PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 755408 (NOE-Schaltechnik Georg Meyer-Keller GmbH + Co. KG)
  • NOE-Schaltechnik Georg Meyer-Keller GmbH + Co. KG
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Geschichtsträchtige Mauer

Hochwasserschutzwand in Breskens, Niederlande mit NOEplast Strukturmatrizen gestaltet

(PresseBox) (Süssen, ) Der Hochwasserschutz der niederländischen Stadt Breskens entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen und wurde erneuert. Dabei entstand unter anderem eine Wasserrückhaltewand, die mit Hilfe von Strukturmatrizen des Herstellers NOE-Schaltechnik gestaltet wurde. Alle Motive erinnern an die Geschichte des Ortes.

Heute ist das niederländische Breskens ein beschauliches Hafenstädtchen, das durch seinen wunderschönen Sandstrand besticht und zahlreiche Touristen anzieht. Doch so friedlich war es nicht immer. Aufgrund seiner Nähe zu Großbritannien und seiner strategischen Lage an der Mündung des Flusses Schelde war Breskens wiederholt militärischen Aktionen ausgesetzt. Beispielsweise begann hier im Rahmen der napoleonischen Kriege eine britische Invasion. Sie hatte zur Folge, dass entlang der Küste zahlreiche Befestigungen gebaut wurden, von denen das Fort Frederik Hendrik die bedeutendste war. Und auch im Zweiten Weltkrieg war Breskens Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen.

Küstenbefestigung

Bisher hat man als Besucher des Touristenstädtchens nicht viel von dieser wechselvollen Geschichte erfahren. Dies änderte sich allerdings mit der Verbesserung des Hochwasserschutzes. In diesem Zusammenhang errichteten die Verantwortlichen eine 486 m lange Wasser-Rück­haltewand. Diese besteht aus Betonfertigteilen, die ca. einen Meter aus dem Sand ragen und genauso tief darin vergraben sind. Die Oberflächen sind mit einem Relief aus Symbolen und Schriftzügen gestaltet, die Bezug zu der Geschichte des Ortes nehmen. Geplant wurde die Schutzmaßnahme von dem niederländischen Landschaftsarchitekturbüro Planklaan, Den Bosch.

Geschichte in Symbolen

Die Mitarbeiter von Planklaan gingen bei der historischen Rekonstruktion sehr sorgfältig vor. Besonderes Augenmerk legten sie auf das Fort Frederik Hendrik. Es wurde 1814 von Napoleon errichtet und musste später einem Ferien- und Strandpark weichen. Da die Festung einen fünfeckigen Grundriss hatte, entwarfen die Architekten hierfür ein sternförmiges Symbol. Es ist auf einem Großteil der Betonmauer zu sehen. Ein anderes Relief zeigt Kanonen älteren und jüngeren Datums. Zudem erinnern unterschiedlich große Schriftzüge an verschiedene geschichtliche Ereignisse der Umgebung und deren Jahreszahl. Wie zum Beispiel die Invasion der Briten oder die belgische Revolution von 1830.

Um die Motive auf die Betonoberflächen zu übertragen setzten die Verantwortlichen NOEplast Strukturmatrizen ein. Hierbei werden die aus PU bestehenden Strukturmatrizen in die Schalung geklebt oder gelegt. Anschließend wird betoniert. Sobald der Beton ausreichend ausgehärtet ist, kann ausgeschalt werden, wodurch die gewünschte Oberflächenstruktur zum Vorschein kommt. 

Effiziente Unterstützung

Bei den Wasserschutzwänden in Breskens vertrauten die Verantwortlichen auf das Know-how und Können des niederländischen Tochterunternehmens der NOE-Schal­technik aus Süssen. Diese vertreibt bereits seit über 40 Jahren Strukturmatrizen unter dem Namen NOEplast. Neben einem umfassenden Sortiment an Matrizen mit attraktiven Standardmotiven bietet der Hersteller auch die Möglichkeit, individuelle Ideen zu realisieren. Dabei stehen die NOE Mitarbeiter ihren Kunden von der Konzeption bis zur tatsächlichen Umsetzung immer mit viel Erfahrung und effektiven Lösungsvorschlägen zur Seite. So schlugen sie für die Wasserschutzwand in Breskens vor, nicht wie üblich eine vollflächige, mehrere Zentimeter dicke Matrize zu fertigen, sondern statt dessen lediglich die gewünschten, z. T. handtellergroßen Motive aus NOEplast zu fertigen. Diese wurden anschließend auf eine Trägerplatte geklebt, die auf der Schalung fixiert war. Das hatte den Vorteil, dass wesentlich weniger Material verbraucht und Kosten gespart wurden. Dieses Verfahren ließ sich sowohl auf die Symbole der Wand als auch auf deren Schriftzüge anwenden.

Beratung bis ins Detail

Die Planer sahen beispielsweise als Symbol für das Fort Frederik Hendrik ein Motiv vor, das sich aus einem an den Seiten abgeflachten fünfeckigen Stern, einer tiefen Rinne und einem erhabenen Bogen zusammensetzt. Dabei sollte der fünfeckige Stern das Fort, die Rinne den Wassergraben darum und der Bogen eine Reihe von Kanonen darstellen, die sich damals vor der Festung befanden und auf das Meer ausgerichtet waren. Beim Entwurf der NOEplast Elemente stellte sich allerdings heraus, dass die Rinne in der Matrize zu tief und zu schmal war, um sich beim Ausschalen gut vom Beton zu lösen. Den Architekten hingegen war diese Geometrie wichtig, weil sie sonst befürchteten, dass die gewünschte Schattenwirkung nicht zum Vorschein käme. Aus diesem Grund schlug NOE eine minimale Änderung des Motivs vor. Diese kam sowohl der ästhetischen Gestaltung als auch der technischen Umsetzung zugute: NOE riet den Planern dazu, die Rinne etwas breiter und flacher zu gestalten. Zudem wurde empfohlen, in die Rinne drei zusätzliche kleinere Rillen zu integrieren. Diese sollten einerseits das Wasser in dem Graben symbolisieren und andererseits für die gewünschte Schattenwirkung sorgen. Den Architekten gefiel dieser Vorschlag so gut, dass er umgesetzt wurde. So konnte durch die sorgfältige Planung und gute Zusammenarbeit von Architekten und NOE-Mitarbeitern ein attraktives Ergebnis erzielt werden. Heute dient die Wasserschutzwand nicht nur der Sicherheit der Stadt Breskens, sondern bringt den Betrachtern die Geschichte des Ortes auf attraktive Weise näher.

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