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Pressemitteilung BoxID: 694706 (R. Stahl AG)
  • R. Stahl AG
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R. STAHL profitiert von guter Nachfrage und erzielt Allzeithoch bei Aufträgen

(PresseBox) (Waldenburg, ) .
- Auftragseingang erreicht im ersten Halbjahr 2014 mit 169,0 Mio. EUR neuen Höchststand
- Aufwärtstrend beim Umsatz im zweiten Quartal
- EBIT in Höhe von 5,6 Mio. EUR reflektiert operative Beeinträchtigungen durch Übernahmesituation und Sonderaufwendungen
- Konsequente Fortsetzung der Wachstumsstrategie im zweiten Halbjahr nach Sicherung der Eigenständigkeit
- Anpassung der EBIT-Prognose 2014 - Bestätigung des Ausblicks für Auftragseingang und Umsatz 2014 sowie Mittelfristprognose

Die R. STAHL Gruppe hat die gute Dynamik innerhalb ihrer Abnehmerindustrien auch im zweiten Quartal erfolgreich genutzt, um ihre Marktposition zu stärken. Im ersten Halbjahr steigerte R. STAHL den Auftragseingang um 6,9 % auf 169,0 Mio. EUR (Vorjahr: 158,2 Mio. EUR) und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Das Unternehmen profitierte vor allem von einer guten Nachfrage bei Kunden aus der Öl- und Gasindustrie sowie aus der Chemiebranche.

"Wir nutzten konsequent die gute Dynamik in unseren Abnehmerindustrien, um neue Aufträge zu platzieren und erzielten im ersten Halbjahr einen Höchstwert beim Auftragseingang. Das stärkste Wachstum realisierten wir in Asien/Pazifik, wo wir in den letzten Monaten erheblich in unsere Marktpräsenz und unsere Standorte investierten. Andererseits wurden wir im zweiten Quartal in unserer Geschäftsentwicklung deutlich gebremst. Durch die Verteidigung unserer Eigenständigkeit konnten wir unseren Wachstumskurs nicht mit voller Geschwindigkeit fortsetzen. Wir werden die zweite Jahreshälfte bestmöglich nutzen, um zu unserem gewohnten Tempo zurückzukehren. Allerdings werden wir einzelne Etappenziele erst später realisieren," sagte Martin Schomaker, Vorstandsvorsitzender der R. STAHL AG.

Den stärksten Auftragsanstieg erzielte R. STAHL im ersten Halbjahr 2014 in der Region Asien/Pazifik: Die Orders erhöhten sich um 53,0 % auf 38,3 Mio. EUR (Vorjahr: 25,0 Mio. EUR). Darunter befanden sich unter anderem Bestellungen für Schiffe mit Produktions- und Lagereinheiten, sogenannte Floating Production Storage and Offloading Units (FPSO), in Singapur. In Amerika steigerte R. STAHL den Auftragseingang um 8,3 % auf 28,8 Mio. EUR (Vorjahr: 26,5 Mio. EUR). Besonders hervorzuheben ist, dass R. STAHL mit der Lieferung explosionsgeschützter Komponenten für den ersten IECEx-zertifizierten FPSO-Auftrag im Golf von Mexiko beauftragt wurde. Die Entscheidung für R. STAHL bestätigt die hohe Reputation und Kompetenz, die sich das Unternehmen auf dem Gebiet der IECEx-Technologie erarbeitet hat. In Europa blieb der Auftragseingang um 7,9 % unter dem Vorjahresniveau und belief sich auf 67,8 Mio. EUR. Dies war vor allem auf die schwächere Nachfrage aus Norwegen zurückzuführen. Dennoch platzierte R. STAHL neue Aufträge bei Ölkonzernen in Skandinavien sowie bei verschiedenen Kunden in Südeuropa. In Deutschland legte der Auftragseingang um 3,5 % auf 34,1 Mio. EUR (Vorjahr: 32,9 Mio. EUR) zu und profitierte von einem Aufwärtstrend im zweiten Quartal.

