Die unbequeme Wahrheit über Röttgens Abgang

Warum Mutti Merkel Norbert Röttgen wirklich fallen ließ

Norbert Röttgen. Quelle: Wikipedia, J. Patrick Fischer, GNU-Lizenz (PresseBox) ( Leipzig, )
Von: Michael Rollten
Hier der komplette Artikel:
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Hier ein Auszug:

Norbert Röttgens Rauswurf ist nicht allein seine „Schuld“. Es ist die Spätfolge eines weit schwereren Fehlers. Und zwar von Angela Merkel: Der systematischen Demontage des Koalitionspartners FDP.

Gerade ein Jahr ist es her, dass FORSA-Chef Manfred Güllner im Stern dies als schweren strategischen Fehler bezeichnete: „Die Union muss daran interessiert sein, in der FDP einen starken Partner zu haben. Zu glauben, man habe doch mit den Grünen eine Alternative wäre leichtfertig und verfrüht.“ Genau das ist jetzt passiert. ...

Die FDP hätte damals eine Chance gehabt, wenn die Kanzlerin deutlich zu ihrem Partner gestanden hätte oder wenn die FDP gesagt hätte: „So nicht!“ Sie hätte die Koalition notfalls platzen lassen müssen. Das hätte zwar die Regierungsbeteiligung gekostet, aber Wählerstimmen gerettet. Es wäre als Standhaftigkeit, als Zuverlässigkeit interpretiert worden.

... Glaubt wirklich jemand allen Ernstes, die Kanzlerin hätte mit ihrem Umweltminister, der als Muttis Klügster für die Politkarriere im Jahr 2007 die stressfreiere und besser bezahlte Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ablehnte, nicht über die Möglichkeit der Wahlniederlage gesprochen? Ausgerechnet die Kanzlerin, die instinktsichere und coole Machtpolitikerin soll sich nicht vorher Gedanken gemacht haben? Glaubt jemand wirklich, dass sie von Röttgen verlangt hätte, als Oppositionsführer nach NRW zu gehen, wo sie den mediensicheren und loyalen Röttgen doch in Berlin brauchte?

Nein. Die Absprache war: Verliert Röttgen, darf er in Berlin bleiben. ... Alle wussten es. Keiner, der es wusste, sagte es. Jetzt wissen es alle besser. Jetzt braucht die Partei wieder einmal ein Bauernopfer. Diesmal trifft es Norbert. In der Hoffnung auf eine spätere Rehabilitation und eine 2. Chance wird er still halten. CDU-Vize ist er ja noch.
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