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Pressemitteilung BoxID: 763905 (Rheinmetall AG)
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Umsatzplus und deutlich gesteigertes Konzernergebnis Prognose: Umsatz 2015 soll auf über 5 MrdEUR steigen

Rheinmetall legt Quartalszahlen vor

(PresseBox) (Düsseldorf, )  .
  • Konzernumsatz wächst nach drei Quartalen um 11% auf 3.582 MioEUR
  • Defence verzeichnet Umsatzplus von 17% auf 1.625 MioEUR, operatives Ergebnis um 73 MioEUR verbessert
  • Automotive steigert Umsatz um 7% auf 1.957 MioEUR und erhöht operatives Ergebnis um 18% auf 164 MioEUR
  • Erhebliches Plus beim Konzern-EBIT: Zuwachs um 117 MioEUR auf 140 MioEUR
  • Ergebnis je Aktie verbessert sich von -0,39€auf 1,89€
Mit einer guten Geschäftsentwicklung in beiden Unternehmenssparten und einem deutlich erhöhten Konzernergebnis geht die Düsseldorfer Rheinmetall AG auf die Zielgerade für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015. Beide Sparten erwirtschaften Zuwächse beim Umsatz und zeigen eine überproportionale Steigerung auf der Ertragsseite.

Der erfolgreiche Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen veranlasst den Technologiekonzern dazu, seine Jahresprognose für 2015 leicht zu erhöhen. Rheinmetall peilt nun einen Konzernumsatz von 5,1 MrdEUR (bisherige Prognose: 5,0 MrdEUR) sowie eine operative Ergebnismarge von leicht über 5% an (bisher: rund 5%).

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Rheinmetall ist wieder auf Kurs und hat sich mit seiner Aufstellung in vielen wichtigen Märkten stark positioniert. Dies belegt auch die gute Umsatz- und Auftragsentwicklung. Mit unseren Produkten im Defence-Bereich bedienen wir den in vielen Ländern wieder steigenden Bedarf bei der Ausrüstung der Streitkräfte. Im Automotive-Bereich sind die Themen der Treibstoff- und Emissionsreduzierung weiterhin hochaktuell – und auch hier sind wir mit unseren zukunftsweisenden Technologien bestens aufgestellt, um unsere Marktpositionen weiter auszubauen."

In den ersten neun Monaten 2015 erzielte Rheinmetall einen Konzernumsatz von 3.582 MioEUR; gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Anstieg des Geschäftsvolumens um 367 MioEUR oder 11%. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei 9%.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den ersten neun Monaten 2015 verbesserte sich erheblich und kletterte um 117 MioEUR auf 140 MioEUR (Q3 2014: 23 MioEUR). Im Vorjahreszeitraum waren im Unternehmensbereich Defence negative Sondereffekte (u.a. für Restrukturierungen) in Höhe von 16 MioEUR angefallen.

Das operative Ergebnis des Konzerns (EBIT vor Sondereffekten) stieg im selben Zeitraum von 39 MioEUR auf 140 MioEUR. Dies entspricht einem Zuwachs von 101 MioEUR.

Mit dieser signifikanten Ertragssteigerung erhöht sich das Ergebnis je Aktie im Berichtszeitraum von -0,39€ (2014) auf 1,89€.

Der Auftragsbestand des Rheinmetall-Konzerns blieb auf Rekordniveau und lag am 30.09.2015 mit 6.988 MioEUR um 405 MioEUR über dem entsprechenden Vorjahreswert (6.583 MioEUR).

Der Auslandsanteil des Umsatzes blieb mit 74% auf unverändert hohem Niveau. Regionale Absatzschwerpunkte waren neben dem deutschen Markt (26%) das europäische Ausland (36%), gefolgt von Asien (21%) und Nordamerika (11%).

Der Finanzierung der Geschäftsaktivitäten des Konzerns dient ein neuer Fünf-Jahres-Konsortialkredit in Höhe von 500 MioEUR, den Rheinmetall im September 2015 zu attraktiven Konditionen abschließen konnte. Er löst den bisherigen fünf Jahre laufenden Konsortialkredit ab und bietet darüber hinaus zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr.

Defence: Umsatzwachstum und Erholung des operativen Ergebnisses

Der Unternehmensbereich Defence hat in den ersten neun Monaten 2015 einen Umsatz von 1.625 MioEUR erzielt. Dies entspricht einem Zuwachs von 241 MioEUR oder 17% gegenüber dem Vorjahreswert von 1.384 MioEUR. Währungsbereinigt beträgt das Wachstum 15%.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Sparte hat sich gegenüber dem Vorjahr um 89 MioEUR auf -11 MioEUR verbessert. Einen positiven Einfluss auf die Ergebnisentwicklung hatte insbesondere die deutliche Umsatzsteigerung in der Division Combat Systems.

Die Ertragsentwicklung der Defence-Sparte zeigt, bezogen auf die Einzelquartale des laufenden Geschäftsjahres, einen positiven Verlauf. Das operative Ergebnis erreichte im dritten Quartal 16 MioEUR, nach -28 MioEUR in den ersten drei Monaten und 1 MioEUR im zweiten Quartal 2015. Traditionell werden im Defence-Geschäft die wesentlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträge erst im vierten Quartal erwirtschaftet.

