Renault Trucks eXchange: Reparatur im Zeichen der Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Qualität

Renault Trucks eXchange
(PresseBox) ( Lyon, )
Warum muss Umweltschutz teuer sein? Mit der Reparatur von 95% der Motoren, Getriebe und anderen mechanischen Baugruppen der Lastkraftwagen liefert Renault Trucks eine erste Antwort auf die Hauptproblematik des Straßentransports: Senkung der Betriebskosten und Reduzierung der Umweltbelastung durch die "Austauschreparatur" Renault Trucks eXchange.

Renault Trucks bietet als einer der größten europäischen Lkw-Hersteller seit mehreren Jahren die "Austauschreparatur" Renault Trucks eXchange. Die Aktivität der Austauschreparatur steht im Brennpunkt der aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Problematik. Es handelt sich um die vollständige Instandsetzung mechanischer Elemente (Motoren, Getriebe und Baugruppen), um ihre Lebensdauer zu verlängern. Auf diese Weise können die Forderungen der Transportunternehmen nach einer Reduzierung der Wartungskosten mit der Notwendigkeit des Recycling der Lkw-Teile vereinbart werden.

Um diese Aktivität zu unterstützen, hat Renault Trucks im Jahr 2003 ein hochmodernes Werk mit hohen Umweltstandards eingerichtet. Durch das neue Werk konnten im Bereich Austauschreparatur zwei komplett neue, innovative Konzepte entwickelt werden: saubere Demontage und null Flüssigkeitsabfall. Die Aktivität des Werks hat sich innerhalb von zehn Jahren verdoppelt. Die Zahl der Beschäftigten am Standort Limoges ist von 100 Mitarbeitern im Jahr 1992 auf über 140 Mitarbeiter heute gestiegen.

Durch die Rücknahme von ca. 195.000 gebrauchten Teilen und Aggregaten pro Jahr bietet Renault Trucks seinen Kunden eine schnelle, umweltverträgliche und wirtschaftliche Lösung mit Qualitätsgarantie für die Wartung ihrer Lkw. Im Jahr 2008 hat Renault Trucks diese Aktivität mit der Einführung eines Angebots eXchange "auf Anfrage" weiter ausgebaut. Das neue Angebot besteht darin, ein Bauteil oder Aggregat des Kunden kostengünstig und möglichst zeitnah individuell zu überholen.

Eine wirtschaftliche Alternative zum Ersatzteil

Die Lebensdauer eines Lastkraftwagens beträgt ca. zwölf Jahre. Während der Betriebsdauer des Lkw werden ca. 18 % der Teile aus verschiedenen Gründen ersetzt, z.B. wegen Verschleiß, Bruch, Unfall. Diese Wartungskosten sind nicht neutral und müssen immer im Vergleich mit dem Wiederverkaufswert des Fahrzeugs betrachtet werden. So muss man sich die Frage stellen, ob es sich wirtschaftlich lohnt, einen defekten Motor ab einer bestimmten Kilometerzahl durch einen neuen Motor zu ersetzen.

Mit dem Angebot der Austauschreparatur will Renault Trucks den Transportunternehmen die Möglichkeit bieten, ihre Fahrzeuge auch nach Ende der Herstellergarantie kostengünstig zu warten.

Deshalb hat der Hersteller ein komplettes Service-Netz für die Instandsetzung von Gebrauchtteilen eingerichtet, über das ca. 195.000 defekte Gebrauchtteile pro Jahr bei den Service-Partnern abgeholt und in dem Werk in Limoges überholt werden können.

Mit diesem Wiederverwertungssystem kann die ursprüngliche Lebensdauer eines Bauelements verlängert und gleichzeitig der Verkaufspreis gegenüber einem Neuteil um 30-50 % gesenkt werden. Der Preis beinhaltet den Transport der Reparaturteile sowie eine einjährige Herstellergarantie für die Material- und Arbeitskosten mit den gleichen Konditionen wie bei neuen Ersatzteilen.

