PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 378204 (Metropolregion Rhein-Neckar GmbH)
  • Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
  • M1, 4-5
  • 68161 Mannheim
  • http://www.m-r-n.com
  • Ansprechpartner
  • Florian Tholey
  • +49 (621) 12987-43

Dank KÜM erfolgreich in die Ausbildung gestartet

Modellprojekt der Metropolregion Rhein-Neckar führt zu gesteigerten Übergangsquoten von Hauptschülern / Lotsen unterstützen 2.100 Schüler bei der Vorbereitung auf das Berufsleben

(PresseBox) (Mannheim, ) Mit Start des neuen Ausbildungsjahres zieht die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH eine überaus positive Bilanz für die 15 Hauptschulen des bundesweit einmaligen Modellprojekts "Hauptschultalente für die Metropolregion - Kooperatives Übergangsmanagement Schule-Beruf" (KÜM). Zum 30. September 2010 fand bereits jeder vierte KÜM-Schüler direkt im Anschluss an den Abschluss einen Ausbildungsplatz (Übergangsquote: 25,3%). Im Jahr zuvor war es noch nahezu jeder fünfte (Quote: 18,3%). "Der Erfolg von KÜM belegt eindeutig: Wenn junge Hauptschüler auf ihrem Weg in das Berufsleben professionell und dauerhaft begleitet werden, dann haben sie auch gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt.

Unsere Lotsen, die Berufsberatungen der örtlichen Arbeitsagenturen und alle weiteren Partner haben hervorragende Arbeit geleistet", so Dr. Dorothee Karl, Leiterin des Arbeitsbereichs "Vitaler Arbeitsmarkt" der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH.

Fünf Schulen übertreffen vorab Fünf-Jahres-Ziel

An fünf regionalen Hauptschulen wurde bereits drei Jahre nach dem Start von KÜM das Fünf-Jahres-Ziel - eine Verdopplung der Übergangquote von 14,4% auf 28,8% - übertroffen. Vermittlungsquoten von mehr als 30% melden die Karrillon-Schule Weinheim, die Pfingstbergschule Mannheim, die Realschule Plus im Schulzentrum Ludwigshafen-Edigheim und die Langenbergschule im hessischen Birkenau. An der Neustadter August-Becker-Schule startete sogar jeder zweite Abgänger in die duale Ausbildung.

Lotsen helfen auf dem Weg zum richtigen Job

Im Rahmen von KÜM fördern hauptamtliche Lotsen ab Klasse 7 in einem kontinuierlichen Coaching die Interessen und Begabungen der Schüler zu Tage. Mit dem Wissen über die eigenen Stärken können die Jugendlichen in Praktika gezielt erste Erfahrungen sammeln. "Am Ende dieses Prozesses steht ein realistischer und aus den Talenten der Jugendlichen abgeleiteter Berufswunsch und nicht, wie leider viel zu oft, die unmotivierte und damit wenig erfolgversprechende Bewerbung ins Blaue", berichtet Karl. So finden sich auf der Liste der Ausbildungsberufe der KÜM-Schüler neben den traditionell beliebten, wie Friseurin, KFZ-Mechatroniker oder Einzelhandelskauffrau, auch außergewöhnliche, wie Winzerin, Buchdrucker oder Steinmetz. "KÜM öffnet Türen. Bei vielen Unternehmen in der Region hat sich inzwischen herumgesprochen, dass KÜM-Schüler gut vorbereitet und hoch motiviert sind.

Erhalten sie eine Chance, können sie sich häufig auch gegen Mitbewerber aus Realschulen durchsetzen", so Karl weiter.

KÜM gibt 2.100 jungen Menschen eine Perspektive

Im Gegensatz zu anderen Initiativen richtet sich KÜM nicht nur an sogenannte "lerngefährdete Jugendliche", sondern an alle Schüler der 15 Pilotschulen. Aktuell profitieren rund 2.100 junge Menschen von der Arbeit der 30 Lotsen. Rund die Hälfte der Schüler haben einen Migrationshintergrund. Mit seinem ganzheitlichen Ansatz, der neben Lehrern und Berufsberatern auch Eltern und lokale Unternehmer in die Berufsvorbereitung mit einbezieht, erfüllt KÜM bereits heute eine zentrale Forderung, die im Zuge der Diskussion um den sich abzeichnenden Fachkräftemangel immer lauter wird:

Die Ausbildungs- und Berufsreife junger Menschen deutlich zu verbessern.

Metropolregion Rhein-Neckar GmbH

"Hauptschultalente für die Metropolregion - Kooperatives Übergangsmanagement Schule-Beruf" - kurz KÜM - ist das deutschlandweit umfassendste Modell zum erfolgreichen Übergang von der Hauptschule ins Berufsleben. Kern des Modellprojekts, das seit 2007 an 15 Pilotschulen in der MRN durchgeführt wird, ist die konsequente Betreuung und zielgerichtete Unterstützung der Schüler durch hauptamtliche Lotsen, Lehrer und Berufsberater ab Klasse 7. Auf Basis verschiedener Testverfahren und Beratungsgespräche werden die Talente der Schüler zum Vorschein gebracht und langfristig individuell gefördert. Die Ergebnisse der Tests und weitere KÜM-relevante Daten, wie z. B. Schulnoten oder absolvierte Praktika, fließen in ein Monitoring-System ein, wodurch der genaue Entwicklungsverlauf festgehalten wird. Auf diese Weise ist eine kontinuierliche Verbesserung der Ausbildungs- und Berufsreife möglich. Derzeit betreuen 30 Lotsen knapp 2.100 Hauptschüler. Von besonderer Bedeutung für die erfolgreiche Vorbereitung der Jugendlichen auf das Berufsleben sind die sogenannten lokalen Schulpartnerschaften. In diesen Netzwerken arbeiten alle Beteiligten - angefangen bei den Schülern über Berufsberater, Lehrer und Lotsen bis hin zu den Unternehmen vor Ort - zusammen und ermöglichen den Schülern u. a. Zugang zu Praktika und Ausbildungsplätzen. Umgesetzt wird KÜM von der MRN GmbH. Die Finanzierung erfolgt zur einen Hälfte von der Bundesagentur für Arbeit, zur anderen Hälfte von den Ministerien der Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.