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Pressemitteilung BoxID: 764413 (Regionalmanagement Erzgebirge c/o Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH)
  • Regionalmanagement Erzgebirge c/o Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH
  • Adam-Ries-Straße 16
  • 09456 Annaberg-Buchholz
  • http://www.wirtschaft-im-erzgebirge.de
  • Ansprechpartner
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Starke Wirtschaft – Starke Region – Starke Partner im Erzgebirge

Regionalkonferenz Erzgebirge 2015

(PresseBox) (Stollberg, ) Über 120 Vertreter aus Wirtschaft, der kommunalen Familie des Erzgebirgskreises und institutionelle Partner des Regionalmanagements Erzgebirge sind der Einladung zur Regionalkonferenz nach Stollberg gefolgt. Die Teilnehmer eint das Interesse an einem aktiven Regional- und Standortmarketing für die Wirtschaftsregion Erzgebirge. Wie kann dieses gemeinsam besser organisiert werden? Das ist die zentrale Frage, die hinter allen Beiträgen der Konferenz steht.

„Mit dem Regionalmanagement Erzgebirge haben der Landkreis und die größten Städte der Erzgebirgsregion etwas Einmaliges in Sachsen aufgebaut. Die aktive Kommunikationsarbeit für den attraktiven Wirtschaftsstandort und die lebenswerte Region ist ein Mehrwert. Die Identität mit der Region gilt es auszubauen und noch stärker mit den Unternehmen des Erzgebirges zu verknüpfen“, mit diesen Worten eröffnete Frank Vogel, Landrat des Erzgebirgskreises und Sprecher des Regionalmanagements Erzgebirge die Konferenz. Ein ländlich verdichteter Raum abseits der städtischen Zentren muss selbst Akzente setzen und gut vernetzt zusammenarbeiten. Zudem zwingt die demografische Gesamtentwicklung der Erzgebirgsregion viele Unternehmen dazu, ihre Bemühungen zur Fachkräftesicherung zu verstärken.

Die Zuwanderung von Menschen aus dem In- und Ausland und die Begeisterung von jungen Menschen, sich in der Region eine berufliche Zukunft aufzubauen, sind daher wichtig, um das Erzgebirge erfolgreich weiterentwickeln zu können. Doch dafür müssen Kommunen, Wirtschaft und Institutionen enger zusammenarbeiten.

Erzgebirgische Wirtschaft sieht Chance in stärkerer Vernetzung

Mit einem Plädoyer für ein aktives Standortmarketing im Rahmen der eigenen Unternehmenspräsentation setzten Dr. Bernd Hentschel, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer der HENKA Werkzeuge und Werkzeugmaschinen GmbH sowie André Lang, Geschäftsführer der Norafin Industries (Germany) GmbH die ersten Impulse der Veranstaltung. Die Außendarstellung von Unternehmen ist vielfältig. Ob Fachmesse, die eigene Website oder Mitarbeiter als Multiplikatoren - ein Verweis auf die Region schadet nicht. Im Gegenteil: „Das Internet bietet vielfältige Wege Partnerschaften einzugehen und auf Angebote zu verweisen. Von dieser Art der Zusammenarbeit profitieren alle Partner. Die wirklich große Herausforderung, der wir uns gemeinsam stellen müssen und können, ist die Integration von Migranten und deren Qualifizierung. Voraussetzungen sind in der Region zweifelsohne vorhanden und müssen gebündelt werden. Mit der Initiative ‚CNC-Kompetenzzentrum‘ für Migranten will HENKA einen Beitrag dazu leisten“, schilderte Dr. Bernd Hentschel.

An diesem Punkt setzt die Studienpräsentation von Markus Schubert, Partner der CONOSCOPE GmbH, die mit der Befragung zur Imageevaluation des Erzgebirges beauftragt war, an. Die Selbstwahrnehmung vieler Kriterien der Lebensqualität ist in der Region schlechter, als es die Befragten außerhalb des Erzgebirges widergeben. Die Wertigkeit des Lebens in einer beliebten Urlaubsregion, Freizeitmöglichkeiten in der Natur oder die Wohnungssituation werden von den befragten Erzgebirgern schlechter bewertet, als das Kenner und Besucher der Region einschätzen. Ein ähnliches Bild ergibt sich in der Bewertung von Bildungsangeboten. Hier liegt das Erzgebirge bundesweit auf einem guten Niveau. Die Wahrnehmung und Einschätzung der Erzgebirger ist jedoch eine andere.

In der Schlussfolgerung braucht es eine nachhaltige und langfristige Kommunikation über die Vorzüge und Qualitäten der Region. „Bescheidenheit ist eine Tugend, weckt aber keine Begeisterung“, kommentiert Landrat Frank Vogel die Daten. Werden von Multiplikatoren Erfolge und positive Leistungen offensichtlicher nach außen getragen, stärkt dies die Wahrnehmung der Gesamtregion. Der Makel der Niedriglohnregion haftet dem Erzgebirge zweifelsohne an. Dem müssen sich Unternehmen offensiv stellen, um im Wettbewerb um Köpfe nicht das Nachsehen zu haben.

Standortmarketing ein Thema auch für erzgebirgische Unternehmen

Dr. Dirk Lüerßen bot einen Blick über den Tellerrand, wie andere Regionen sich der gemeinsamen Vermarktung als Standort nähern. Als Geschäftsführer des Wachstumsregion Ems-Achse e.V. gab er einen breiten Einblick, welche Maßnahmen zur Fachkräfteakquise kommunale Partner, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Institutionen gemeinsam initiieren können. Der Verein ist seit 2006 aktiv und hat über 470 Mitglieder.
Als Ausblick und Vision stellten vier Unternehmer Beispiele vor, wie erzgebirgische Unternehmen aktuell mit den aufgezeigten Herausforderungen umgehen und Potentiale besser nutzen. Die soziale Verantwortung von Unternehmen und die Wertschätzung für Mitarbeiterleistungen sind dafür wesentliche Voraussetzungen. Die Unterstützung bei der Kinderbetreuung, Fitnessmöglichkeiten, Weiterbildungsangebote oder Aufgabenfelder mit einer großen Eigenverantwortlichkeit für Mitarbeiter sind hier nur beispielhaft zu nennen. „Tue Gutes und rede darüber“, mit diesen Worten beschreibt die Vorstandsvorsitzende der micas AG, Katja Hillenbrand das, was zukünftig Unternehmen verstärkt tun sollten. Viele erzgebirgische Unternehmen sind hier besonders aktiv, kommunizieren dies aber bislang nicht nach außen. Die gemeinsame Vermarktung würde somit vielen helfen.
Abschließend konkretisierte Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, wie die Zusammenarbeit im Erzgebirge zukünftig aussehen könnte. In einem Wirtschaftsbeirat des Regionalmanagements Erzgebirge könnten viele Ideen aus den Unternehmen gebündelt werden. „Durch die verbindliche Mitwirkung und Gestaltung des Regionalmarketings erhoffen wir uns, dass Unternehmen positive Botschaften aus unserer Heimat im Außenauftritt einfließen lassen“, betont Matthias Lißke.

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