Kontakt
QR-Code für die aktuelle URL

Story Box-ID: 1313821

Rheinmetall AG Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf, Deutschland http://www.rheinmetall.com
Ansprechpartner:in Herr Oliver Hoffmann +49 211 4734748
Logo der Firma Rheinmetall AG

Die Kunst der Präzision

Millimeter und Gramm entscheiden. Ob ein Geschoss trifft, hängt von exakter Dosierung, präziser Fertigung und hohem handwerklichem Können ab. Eine Spurensuche durch die Historie von Europas größtem Munitionsproduzenten Rheinmetall.

(PresseBox) (Düsseldorf, )
 

1889

Die Pariser Weltausstellung feiert den Eiffelturm. Und Düsseldorf schreibt Industriegeschichte. Am 13. April 1889 erhält die soeben gegründete Rheinische Metallwaaren- und Maschinenfabrik ihren ersten Auftrag: ein Mantelgeschoss für ein 7,92 mm Kleinkalibergewehr. Die verzögerte Maschinenlieferung aus England zwingt das junge Unternehmen fast zur Betriebsaufgabe. Nachdem die Serienproduktion der neuartigen Munition nach fünf Monaten endlich startet, verlässt schon wenige Tage später die erste Charge von 20.000 Geschossen das angemietete Fabrikgelände in der Talstraße. Ab 1890 findet die Produktion im neu errichteten Werk in Derendorf statt.

Gigant aus Stahl

Die größte Munition, die Rheinmetall je gebaut hat: Granaten mit einem Kaliber von bis zu 60cm für den Mörser „Karl“. Sechs dieser Geschütze fertigt Rheinmetall-Borsig zwischen 1940 und 1942. Ein Exemplar der überdimensionalen Granaten steht heute in der Ausstellung am Rheinmetall-Standort Unterlüß.

Gefragte Großkaliber

Ab den 1960er-Jahren stellt Rheinmetall insbesondere mit zwei Munitionstypen seine Fertigungskompetenz weltweit unter Beweis. Die 155mm-Geschosse sind bis heute das Standardkaliber der NATO-Artillerie. 1979 geht die 120mm-Munition für den Kampfpanzer Leopard 2 in Serienfertigung – als flügelstabilisiertes Pfeilgeschoss mit hoher Anfangsgeschwindigkeit. Beide fertigt Rheinmetall in sehr hoher Stückzahl.

Präzisionsarbeit in Frauenhand

Kartuschbeutel nähen, Pulver abfüllen oder Geschosse laborieren: Nicht nur während der Kriegsjahre halten Frauen die Munitionsfertigung in den Werkhallen am Laufen – als günstige Arbeitskräfte und feinmotorisch geschickter als ihre männlichen Kollegen. Tradierte Rollenbilder wie diese sind mittlerweile Vergangenheit. Heute gestalten Frauen als Technikerinnen, Ingenieurinnen und in Führungspositionen die Zukunft des Rheinmetall-Konzerns mit.

In der modernen Kriegsführung gewinnt sogenannte Loitering Munition stark an Bedeutung. Die mit einem Sprengkopf ausgestatteten Kamikazedrohnen kreisen unbemerkt im Luftraum, bis ihnen per Datenlink Ziel und Angriffskommando gegeben wird. Rheinmetall hat mehrere Systeme der Präzisionswaffe im Portfolio.

Smarte Geschosse

Gemeinsam mit Diehl entwickelt Rheinmetall seit dem Ende der 1980er-Jahre intelligente Munition: Geschosse, die selbstständig das Ziel erfassen und die Treffwahrscheinlichkeit drastisch erhöhen. Die Bomblet-Munition RB 63 DM 612 kommt erstmals im US-amerikanischen Mehrfachraketenwerfer MLRS und seinem europäischen Pendant MARS zum Einsatz.

Mega-Fabrik mit hohem Automatisierungsgrad

In den späten 1970er-Jahren hält die Automatisierung Einzug in die Werkhallen: Industrieroboter senken Fehlerquoten, steigern die Produktivität und verkürzen Lieferzeiten. Jüngstes Großinvestment von Rheinmetall ist das 2025 eröffnete, hochautomatisierte Werk Niedersachsen in Unterlüß. In Europas größter Munitionsfabrik will der Verteidigungskonzern künftig pro Jahr bis zu 350.000 Schuss der am Markt stark nachgefragten 155mm-Munition fertigen.

Renaissance eines Klassikers

Im Verteidigungskampf der Ukraine beweist sich der von Deutschland gelieferte Flakpanzer Gepard als äußerst effiziente Flugabwehrwaffe. In Rekordzeit entwickelt Rheinmetall für das ausgemusterte System die passende HEI-T-Munition und produziert die dringend benötigten Granaten im industriellen Maßstab am Standort Unterlüß.

Website Promotion

Website Promotion
Für die oben stehenden Storys, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Titel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Texte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.
Wichtiger Hinweis:

Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH gestattet.

unn | UNITED NEWS NETWORK GmbH 2002–2026, Alle Rechte vorbehalten

Für die oben stehenden Storys, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Titel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Texte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien. Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.