Umsatz in Höhe von 146,5 Mio. EUR - Aufwärtstrend im zweiten Quartal

Aufgrund der zeitlichen Verzögerung zwischen Auftragseingang und Umsatzrealisierung ist die positive Orderentwicklung noch nicht in den Erlösen ablesbar. R. STAHL erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 146,5 Mio. EUR (Vorjahr: 148,3 Mio. EUR). Der leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem schwächeren ersten Quartal sowie aus Wechselkurseffekten aufgrund des starken Euros. Bereinigt um Wechselkurseffekte erzielte R. STAHL einen Umsatzanstieg von 2 %.

Innerhalb der Regionen entwickelte sich der Umsatz in Deutschland mit einem Anstieg von 8,4 % auf 33,2 Mio. EUR (Vorjahr: 30,6 Mio. EUR) am stärksten. Entsprechend steuerte der Heimatmarkt rund ein Viertel zum Gesamtumsatz bei. Im übrigen Europa ging der Umsatz um 4,3 % zurück und belief sich auf
66,6 Mio. EUR (Vorjahr: 69,7 Mio. EUR).Die Region Asien/Pazifik verzeichnete ein dynamisches zweites Quartal. Auf Halbjahresbasis lag der Umsatz in der Region allerdings noch 4,7 % unterhalb des Vorjahres und belief sich auf 24,1 Mio. EUR (Vorjahr: 25,3 Mio. EUR). In Amerika lag der Umsatz mit 22,5 Mio. EUR (Vorjahr: 22,7 Mio. EUR) nahezu auf Vorjahresniveau, wobei die Erlöse im zweiten Quartal erfreulich angezogen.

Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die gute Dynamik innerhalb der Abnehmerindustrien und die Erhöhung der Auftragseingänge im zweiten Quartal positiv auf die Umsatz- und Ertragslage von R. STAHL in der zweiten Jahreshälfte auswirken werden.

Strategische Wachstumsinvestitionen fortgesetzt

R. STAHL setzt ein umfangreiches Investitionsprogramm um, welches für die Jahre 2012 bis 2014 ein Volumen von über 70 Mio. EUR vorsieht. So hat der Konzern bereits deutlich in den Ausbau des Systemgeschäfts, in die Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungskompetenz sowie die Erhöhung der Fertigungskapazitäten investiert. Im laufenden Geschäftsjahr wird die dritte Phase des Investitionsprogramms im Umfang von rund 25 Mio. EUR umgesetzt.

In der ersten Jahreshälfte nahm R. STAHL den neuen Standort in Malaysia in Betrieb und stattete Werke in den Niederlanden, Norwegen und Waldenburg mit zusätzlichen Maschinen aus. Das Investitionsvolumen belief sich in den ersten sechs Monaten auf 8,8 Mio. EUR. Darüber hinaus erhöhte das Unternehmen die Zahl der Fachkräfte, um das steigende Auftragsvolumen entsprechend des hohen Qualitätsanspruchs auszuführen. Die Personalaufwandsquote - bezogen auf die Gesamtleistung - stieg vor dem Hintergrund des unterproportionalen Umsatzwachstums auf 39,9 % (Vorjahr: 36,3 %) an.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) belief sich auf 5,6 Mio. EUR (Vorjahr: 11,8 Mio. EUR) und die EBIT-Marge betrug 3,8 % (Vorjahr: 7,9 %). Die Ertrags- und Profitabilitätsentwicklung blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Dies ist vor allem auf die außerplanmäßigen Belastungen durch den Übernahmeversuch der Firma Weidmüller zurückzuführen. Diese Sondersituation band die Kapazitäten von Management und Mitarbeitern und erforderte intensiven Dialog mit verunsicherten Kunden. Der Übernahmeversuch verursachte zusätzliche Kosten für Abwehrmaßnahmen und Beratungsdienstleistungen. Außerdem konnten Effizienzsteigerungsprojekte nicht wie vorgesehen im zweiten Quartal fortgesetzt beziehungsweise angestoßen werden. Die Markteinführung des neuen LED-Beleuchtungsprogramms musste verschoben werden, da die Aufmerksamkeit des Marktes vorwiegend dem Übernahmeversuch galt. Dies hatte Umsatzeinbußen im Leuchtengeschäft zur Folge, die unser Ergebnis sowohl im zweiten als auch dritten Quartal 2014 beeinflussen. Auf Jahresbasis belaufen sich die direkten und indirekten Kosten im Zusammenhang mit dieser Sondersituation insgesamt auf rund 5 Mio. EUR. Im zweiten Quartal fielen davon bereits etwa 3 Mio. EUR an. Bereinigt um diese Einmalaufwendungen belief sich das EBIT auf 8,6 Mio. EUR.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) lag bei 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 10,0 Mio. EUR), die EBT-Marge belief sich auf 2,6 % (Vorjahr: 6,8 %).