Wie konnten die Endkosten des Teils so stark reduziert werden? Das hat ganz einfach damit zu tun, dass die in den Originalteilen enthaltenen Rohstoffe, wie z.B. Aluminium, Gusseisen und Stahl, bei der Reparatur wieder verwendet werden. Gleichzeitig konnten die Fertigungsprozesse durch die Einrichtung der Aktivität in einem neuen Werk in Limoges im Jahr 2003 optimiert werden. Durch die optimierten Fertigungsprozesse konnte das nach ISO 14001 zertifizierte neue Werk außerdem seinen Energieverbrauch senken und zeichnet sich durch eine hohe Umweltverträglichkeit aus.

Die Möglichkeit einer Austauschreparatur wird von den Partner-Werkstätten von Renault Trucks prinzipiell immer angeboten. Damit wird den Transportunternehmen eine optimale Reparatur in puncto Kosten und Fristen sowie der Umweltverträglichkeit garantiert. Ohne Kompromisse bei Qualität und Lieferzeit.

Neuteile-Qualität in Rekordzeit

Durch das Prinzip von Standardteilen bei der Austauschreparatur garantiert Renault Trucks seinen Kunden eine Wiederinbetriebnahme der Fahrzeuge in kürzester Zeit. Die Reparatur eines Motors dauert sonst lange und ist teuer: Das Fahrzeug ist mehrere Tage nicht betriebsfähig und das Transportunternehmen muss für seine Lieferungen eine Ersatzlösung finden. Renault Trucks legt deshalb großen Wert auf die Verfügbarkeit und die Qualität der Standardteile der Austauschreparatur, um die Anforderungen seiner Kunden optimal zu erfüllen.

- Neuteile-Qualität

Um auch bei den überholten Teilen und Aggregaten eine lange Lebensdauer zu garantieren, verwendet Renault Trucks bei den Reparaturarbeiten für die Instandsetzung die gleichen Qualitätsstandards wie bei Neuteilen.

Dieses Ergebnis wird in fünf Schritten erreicht.

Demontage

Die sorgfältige Demontage des defekten Teils ist sehr wichtig. Von der sorgfältigen Ausführung der Demontage hängt die Anzahl der wieder verwendbaren Teile ab. Vor der Demontage wird das Bauteil in einer komplett robotisierten Anlage von innen und außen gereinigt. Durch die Reinigung sollen die externen Verschmutzungen (Erde, Schlamm) und die internen Verschmutzungen (Öl, Fett, Kohlenwasserstoffe) entfernt werden.

Nach der Reinigung werden die Verschleißteile komplett entfernt (Dichtungen, Lagerschalen, Kolben...). Alle nicht entfernten Teile werden zu einer weiteren Behandlung nach einem chemischen Beizverfahren weitergeleitet.

Bei diesem Schritt, der als "saubere Demontage" bezeichnet wird, wird jedes Bauteil vollständig gereinigt, auch solche Teile, die beim Zusammenbau später nicht mehr verwendet werden. So wird vermieden, dass zu viele verschmutzte Teile als Abfall anfallen. Das Schmutzwasser wird vollständig aufgefangen und wieder verwertet: Dadurch ist der Wasserverbrauch sehr gering und das Werk kann als Produktionseinheit "ohne Flüssigkeitsabfälle" bezeichnet werden.

Beizen

Durch das Beizen erhalten die Bauteile ihre ursprünglichen Merkmale wieder zurück. Es werden zwei Technologien verwendet:

Die Gehäuse aus Gusseisen, Blechteile und bestimmte Aluminiumteile werden durch ein thermisches Beizverfahren behandelt, bei dem Lacke, Öle und Dichtungen verbrannt werden. Nach dem thermischen Beizverfahren werden die Teile mit Stahlkies gestrahlt und anschließend gewaschen.

