PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 752044 (Schaeffler AG)
  • Schaeffler AG
  • Industriestraße 1-3
  • 91074 Herzogenaurach
  • http://www.schaeffler-group.com
  • Ansprechpartner
  • Martin Adelhardt
  • +49 (9721) 91-3400

Schaeffler richtet Industriesparte neu aus

(PresseBox) (Herzogenaurach/Schweinfurt, )
  • Programm „CORE“ zur Weiterentwicklung der Sparte Industrie gestartet
  • Stärkeres Umsatzwachstum durch Hochvolumen-Geschäft und optimiertes Produkt- und Serviceportfolio
  • Verbesserung der Lieferfähigkeit und Servicequalität
  • Kundenorientierte Stärkung der Vertriebsorganisation in den Regionen
  • Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung durch Straffung der Führungsstrukturen und sozialverträglichen Abbau von bis zu 500 Arbeitsplätzen insbesondere in Deutschland und Europa  
Der Vorstand der Schaeffler AG hat beschlossen, die Industriesparte des Unternehmens neu auszurichten. Schaeffler reagiert damit auf die in den vergangenen Jahren stagnierende Geschäftsentwicklung der Sparte Industrie. Ziel der Neuausrichtung ist es, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit im Industriegeschäft nachhaltig zu verbessern und damit die Voraussetzung für gesteigertes profitables Wachstum zu schaffen. Das Programm zur Weiterentwicklung der Sparte trägt den Namen „CORE“. Kernelemente des Programms sind verstärktes Umsatzwachstum, bessere Marktversorgung und Servicequalität, stärkere Kundenorientierung sowie Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen.

Hintergrund für die Neuausrichtung ist die in den vergangenen Jahren verhaltene Geschäftsentwicklung der Industriesparte. Im ersten Halbjahr 2015 erwirtschaftete die Sparte einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies ein Wachstum von 7,5 Prozent. Ohne Währungseffekte ging der Umsatz leicht um 0,8 Prozent zurück.

Die Neuausrichtung umfasst Maßnahmen zur Optimierung des Produktportfolios und zur Verbesserung der Lieferfähigkeit, die die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und Potenziale für weiteres Wachstum erschließen werden. Dazu gehört unter anderem der Ausbau des hochvolumigen Standard-Wälzlagergeschäfts, insbesondere in Asien. Erste konkrete Maßnahme wird der globale Produkt-Relaunch der „GenC“-Kugellager sein. Ebenso Teil des Programms sind die Weiterentwicklung kundenspezifischer Produkte und Engineering-Lösungen sowie die aktive Gestaltung von Technologietrends wie etwa die Digitalisierung im Maschinenbau. Um den globalen Marktanforderungen Rechnung zu tragen, sollen zudem der Lokalisierungsanteil in den Hauptwachstumsmärkten schrittweise erhöht sowie die Reaktionsgeschwindigkeit am Markt durch eine optimierte Supply Chain gesteigert werden. Bereits initiierte Projekte wie das neue Europäische Distributionszentrum zur besseren Marktversorgung und Lieferfähigkeit werden konsequent fortgesetzt.

Darüber hinaus soll der Vertrieb in den Regionen gestärkt und das operative Geschäft deutlich kundennäher ausgerichtet werden. Insbesondere in der Region Europa, zu der auch der Nahe und Mittlere Osten, Afrika und Indien gehören, bedeutet dies eine definierte Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen den Funktionen in der Zentrale in Schweinfurt mit ihren übergeordneten strategischen Themenstellungen und den operativen Vertriebsfunktionen in den Regionen. Um die global tätigen Großkunden besser betreuen zu können, soll neben den regionalen Vertriebseinheiten das globale Key Account Management neu ausgerichtet werden. „Wir werden unser Geschäft zukünftig stärker aus den regionalen Organisationseinheiten betreiben. Damit richten wir das Industriegeschäft konsequent an Kunden- und Markterfordernissen aus und stellen die Weichen für nachhaltiges, profitables Wachstum“, so Dr. Stefan Spindler, seit Mai 2015 als neues Vorstandsmitglied der Schaeffler AG für die Sparte Industrie verantwortlich.

Diese organisatorische Neuausrichtung ist zugleich die Basis, um Arbeitsabläufe und Prozesse effizienter und schlanker zu machen. Damit einher geht eine Straffung der Organisations- und Führungsstruktur in den Zentralfunktionen sowie in den zentralen Produkt- und Anwendungsentwicklungseinheiten. Als Teil des Programms sollen insbesondere in Deutschland und Europa aus heutiger Sicht bis zu 500 Arbeitsplätze im Industriebereich bis Ende 2017 sozialverträglich abgebaut werden. Ein Teil der betroffenen Beschäftigten soll in anderen Unternehmensbereichen außerhalb der Industriesparte eingesetzt werden. Neben der natürlichen Fluktuation werden Aufhebungsverträge und Altersteilzeit-Maßnahmen angeboten. Betriebsbedingte Kündigungen oder Standortschließungen sind nicht vorgesehen. Der Standort Schweinfurt wird durch die dortige Zusammenführung und Bündelung von Zentralfunktionen für die Sparte Industrie und die Region Europa weiter gestärkt. Im nächsten Schritt werden die geplanten Maßnahmen konkretisiert und Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen, die bis Ende des laufenden Jahres abgeschlossen sein sollen.

Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG, sagte: „Die Industriesparte ist für uns von strategischer Bedeutung und seit jeher Teil des Kerngeschäfts der Schaeffler Gruppe. Mit dem Programm „CORE“ werden wir die Sparte Industrie im Rahmen unseres integrierten Geschäftsmodells stärken, auf die zukünftigen Herausforderungen ausrichten und auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs zurückführen.“

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Schaeffler AG

Die Schaeffler Gruppe ist ein weltweit führender integrierter Automobil- und Industriezulieferer. Das Unternehmen steht für höchste Qualität, herausragende Technologie und ausgeprägte Innovationskraft. Mit Präzisionskomponenten und Systemen in Motor, Getriebe und Fahrwerk sowie Wälz- und Gleitlagerlösungen für eine Vielzahl von Industrieanwendungen leistet die Schaeffler Gruppe einen entscheidenden Beitrag für die "Mobilität für morgen". Im Jahr 2014 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 12,1 Mrd. Euro. Mit rund 84.000 Mitarbeitern ist Schaeffler eines der weltweit größten Technologieunternehmen in Familienbesitz und verfügt mit rund 170 Standorten in 50 Ländern über ein weltweites Netz aus Produktionsstandorten, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und Vertriebsgesellschaften.