Die Photovoltaik-Anlage leistet insgesamt etwa 83 kWp. Auf einen Speicher verzichtete Becker, die Anlage lohnt sich für ihn vor allem über den Eigenverbrauch. „Das meiste nutzen wir eh direkt“, so Becker. Außerdem macht ein kleiner Speicher bei bis zu 60 kW Verbrauch wenig Sinn und ein entsprechend großer hätte das Budget, die Räume und die zu erfüllenden Rahmenbedingungen gesprengt. Wenn also die Sonne nicht scheint, bezieht er seinen Strom zum sehr fair verhandelten Verbrauchspreis beim regionalen Energielieferanten. „Das passt, zumal die Anlage selbst bei bewölktem Himmel fast überraschend gute Ergebnisse liefert“, so Becker, der festhält, dass er „ohne OSNATECH beziehungsweise die Leichtmodule wahrscheinlich bis heute noch keine PV-Anlage auf dem Dach hätte.“ Sein hoher persönlicher Aufwand hat sich am Ende gelohnt. Denn obwohl – oder gerade weil – ihm Statiker wiederholt mitgeteilt hätten, dass PV auf dem traglastbeschränkten Dach seiner Gewerbeimmobilie nicht möglich sei, kam aufgeben für ihn nicht in Frage.
Die Wende brachte letztendlich ein Gespräch mit den Elektroinstallateuren von E-Tec, die er auf die Leichtmodule ansprach, von denen er im Internet gelesen hatte. Der OSNATECH-Partner vermittelte ihn samt Anfrage an Pott und nur kurze Zeitspäter saßen der Leichtmodul-Experte und der Modellbauer zusammen. OSNATECH stellte Berechnungen für die passende Anlagengröße an und begleitete im Rahmen des 360-Grad-Services den gesamten Prozess – von der Verlegeplanung der mehr als 200 eArc Module über deren Installation, die ohne Bohrung oder weitere Gewichte mit speziellen Klebern des OSNATECH-Partners Innotec auf einer UV-festen Unterkonstruktion aus Kunststoffprofilen verklebt worden sind. In Summe bringt die Anlage nur rund fünf Kilogramm pro Quadratmeter Gewicht aufs Dach. Die Elektroinstallation inklusive Netzanschluss übernahm dann wiederum E-Tec.
„Mit Glasmodulen wäre es nicht möglich gewesen“, stimmt Pott zu. Mit den rund 70 Prozent leichteren SUNMAN-Leichtmodulen war es aber kein Problem.“ Becker selbst war dabei stets eingebunden und ließ es sich auch nicht nehmen, bei der letztendlichen Installation durch E-Tec beinahe „täglich einmal auf dem Dach zu sein“, wie er erzählt. „Man will ja schließlich wissen, was dort passiert und wie sein Traum von der eigenen Energie vom Dach dann doch Realität wird“, freut er sich.