Potenziale kleiner Wasserkraft in Baden-Württemberg

Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr veranstaltet Kongress zum Thema Kleinwasserkraft

(PresseBox) ( Reutlingen, )
Bei der Stromerzeugung ist die Wasserkraft die bedeutendste erneuerbare Energiequelle in Baden-Württemberg. Neben 65 Anlagen, die mit einer Leistung von mehr als 1 MW zur großen Wasserkraft zählen, sind im Südwesten rund 1.700 Anlagen mit einer Leistung unter 1 MW - der sogenannten kleinen Wasserkraft - anzutreffen. Da bei der Wasserkraftnutzung direkt in Gewässer eingegriffen wird, bestehen vor allem bei der kleinen Wasserkraft erhebliche Konfliktpotenziale mit der Gewässerökologie und der Fischerei. Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg veranstaltet zu diesem Thema den Kongress "Chancen und Herausforderungen für die Kleine Wasserkraft in Baden-Württemberg", der am 10. Februar 2011 im Rahmen der CEP® CLEAN ENERGY & PASSIVEHOUSE stattfindet.

Sowohl aus klimapolitischer Sicht als auch aufgrund des weiteren Ausbaus erneuerbarer Energien ist die Frage nach der energetischen Erschließung ungenutzter Potenziale der kleinen Wasserkraft nach wie vor aktuell. Ebenso ist es ein Ziel des Landes, wesentliche Verbesserungen des gewässerökologischen Zustands im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen, das heißt insbesondere die Durchgängigkeit der Gewässer für Fische herzustellen.

Im Rahmen einer Landesstudie werden die bislang für die Energiegewinnung noch nicht genutzten Standorte in kleineren Fließgewässern, bei denen Querverbauungen bereits vorhanden sind, untersucht. Auch die Standorte, die bereits in Betrieb sind, werden hinsichtlich ihrer Optimierungsmöglichkeiten bewertet. Ziel ist eine "Positivkartierung" und Auflistung geeigneter Standorte. Besondere Berücksichtigung finden insbesondere die ökologischen Gesichtspunkte bei der Bewertung der einzelnen Standorte. Die Landesstudie beschränkt sich allerdings auf das Neckareinzugsgebiet ohne schiffbaren Neckar.

In einem ersten Schritt zur Umsetzung der Ergebnisse der Studie veranstaltet das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg im Rahmen der CEP® CLEAN ENERGY & PASSIVEHOUSE den Kongress "Chancen und Herausforderungen für die Kleine Wasserkraft in Baden-Württemberg". Ministerin Tanja Gönner wird den Kongress mit einem Beitrag zum Thema "Wasserkraftnutzung und Gewässerökologie - ein Widerspruch?" eröffnen.

Neben der Vorstellung aktueller Potenzialstudien zur kleinen Wasserkraft an Rhein, Donau und Neckar sowie in Deutschland allgemein bietet der Kongress einen Überblick zu gesetzlichen Rahmenbedingungen und präsentiert gelungene Umsetzungsbeispiele. So spricht Prof. Dr. Bernhard Pelikan von der European Small Hydropower Association (ESHA) zu Entwicklung und Innovation. Konrad Hölzl vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit erläutert Wasserkraftpotenziale und deren Förderung in Deutschland. Eine Podiumsdiskussion zum Konfliktbereich Wasserkraftnutzung - Gewässerökologie - Fischerei führen Wolfgang Reuther, Präsident des Landesfischereiverbands Baden-Württemberg e.V., und MdL Karl-Wilhelm Röhm, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Wasserkraftwerke Baden-Württemberg e.V.

Weitere Informationen zu Messe und Kongress finden Sie unter www.cep-expo.de.
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