Qoros investiert knapp 2 Mrd. Euro bis 2015

Chef Steinwascher: Wie wollen "chinesischen Volkswagen" bauen

(PresseBox) ( Shanghai, )
Der neue Autohersteller Qoros will innerhalb der nächsten Jahre der führende chinesische Autohersteller in Westeuropa werden. Das kündigte Qoros-CEO Guo Qian in der Zeitschrift auto motor und sport an. "Wir wollen zur führenden chinesischen Marke in Westeuropa aufsteigen." Dafür hat das Tochterunternehmen des chinesischen Autoherstellers Chery und des israelischen Investors "Industrieholding Israel Corporation" bereits erhebliche Summen investiert. Der frühere VW-Manager und heutige Qoros-Vorstandschef Volker Steinwascher sagte der Zeitschrift, dass bislang 500 Millionen Euro in die Entwicklung von Modellen und den Bau der Fabrik in Chanshu westlich von Shanghai investiert wurden. Das gesamte Budget bis 2015 soll bei knapp zwei Milliarden Euro liegen. Aktuell beschäftigt Qoros rund 800 Mitarbeiter.

Chef-Designer Gert Volker Hildebrand, früher Chef-Designer bei Mini, kann inzwischen auf drei Design-Teams zurückgreifen: etwa 30 Mann in München, weitere 30 in Graz und ein 15-köpfiges Team in Shanghai. Die Qoros-Designstrategie bezeichnet Steinwascher als "german sophisticated design". Es gehe um auberes, funktionelles, aber auch elegantes Design. Hildebrand will einen "chinesischen Volkswagen" bauen.

In den ersten eineinhalb Jahren soll alle sechs Monate ein neues Modell auf den Markt kommen. Geplant sind bislang ein Stufen- und ein Schrägheck-Modell, ein Kombi sowie ein SUV. Alle vier Fahrzeuge sollen auf der gleichen Plattform aufbauen. Das Werk in Chanshu ist zunächst für 150.000 Einheiten ausgelegt, kann aber bis auf 260.000 ausgebaut werden. Danach ist geplant, das Werk zu spiegeln und die Kapazität auf 500.000 auszuweiten.

Ende 2013 will Qoros in China mit rund 80 Händlern an den Start gehen. 2015 beginnt der Verkauf in Europa, erfuhr auto motor und sport. Die ersten Autos sollen nach Osteuropa ausgeliefert werden, wo Stufenheck-Limousinen besonders gefragt sind. Später folgt Westeuropa. Derzeit verhandelt Steinwascher mit großen Handelsgruppen über den Aufbau eines Vertriebsnetzes.
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