Freiham: Eine Schule macht Schule

Schule als Heimat für ganztägiges Lernen und Leben

Grundschule Feiham, Klassenzimmer perforiertes Eichefurnier in geplankter Optik
Bildnachweis: Rainer Taepper Architekturfotografie
(PresseBox) ( Karlsruhe, )
Freiham liegt zwölf Kilometer westlich vom Münchner Zentrum. Hier entstehen in den nächsten Jahren Wohnungen und Häuser für etwa 25.000 Menschen. Viele Familien werden hier ihr neues Zuhause finden. Die Grundschule an der Gustl-Bayrhammer-Straße war eines der ersten Gebäude auf dem Neubaufeld. Es ist eine fünfzügige Schule mit drei Kindergarten- und drei Krippengruppen, erbaut nach dem ganzheitlichen städtischen Konzept „Münchner Lernhaus Konzept“ und umgesetzt nach Planung der Stuttgarter Wulf Architekten.

Die Schule ist ein intelligentes Gegenstück zu den seelenlosen Lehranstalten, die fast jeder noch aus seiner Schulzeit kennt. Es ist eine vielfältige zweite Heimat für Kinder von 6 bis 10 Jahren, die den ganzen Tag in der Schule verbringen: Bodentiefe Fenster lassen viel Licht in die Räume. Vor den Fenstern liegen umlaufende Balkone, die als Fluchtwege dienen und die die Schüler zudem nutzen können, um an die frische Luft zu gehen. Lichthöfe sorgen für noch mehr Helligkeit.

Auffallend ist die gute Akustik. Es hallt nicht, wenn die Schüler durch die Flure toben, und in den Unterrichtsräumen ist Sprache optimal zu hören und zu verstehen. Hierfür wurden zahlreiche Deckensegel und schallabsorbierende Akustik-Paneele aus Furnier verbaut. Die Wandverkleidungen aus Echtholz strahlen Ruhe und Wärme aus und bilden einen farblichen Akzent zu den weiß gestrichenen Wänden. Besonders ist auch die Tonnendecke, die für eine besondere Atmosphäre in den Räumen sorgt. Die Akustik und Raum AG stattete die Schule mit den neuen hochabsorbierenden FeinMicro perforierten Akustikpaneelen aus. Der Furnierspezialist Schorn & Groh aus Karlsruhe lieferte das hochwertige Eichenfurnier als Fixmaß, zusammengesetzt in geplankter Optik. Insgesamt wurden rund 5.400 m² FeinMicroperforierte Akustikwandschalen in Eiche, unifarben lackiert in vier Schulen verbaut.

Das Basis-Konzept der Schule war vom Referat für Bildung und Sport der Stadt München vorgegeben, das bereits vor Jahren mit dem „Münchner Lernhaus Konzept“ ein ganzheitliches Schul- und Raumprogramm formuliert. Hier sind Architektur, Lehrer, Pädagogik und Austausch unter den Schülern und Lehrenden nach einem klaren Prinzip organisiert. Die Unterrichtsräume sollen um eine gemeinsame Mitte angeordnet sein, um das stufenübergreifende Lernen in den Ganztagsschulen zu unterstützen. Die einzelnen Cluster sollen weitgehend autonom funktionieren, wie eine kleine Schule innerhalb eines großen Schulkomplexes. In der Praxis bedeutet dies, dass die Klassen 1 bis 4 eines Zuges gemeinsam in einem Lernhaus untergebraucht sind. Die Kinder können jahrgangsübergreifend lernen und bleiben vier Jahre an einem Ort.

2013 lobte das Münchner Baureferat einen Realisierungs-Wettbewerb für vier Grundschulen aus, für die ein modulares Entwurfssystem für die Umsetzung des Lernhauskonzepts zu entwickeln war –  um den Schulbau für die Zukunft schneller und kostensparender zu machen. Die Stuttgarter Architekten gewannen den Wettbewerb mit ihrem herausragenden Entwurf. Parallel zu der Schule in Freiham wurden auch die drei weiteren Grundschulen fertiggestellt. Alle schaffen mit ihrer ruhigen und angenehmen Lernumgebung optimale Bedingungen für die Schüler und sind ein Vorbild für Schulen überall in Deutschland.

Ein Lernausmodul setzt sich aus je vier Unterrichtsräumen für bis zu 30 Schüler, zwei Räumen für die Ganztagsbetreuung, einem Arbeitsraum für das Lehr- und Betreuungspersonal und Sanitärräumen zusammen. Der Flur öffnet sich in einen natürlich belichteten Pausenbereich. Flexible und transparent gestaltete Elemente bieten Rückzugsmöglichkeiten für Klein- und Arbeitsgruppen. Besonders prägnant ist das auffällige Deckengewölbe aus vorgefertigten Tonnenschalen, das schützend über den Räumen des Lernhauses liegt.

Das Lernhausmodul ist eine Basis, die bis zu drei Geschosse hoch gestapelt und durch weitere Funktionen ergänzt werden kann. Die Schule in Freiham beispielsweise ist eine fünfzügige Grundschule mit Ganztagesbetreuung, einer Zweifachsporthalle mit Freisportanlagen sowie einem Haus für kleinere Kinder mit drei Krippen- und drei Kitagruppen. Eine der anderen Schulen ist eine dreizügige Grundschule mit Ganztagesbetreuung und einem Mehrzweckraum, der auch als Bürgersaal für externe Veranstaltungen nutzbar ist, sowie einer Dreifachsporthalle mit Freisportanlagen.

Alle vier Grundschulen sehen auf den ersten Blick gleich aus – obwohl sie auf unterschiedlichen Grundstücken und in unterschiedlichen Größen realisiert wurden. Das modulare Grundrisssystem macht es möglich, dass gute Architektur problemlos an unterschiedliche Standorte angepasst werden kann. Das Lernhausmodul bleibt immer gleich – während sich die allgemeinen Bereiche flexibel und unproblematisch verändern können.

Die Grundmaterialien für die Gebäudehülle sind Holz, Beton, Glas und Putz. Die Bauqualität der Schulen ist durchweg hoch, die Qualität der Architektur ist definitiv herausragend aus der derzeitigen Schulland-Landschaft.  Eine Idee, die Schule machen könnte – und sollte!
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