: Jose Luis Priego
Leitender Architekt: Daniel Anselmi
Technischer Bereich Anodite: Hugo Ariel Ropero
Dt. Ansprechpartner und Baustellenleiter Anodite in Calma: Jürgen Tolle
Schüco Systeme: AOC 50, ADS 50.NI

Objekt: Jang Bogo Antarktische Forschungsstation

Standort: Terra Nova Bay, Viktorialand, Antarktis
Architekten: Arbeitsgemeinschaft Space Group: Space / DongJu / Add Design
Bauherr: Regierung der Republik Korea, Ministerium für Meeresangelegenheiten und Fischerei / KOPRI – Korean Polar Research Institute
Schlüsselfertige Ausführung: Arbeitsgemeinschaft Hyundai E&C: Hyundai / Kolon / Kyeryong E&I / Hyundai Engineering
Konstruktionsmanagement: Arbeitsgemeinschaft Shinhwa Engineering: Shinhwa / Hanmi Global / Sunjin Engineering
Baubeginn: Dezember 2012
Fertigstellung: Februar 2014
Grundfläche: 4.458 m2
Baukosten: 98 Mio. US Dollar
Schüco Systeme: AWS 90.SI+, FW 60+.SI

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SCHÜCO International KG

Mit seinem weltweiten Netzwerk aus Partnern, Architekten, Planern und Investoren realisiert Schüco nachhaltige Gebäudehüllen, die im Einklang mit Natur und Technik den Menschen mit seinen Bedürfnissen in den Vordergrund stellen. Fenster-, Türen- und Fassadenlösungen von Schüco erfüllen höchste Ansprüche an Design, Komfort und Sicherheit. Gleichzeitig werden durch Energieeffizienz CO2-Emissionen reduziert und so die natürlichen Ressourcen geschont. Das Unternehmen - mit seinen Sparten Metallbau und Kunststoff - liefert zielgruppengerechte Produkte für Neubau und Modernisierung, die den individuellen Anforderungen der Nutzer in allen Klimazonen gerecht werden. In jeder Phase des Bauprozesses werden alle Beteiligten mit einem umfassenden Serviceangebot unterstützt. Schüco ist mit 4.800 Mitarbeitern und 12.000 Partnerunternehmen in mehr als 80 Ländern aktiv und hat in 2014 einen Jahresumsatz von 1,425 Milliarden Euro erwirtschaftet. Weitere Informationen unter www.schueco.de