Unsichere WLAN-Verschlüsselung: WPA in 15 Minuten geknackt

(PresseBox) ( München, )
Die bislang als sicher geltende WPA-Verschlüsselung für Funknetzwerke hat offenbar gravierende Schwachstellen. Deutschen Wissenschaftlern gelang es, innerhalb von 15 Minuten in WPA-gesicherte Netzwerke einzudringen, berichtet das Computerportal PC Professionell. Auf der am morgigen Mittwoch im japanischen Tokoya beginnenden Sicherheitskonferenz PanSec 2008 steht auch ein Vortrag des Darmstädter Informatikers Erik Tews auf dem Programm, der den Titel "Gone in 900 Seconds, Some Crypto Issues with WPA" trägt. Tews und seine Kollegen, die schon die WEP-Verschlüsselung knackten und das Tool Aircrack entwickelten, haben Schwachstellen im bislang als sicher geltenden WPA mit dem Protokoll TKIP entdeckt. TKIP steht für Temporal Key Integrity Protocol und verwendet einen Schlüssel, der sich temporär nach der Übertragung von Datenpaketen von 10 KB ändert.

Den Informatikern gelang es nun, WLAN-Router entsprechend zu manipulieren und größere Datenmengen zu schicken, was das Knacken der Verschlüsselung vereinfacht. Zudem hätte man einen "mathematischen Durchbruch" erzielt, durch den man die Verschlüsselung sehr schnell umgehen kann - 12 bis 15 Minuten sollen angeblich genügen.

Einen Teil ihrer Erkenntnisse haben die Forscher bereits in ihr Tool Aircrack einfließen lassen. Details zu den Methoden sollen demnächst in Fachpublikationen veröffentlicht werden.
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