Die anderen Teile (Pleuelstangen, Nockenwellen, Kurbelwellen) und bestimmte Aluminiumteile werden durch ein chemisches Beizverfahren behandelt, bei dem Lacke, Öle, Dichtungen, Rückstände und Oxidierungen aufgelöst werden.

Bearbeitung und Vorbereitung

Jedes Teil wird ausführlich kontrolliert, um entweder sofort oder nach einer Reihe von Reparaturarbeiten bis hin zur kompletten Neuformung wieder verwertet zu werden.

Dafür werden verschiedene Prüfverfahren eingesetzt. Zylinderköpfe, Kurbelwellen und Zylindergehäuse werden magnetisch auf eventuelle Rissbildungen geprüft. Dann werden Zylindergehäuse und -köpfe auf einer Prüfbank auf die Konformität des Luft-Wasser-Kreislaufs getestet. Bei Kurbelwellen und Pleuelstangen werden die Abmessungen und Geometrie auf einer Prüfbank kontrolliert. Ölpumpen und Wärmetauscher werden hingegen auf ihre Leistungsfähigkeit hin geprüft.

Der Kontrollstandard der Prüfbänke wird nach den gleichen Regeln wie bei "Originalteilen" festgelegt. Die Standardteile der Austauschreparatur werden nach den gleichen Maßstäben geprüft wie Neuteile.

Nach der Prüfung werden die wichtigsten Bauteile, wie z.B. Gehäuse, Zylinderköpfe, Kurbelwellen und Nockenwellen, mit speziellen Werkzeugen und nach genauen Maßen für die Neuformung neu bearbeitet, um die hohe Passgenauigkeit zu erhalten.

Bearbeitet werden die im Betrieb eingesetzten Oberflächen und anschließend wird die Oberflächengüte kontrolliert. Ziel ist es, einen gleichwertigen Betrieb und gleichwertige Leistungsmerkmale wie bei Neuteilen zu erreichen.

Montage und Tests

Die Montage erfolgt auf der Montagelinie nach denselben Qualitätsstandards wie in der Serienfertigung: Einhaltung bestimmter Anziehmomente, Dichtigkeitsprüfung bei Getrieben und Motoren ...

Nach der Montage wird die Leistung aller überholten Bauteile auf einer Prüfbank getestet. Bei Motoren müssen z.B. sämtliche Messdaten (Drehmoment, Leistung, Abgastemperaturen, Öl-, Wasser- und Luftdruck) die Spezifikationen der neuen Motoren erfüllen, um als "lieferfertig" eingestuft zu werden.

Lackierung

Im letzten Schritt werden die Motoren nach dem gleichen Verfahren wie neue Motoren lackiert. Renault Trucks verwendet dabei einen wasserlöslichen Lack, der den neuesten Anforderungen der Umweltverträglichkeit entspricht.

- Über 3000 Referenzen eXchange in weniger als 1 Tag verfügbar

Mit einem Angebot von über 3000 Referenzen im Lager, die binnen eines Tages verfügbar sind, stellt Renault Trucks seinen Kunden eine effiziente Lösung zur Verfügung. Das Renault Trucks Werk der Austauschreparatur überholt Motoren, Schaltgetriebe, Nockenwellen, Wasser- oder Einspritzpumpen sowie Bremssysteme nach den gleichen Qualitätsstandards wie Neuteile.

Der Renault Trucks Teile-Katalog der Austauschreparatur wird ständig um neue Referenzen erweitert, um die vielfältigen Kundenanfragen abzudecken.

Wenn eine gewünschte Referenz nicht verfügbar ist, bietet Renault Trucks seinen Kunden ein neues eXchange-Angebot "auf Anfrage": Das defekte Aggregat - Getriebe oder Motor - wird von dem Renault Trucks Service-Partner direkt ins Werk in Limoges verschickt, wo es innerhalb von sieben Tagen überholt wird. Der Kunde erhält einen Kostenvoranschlag, der Preis ist aber immer noch günstiger als eine Bestellung "ab Lager".

