Hoher Besuch: Umweltminister Dr. Marcel Huber zu Gast in REHAU

Bioenergiezentrum Hochfranken erhält Prädikat "Mustergültig"

Friedrich Gräßel überreichte Dr. Marcel Huber als Gastgeschenk einen REHAU Gartenschlauch (von links: Friedrich Gräßel, Vorsitzender der REHAU Geschäftsleitung Zent-raleuropa, Alexander König, Mitglied des Landtages, Michael Abraham, Bürgermeister der Stadt Rehau, Dr. Marcel Huber, Bayerischer Minister für Umwelt und Gesundheit)
(PresseBox) ( Rehau, )
Der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber war zu Besuch bei Polymerspezialist REHAU, um sich über das Konzept 'Bioenergiezentrum Hochfranken' zu informieren. "Wir brauchen Leuchtturmprojekte und starke Partner in Bevölkerung, örtlicher Politik und Industrie, die mit innovativen Ideen die Energiewende voranbringen", betonte Huber im Rahmen seines Besuchs. Dank der intelligent aufeinander abgestimmten Systeme der einzelnen Anlagen überzeuge das Bioenergiezentrum vor allem durch eine optimale Energieausbeute. Es entsteht vor den Toren des Industriestandorts Rehau und baut auf Energiegewinnung durch Biomasse.

Rehau. - Das 'Bioenergiezentrum Hochfranken' ist ein Verbundsystem regenerativer Energieerzeuger mit dem Schwerpunkt der Reststoffverwertung. Konkret wird bei diesem Projekt die Energie zu 76 Prozent aus Abfällen gewonnen. Mit dem Endausbau im Jahr 2014 wird die Energieerzeugung 76.000 MWh pro Jahr betragen. Durch den deutschlandweit bislang einzigartigen Standortausbau werden damit in der rund 10.000 Einwohner starken, oberfränkischen Stadt Rehau rund 40 Prozent des benötigten Energiebedarfs von Privathaushalten und Industrie gedeckt. Das Konzept 'Bioenergiezentrum Hochfranken' überzeugte die geladenen Gäste auch durch die 'Smart Grid'-Konzipierung, die eine 100-prozentige Energienutzung vor Ort ermöglicht. Vorgelagerte Stromnetze werden durch das Bioenergiezentrum nicht belastet.

Eine Bioenergieanlage zur Vergärung industrieller Nebenprodukte, eine Biogasanlage sowie ein Industriekraftwerk liefern in und um Rehau bereits Wärme und Strom. Als wichtiger Baustein des 'Bioenergiezentrums Hochfranken' entsteht vor den Toren der Stadt unter Beteiligung privater Firmen sowie der regionalen Abfallorganisationen nun eine groß dimensionierte Anlage zur Bioabfallvergärung. Das dafür aufgewandte Investitionsvolumen beträgt rund 9,4 Millionen Euro. Die Anlage garantiert die hoch effektive Vergärung von biologischem Hausmüll. Das heißt: Der Inhalt der Biotonne von lokalen Landkreisen wird hoch effizient zu Biogas und Kompost umgewandelt. Eine Besonderheit der Bioabfallvergärung ist die besonders effiziente Nutzung der Wärme: Sie wird durch ein Nahwärmenetz direkt an die Verbraucher verteilt, unter anderem an das Schulzentrum und das Hallenbad. "Die Erschließung neuer Potentiale zur Energiegewinnung ist für das Gelingen der Energiewende von großer Bedeutung. Dabei müssen wir gerade dezentrale Lösungen für die Situation vor Ort im Blick haben," so Huber.

Mit dem von REHAU Energy Solutions entwickelten WastERGY®-Verfahren ("Waste to Energy") werden die bisherigen Probleme, die beim Vergären des Bioabfalls entstehen, kompetent gelöst: Durch eine intelligente Aufbereitung werden Störstoffe wie Plastik, Glas und Bleche von den biogenen Stoffen getrennt. Weitere Abtrennstufen ermöglichen eine Reinheit des Gärrestes von mehr als 99,5 Prozent, was die Weiterverarbeitung stark vereinfacht. Die Gasausbeute ist am Ende 25 bis 30 Prozent höher als bei bestehenden Verfahren.

Dr. Marcel Huber zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft, die in Hochfranken herrscht, um die Energiewende konkret umzusetzen. Am Ende der Veranstaltung zog er das Fazit: "Große Fortschritte können vor allem dann erzielt werden, wenn alle Beteiligten auf lokaler Ebene kooperativ zusammenarbeiten. Eine erfolgreiche Energiewende setzt auf starke innovative Partner vor Ort."
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