High-Tech-Konsortium bringt europäische Technologie-Plattform für High Performance Computing auf den Weg

(PresseBox) (Barcelona/Jülich/München, ) PROSPECT, eine offene europäische Vereinigung führender Technologiefirmen und Anwender von Supercomputern aus Industrie und Forschung, gründet eine Europäische Technologie-Plattform für High Performance Computing. Sie soll beitragen, High Performance Computing (HPC) für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft in Europa besser nutzbar zu machen. Die Europäische Technologie Plattform für High Performance Computing (ETP-HPC) wird eine Agenda wichtiger europäischer Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des HPC erstellen und der Europäischen Kommission vorlegen mit dem Ziel, öffentliche Förderung für HPC bestmöglich zum Nutzen der europäischen Wirtschaft und Gesellschaft einzusetzen.

In dreijähriger Vorbereitung hat PROSPECT einen Ausblick auf die Stellung und Bedeutung des europäischen HPC für das Jahr 2020 erarbeitet. Das PROSPECT "Vision Document" zu HPC wurde dem Fachpublikum im Beisein von EU-Vertretern am 21. Juni 2011 anlässlich einer Podiumsdiskussion auf der Internationalen Supercomputing-Konferenz (ISC2011) in Hamburg vorgestellt.

Der Vorsitzende des Vorstandes von PROSPECT e.V. und Direktor des Barcelona Supercomputing Centre, Francesc Subirada, sagt: "Die Europäische Technologie-Plattform für HPC wird grundlegend dazu beitragen, die europäische Wettbewerbsfähigkeit in Entwicklung und Haltung neuer und unabhängiger HPC-Technologien zu verstärken. PROSPECT handelt nach demokratischen Prinzipien und ist offen für eine Mitgliedschaft jeder Organisation, die sich unseren Bemühungen anschließen möchte, europäische Industrie, Wissenschaft und Gesellschaft zu unterstützen."

Europäische Technologie-Plattformen helfen in einer Vielzahl von Technologiefeldern, Europas Forschungsprioritäten zu definieren, um Europas Konkurrenzfähigkeit zu verbessern. ETPs werden von der Industrie geführt. Sie beraten die Europäische Kommission bei der Vorbereitung der Forschungsprogramme.

Die ETP für HPC nimmt sich der Technologieentwicklung in allen Feldern der Informations- und Kommunikationstechnologie mit Relevanz für HPC und Supercomputing an. Supercomputer sind universelle Werkzeuge, um wissenschaftlich-technische Probleme höchster Komplexität zu bewältigen. Zu solchen zählt der Einfluss kurz- und langfristiger Naturphänomene auf die Gesellschaft wie Wetter, Klimaveränderung oder die Ausbreitung von Krankheiten. Dazu kommen der effiziente Einsatz von Energie-Ressourcen, neue Materialien und Chemikalien sowie die Verkürzung industrieller Innovationszyklen. Supercomputer dominieren Anwendungen in Wissenschaft und Wirtschaft wie die Entschlüsselung des Genoms, Finanzanalysen, Crash-Tests, Flugzeugbau und Meteorologie, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

HPC besitzt ein enormes Potential, Innovation, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu fördern und Arbeitsplätze in führenden Sektoren der europäischen Wirtschaft zu schaffen. In den nächsten Jahren wird sich HPC als eine transformative Technologie für Wirtschaft und Gesellschaft erweisen. Vorteile durch Einsatz von HPC werden sich in vielen Bereichen sowohl in der Großindustrie als auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen ergeben. Dies gilt für die Forschung auf vielen Gebieten, wo Design- und Testlösungen mit immer besserer Vorhersagekraft, Schnelligkeit und Kosteneffizienz als bisher möglich werden. Durch die Verbreiterung des Einsatzes und die Beseitigung von Barrieren, HPC einzusetzen, ergeben sich für Europa globale Wettbewerbsvorteile auf breiten Feldern von Industrie und Wissenschaft sowie bei der Bewältigung großer Herausforderungen für die Gesellschaft.

ParTec GmbH

PROSPECT (Promotion of Supercomputing Partnerships for European Competitiveness and Technology, http://www.prospect-hpc.eu/) ist ein eingetragener Verein mit Mitgliedern aus europäischer Industrie und Forschung auf dem Gebiet des HPC. PROSPECT wurde 2007 gegründet und hat aktuell 32 Mitglieder aus 7 Ländern Europas. Bis heute haben 22 Mitgliedsorganisationen (HPC-Firmen, Forschungszentren und Anwenderorganisationen) aus Ländern wie Deutschland, Spanien, Italien, Niederlande, Norwegen und Russland bestätigt, dass "[...] die ETP für HPC die gemeinsame Entwicklung neuer Hardware- oder Software-Lösungen durch Partnerschaften der Teilnehmer fördern wird. Das Ziel ist zu gewährleisten, dass Europa das Know-How im Bereich der HPC-Technologien meistern kann und, falls nötig, einen unabhängigen Zugang zu einer strategischen Technologie haben kann".

Diese Organisationen sind: Barcelona Supercomputing Center (BSC), Cray, Data Direct Networks, Dell, Deutscher Wetterdienst, EuroTech, Forschungszentrum Jülich, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS), HP, IBM, Karlsruhe Institute of Technology (KIT), Leibniz-Rechenzentrum (LRZ), Megware, Micron Semiconductors, Netherlands National Computing Foundation (NCF), Numascale, ParTec Cluster Competence Center, The University of Edinburgh, T-Platforms, T-Systems, und Universität Heidelberg.

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