Insgesamt überholt Renault Trucks in seinem Werk in Limoges über 235.000 Teile pro Jahr, darunter 7.500 Aggregate: Motoren (2,5-12 l), Schaltgetriebe, Antriebsachsen ... Zu den mechanischen Baugruppen, die in dem Werk überholt werden, gehören Nockenwellen, Bremssättel, Wasserpumpen und Einspritzpumpen. Im Bereich der Militärfahrzeuge überholt das Werk in Limoges auch Achsen, Antriebsstränge und komplette Bremssysteme.

Ein umweltverträglicher Fertigungsprozess

Die Entwicklung eines Angebots der Austauschreparatur gehört neben der Erschließung neuer Märkte zu einer Strategie der nachhaltigen Entwicklung. Aus diesem Grund hat Renault Trucks im Jahr 2003 ein komplett neues Werk eingeweiht, das die Anforderungen der Umweltnormen 14001 weit übersteigt und die Umweltbilanz der Aktivität noch weiter verbessert.

Das Unternehmen hat insgesamt 18 Mio. ¤ in die Einrichtung des neuen Werks zur Überholung von Motoren, Schaltgetrieben und Baugruppen (Wasserpumpen, Bremsbacken) investiert. 4,5 Mio. ¤ wurden für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Fertigungsprozesse und der Umweltverträglichkeit aufgewendet.

Durch eine zusätzliche Investition von 500.000 ¤ wurde in dem Werk eine Anlage für die Aufbereitung der Wasserabfälle und anschließenden Wiederverwendung des Wassers im Fertigungsprozess eingerichtet: Zwei 20 m3-Tanks mit aufbereitetem Wasser versorgen alle Waschlinien in einem geschlossenen Kreislauf. Jährlich werden nur 2000 m3 in den Kreislauf hinzugefügt und am Ende des Kreislaufs entstehen keine Flüssigkeitsabfälle. Eine chemische Waschanlage garantiert eine saubere Demontage.

Vor diesen Investitionen betrug der Wasserverbrauch der Aktivität Austauschreparatur ungefähr 400.000 m3 pro Jahr (entspricht dem Verbrauch von 2000 Haushalten), die aus dem Grundwasser gepumpt wurden. Mit der neuen Anlage konnte der Verbrauch um das Hundertfache gesenkt werden! Im Jahr 2007 wurden in dem Werk weniger als 4000 m3 Wasser verbraucht und der Wasserverbrauch geht hauptsächlich auf die sanitären Einrichtungen zurück.

"Mit der Waschlinie für die zu überholenden Aggregate und dem System zur Aufbereitung der industriellen Abwasser setzt unser Werk Maßstäbe auf dem Gebiet der Arbeitsbedingungen und Umweltverträglichkeit im Bereich der Austauschreparatur", erklärt Philippe Fontenas, Leiter des Werks in Limoges.

Durch die Verwendung eines überholten Aggregats werden außerdem sämtliche Phasen des Gusses und Schmiedens, die sehr viel Energie verbrauchen, vermieden. Auch durch die Wiederverwertung der Rohstoffe, wie z.B. Aluminium, Gusseisen und Stahl, können die Kosten und die Umweltbelastung gesenkt werden. Die Umweltbilanz eines überholten Aggregats ist deshalb sehr positiv. Außerdem wird die Lebensdauer des Aggregats durch die Überholung verdoppelt oder verdreifacht.

Da Renault Trucks bei der Konzeption der Lkws die Wiederverwertung am Ende der Lebensdauer berücksichtigt, werden die Hauptaggregate so ausgelegt, dass sie nach genauen Bearbeitungsmaßen ein oder zweimal überholt werden können.

Heute sind alle Baureihen zu über 90 % wieder verwertbar und 100 % der Antriebsstränge eines Lkws können überholt werden. Renault Trucks zeigt damit sein Engagement, die Umweltbelastung durch seine Aktivitäten und Produkte zu reduzieren.
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