Traumatisierten und belasteten BOS-Einsatzkräften begegnen

Hürden, Rettungsanker und Herausforderungen bei der Gesprächsführung

Bonn, (PresseBox) - Einsatzkräfte sind in ihrer Arbeit belastenden Situationen ausgesetzt. Je nach Einsatzbereich variieren die potentiell belastenden Inhalte in Belastungsaspekt, Intensität und auftretender Häufigkeit. Ein rechtzeitiges und qualitatives Gespräch ist ein wichtiger Faktor für das Vorbeugen von posttraumatischen Belastungsstörungen sowie maladaptiven Strategien wie etwa Suchterkrankungen. Dieses Seminar gibt Leitungskräften in Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben die nötigen Informationen, um entsprechende Gespräche mit Ihren Mitarbeitern erfolgreich zu führen. Zu den Inhalten gehört ein Exkurs in die Traumatologie. Führungskräfte bekommen somit Kenntnisse zum chronologischen Ablauf von psychischen und körperlichen Reaktionen. Die Einflüsse auf das Handeln des Betroffenen werden aufgezeigt. In Bezug auf das nachsorgende Gespräch werden beiderseitige Befürchtungen und Erwartungen an das Gespräch reflektiert. Gesprächstechniken und Nutzen des nachsorgenden Gesprächs bilden den Abschluss.

Methoden: Vorwissen aktivieren und ergänzen, Vermutungen ansprechen, besondere Einsatzgebiete der Führungskräfte berücksichtigen, Partnerarbeit, Schema-Arbeit, Rollenspiel, agieren mit Übungen („heißer Stuhl“), Gesprächstechniken kennenlernen, eigene Prioritätenliste erarbeiten, Befürchtungen ausräumen.

Zielgruppe:

Führungskräfte und zuständige Ansprechpartner im Einsatzwesen.

Seminarablauf

Themenüberblick, 1. Tag, 9:30-17:30 Uhr:

Die Situation verstehen und Traumatisierung begreifen
  • Einführung
  • Traumatisierungsart und Traumatisierungshäufigkeit
  • Einmalige oder kontinuierliche Traumatisierung als Auslöser von Belastungsreaktionen
  • Chronologischer Ablauf: Inzident, Entwicklung von vorübergehenden Reaktionen, Chronifizierung, Regeneration
  • Symptome
  • Rolle von Triggern
  • Einfluss der Traumatisierung auf das Weltbild und Selbstbild
  • verändertes Handeln und Berechenbarkeit des Betroffenen
Themenüberblick, 2. Tag, 9:30-17:30 Uhr:

Das Gespräch führen und souverän handeln
  • Anlass für ein Gespräch, Festlegung des Gesprächstermins
  • Handlungsspielraum: Dienstliche Verantwortung und kollegiale Fürsorge
  • Gesprächsinhalt / Gesprächsziel
  • Gesprächsbezogene Erwartungen des Betroffenen
  • Mittelfristige Bedürfnisse des Betroffenen
  • Eigene Erwartung an das Gespräch
  • Gesprächstechniken
  • Klären von Ausnahmesituationen
  • Besondere Reaktionen von Betroffenen
  • Dienstliches Handeln nach einem Gespräch
  • Nutzen der Gespräche
Referenten

Isa  Julgalad, 1986 in Potsdam geboren. In ihrem Psychologiestudium fokussierte sie sich auf Traumatologie, Resilienz und Prävention. Sie arbeitet an der Fachhochschule der Polizei in Brandenburg. Seminare für Prävention bietet sie vor allem im Einsatzwesen an.

Sven  Täuber, 1963 in Berlin geboren. Nach seinem Theologiestudium arbeitete er als Pfarrer in Hellersdorf und ist seit 2006 als Polizeiseelsorger im Land Brandenburg und in der Notfallseelsorge und Einsatznachsorge tätig.

Termin und Ort

Ort: Tagungshotel Berlin
Zeitraum: 16.05.2017 09:30 Uhr - 17.05.2017 17:30 Uhr

Preis

950,- Euro zzgl. MwSt.

Website Promotion

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.