Vier Monate bis zum Supportende
Spring Boot ist das verbreitetste Framework für Java-Geschäftsanwendungen. In Banken, Versicherungen, Industrieunternehmen und öffentlicher Verwaltung tragen damit gebaute Anwendungen häufig Kernprozesse. Broadcom hat den kommerziellen Support für die 2er-Generation mehrfach verlängert, zuletzt bis Ende 2026. Danach steht für diese Anwendungen kein Herstellersupport mehr zur Verfügung. Auch frühe Stände der Nachfolgegeneration sind abgekündigt, darunter Spring Boot 3.0 bis 3.3.
Migration dauert länger als das verbleibende Zeitfenster
Der Wechsel auf Spring Boot 3 ist kein gewöhnliches Versionsupdate.Er setzt Java 17 voraus. Dazu kommt die Umstellung von javax auf jakarta, die sich durch den gesamten Programmcode zieht. Betroffen sind sämtliche Abhängigkeiten einer Anwendung, auch die von Drittanbietern. In gewachsenen Anwendungslandschaften dauern solche Projekte nach Erfahrung aus der Beratungspraxis zwischen zwölf und 36 Monaten. Vier Monate reichen dafür nicht.
„Wer die Migration erst begonnen hat, steht im Januar trotzdem ohne Support da. Das Projekt läuft weiter, der Schutz nicht. Genau diese Lücke muss überbrückt werden, bevor sie entsteht“, sagt Christian Grave, Geschäftsführer der ProLicense.
Was Lizenzmanager jetzt prüfen sollten
Der Status lässt sich ohne tiefe technische Prüfung feststellen. Die Frage an Entwicklung oder Betrieb lautet, auf welcher Java- und welcher Spring-Boot-Version die Kernanwendungen laufen. Jeder Stand, der mit 2. beginnt, fällt unter das Supportende. Wer zusätzlich noch Java 8 oder Java 11 einsetzt, steht vor einem zweiten Modernisierungsschritt.
Drittsupport als Übergang
Für abgekündigte Open-Source-Komponenten liefert HeroDevs Sicherheitspatches, die ohne Änderung am Code eingebunden werden. ProLicense ist Partner von HeroDevs für den DACH-Raum und begleitet Unternehmen bei Bewertung, Umfang und Verhandlung. Ob Drittsupport, Migration oder eine Kombination günstiger ausfällt, hängt vom Einzelfall ab. Unternehmen klären das im persönlichen Gespräch.
Das Ziel von ProLicense bleibt in beiden Fällen dasselbe: minimale Kosten bei voller Compliance.