Der Unternehmensbereich Defence hat in den ersten neun Monaten 2015 einen soliden Auftragseingang von 1.774 MioEUR verbucht und damit den Vorjahreswert (1.592 MioEUR) übertroffen. Wesentliche Auftragseingänge im dritten Quartal 2015 waren geschützte und ungeschützte Radfahrzeuge sowie Flugabwehrsysteme für Länder im asiatischen Raum, Ausrüstungen für Infanteriekräfte in der MENA-Region sowie verschiedene Munitionsaufträge.

Die Book-to-Bill-Ratio lag weiterhin über 1. Der Auftragsbestand des Unternehmensbereichs belief sich zum 30.09.2015 auf 6.547 MioEUR und lag damit um 382 MioEUR über dem Vorjahreswert.

Automotive: Erneutes Umsatzplus und überproportionale Ergebnissteigerung

Rheinmetall Automotive erzielte in den ersten neun Monaten 2015 einen Umsatz von 1.957 MioEUR. Mit einem Zuwachs von 126 MioEUR oder 7% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum hat der Bereich das globale Marktwachstum der Automobilproduktion (Light Vehicles bis 3,5 Tonnen) von 1% wiederum übertroffen. Das um Wechselkurseffekte bereinigte Umsatzwachstum lag bei 4%.

Überproportional ist der Zuwachs beim Ergebnis ausgefallen. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres erwirtschaftete die Automotive-Sparte von Rheinmetall ein um 25 MioEUR oder 18% verbessertes operatives Ergebnis von 164 MioEUR. Damit stieg die operative Ergebnis-Rendite auf 8,4% nach 7,6% im Vorjahreszeitraum. Neben dem Umsatzzuwachs ist dieser Anstieg vor allem auf eine verbesserte operative Performance zurückzuführen. Wie im Vorjahr sind keine Sondereffekte angefallen, so dass das operative Ergebnis (vor Sondereffekten) dem EBIT entspricht.

Das verlangsamte Wachstum der Automobilindustrie in China führt zu einer etwas gebremsten Umsatzentwicklung bei den in den Umsatzzahlen des Unternehmensbereichs Automotive nicht enthaltenen chinesischen Joint Venture-Gesellschaften. Dennoch erzielten sie in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 - auf 100% Basis gerechnet - ein Wachstum von 27% auf 587 MioEUR gegenüber 461 MioEUR im Vorjahr. Währungsbereinigt betrug das Umsatzwachstum der Joint Venture-Gesellschaften 7%, während die chinesische Automobilproduktion in den ersten neun Monaten um 3% gestiegen ist.

Auf Wachstumskurs sind auch die chinesischen 100%-Tochtergesellschaften von Rheinmetall Automotive. Sie konnten ihr Umsatzvolumen im Berichtszeitraum von 36 MioEUR (per Q3 2014) auf 64 MioEUR per 30.9.2015 steigern.

Zum Ausbau seiner Position im weltweit größten Automobilmarkt China hat Rheinmetall Automotive im September mit der japanischen Riken Corporation ein Joint Venture zur gemeinsamen Produktion von Kolbenringen gegründet. Es basiert auf einem bereits bestehenden großen Fertigungsstandort von Riken in der chinesischen Provinz Hubei, an dem Rheinmetall Automotive nun einen Anteil von 30% hält. Beide Unternehmen, Marktführer in den Bereichen Kolben- und Kolbenringtechnologie, stärken damit ihre bisher schon bestehende weltweite Zusammenarbeit.

Als namhafter Zulieferer unterstützt Rheinmetall die Automobilhersteller bei der Erfüllung strenger Regelungen bezüglich der Schadstoffemissionen. So hat Rheinmetall Automotive erst im September zwei Großaufträge für innovative Komponenten zur Emissionsreduzierung erhalten. Bei den georderten Produkten im Gesamtwert von mehr als 300 MioEUR handelt es sich um Module zur Abgasreduzierung für einen großen europäischen Automobilhersteller sowie für einen bedeutenden amerikanischen Abnehmer.

Prognose für das Gesamtjahr 2015

Umsatz – Für das Gesamtjahr 2015 rechnet Rheinmetall nun mit einem Konzernumsatz von rund 5,1 MrdEUR und hebt damit die bereits im August auf 5,0 MrdEUR nach oben präzisierte Prognose nochmals leicht an. Die Verbesserung resultiert aus einem aktuell höher prognostizierten Umsatz im Unternehmensbereich Defence, der jetzt bei rund 2,5 MrdEUR erwartet wird, nach zuletzt geschätzten 2,4 MrdEUR. Für den Bereich Automotive wird die im August 2015 auf 2,6 MrdEUR angehobene Prognose bestätigt.

Operatives Ergebnis und EBIT – Für den Unternehmensbereich Defence erwartet Rheinmetall jetzt eine auf das operative Ergebnis bezogene Rendite von leicht über 3%. Bisher wurde eine Rendite von 3% prognostiziert. Für den Unternehmensbereich Automotive wird weiterhin damit gerechnet, das Renditeziel von 8% zu erreichen. Unter Berücksichtigung der Holdingkosten von rund 20 MioEUR ergibt sich damit für den Konzern im laufenden Geschäftsjahr eine Renditeerwartung von leicht über 5%. Die Konzernprognose für die Rendite lag bislang bei rund 5%.

Die Prognosen basieren auf der Annahme einer weiterhin stabilen Entwicklung der weltweiten Automobilkonjunktur und setzen voraus, dass die für das vierte Quartal erwarteten hohen Umsätze im Defence-Bereich wie vorgesehen realisiert werden können.

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