EBIT-Prognose für 2014 angepasst - Ausblick für Auftragseingang und Umsatz 2014 sowie Mittelfristziele bestätigt

Nach der erfolgreichen Sicherung der Eigenständigkeit setzt R. STAHL in der zweiten Jahreshälfte seine Wachstums- und Effizienzmaßnahmen mit Nachdruck fort. Allerdings geht der Vorstand nicht davon aus, die Verzögerungen in der zweiten Jahreshälfte vollständig ausgleichen zu können. Zudem belasten im dritten Quartal noch indirekte Kosten des Übernahmeversuchs unser Ergebnis. Darüber hinaus ist weiterhin mit politischen Unsicherheiten in einzelnen Ländermärkten zu rechnen.

Vor diesem Hintergrund passt der Vorstand die Prognose für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2014 von ursprünglich 24 Mio. EUR bis 26 Mio. EUR auf 18 Mio. EUR bis 22 Mio. EUR an.

Auf Basis des hohen Auftragsbestands und der anhaltend positiven Nachfragedynamik bestätigt der Vorstand die Prognose für den Auftragseingang und den Umsatz. R. STAHL strebt im laufenden Geschäftsjahr einen Auftragseingang in Höhe von 325 Mio. EUR bis 335 Mio. EUR und einen Umsatz von
315 Mio. EUR bis 325 Mio. EUR an.

Die Prognose für die Jahre 2015 und 2016 bleibt von den außerplanmäßigen Ereignissen des aktuellen Geschäftsjahres unberührt. Die mittelfristige Prognose behält damit ihre Gültigkeit. R. STAHL sieht sich sehr gut positioniert, um profitabel zu wachsen und setzt dazu auf vier strategische Maßnahmen: Die beschleunigte Entwicklung innovativer Produkte und Systeme für den Explosionsschutz, die erweiterte Präsenz in Abnehmerindustrien und Wachstumsregionen, die Stärkung der Technologieführerschaft und die Erhöhung der Auslastung und Effizienz.

 

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R. Stahl AG

R. STAHL ist weltweit führender Anbieter von elektrischen und elektronischen Produkten und Systemen für den Explosionsschutz. Sie verhindern in gefährdeten Bereichen Explosionen und tragen so zur Sicherheit von Mensch, Maschine und Umwelt bei. Das Spektrum reicht von Aufgaben wie Schalten/Verteilen, Installieren, Bedienen/Beobachten, Beleuchten, Signalisieren/Alarmieren bis hin zum Automatisieren. Typische Anwender sind Wachstumsbranchen wie die Öl- & Gasindustrie, die chemische und pharmazeutische Industrie sowie die Nahrungs- und Genussmittelbranche. Rund 1.870 Mitarbeiter erwirtschafteten 2013 weltweit einen Umsatz von 304 Mio. EUR. Die Aktien der R. STAHL AG werden im Regulierten Markt/Prime Standard der Deutschen Börse gehandelt (ISIN DE000A1PHBB5).