TURNING DAYS 2017 wird von der Industrie im “Dreiländereck” in der Bodensee-Region akzeptiert

Besucherzahl aber spürbar unter der Vorveranstaltung, viele Neukunden, hohe Qualität der Fachbesucher wird gelobt, intensiver Ideenaustausch / Die "Familie" der TURNING DAYS ist lebendig und zeigt Geschlossenheit

(PresseBox) (Birkenfeld, ) Am 17. Februar 2017 endete die Fachmesse TURNING DAYS in Friedrichshafen mit 4.550 Fachbesuchern. In die Besucherzahl wurden Berufsschulklassen, Presse und Institutionen nicht eingerechnet. Der Besucherrückgang von fast 20 Prozent war der Splittung des Besuchermarktes in enger räumlicher und zeitlicher Nähe stattfindenden Messen geschuldet.

Gemischte Gefühle bei den Ausstellern

Große Einigkeit herrschte, dass der neue Standort auch viele neue Fachbesucher mit sich brachte. “Wir haben viele gute neue Kontakte erhalten, viele davon aus Oberschwaben und Allgäu mit konkreten Aufträgen, alleine deswegen hat sich die Messe für uns gelohnt” zieht Carola Prinzbach-Eble von Prinzbach Sonderwerkzeuge Resumée.

Bis Nachmittag waren die Hallen gut mit Fachbesuchern gefüllt; es zeigte sich aber, dass die berühmte “dritte Besucher-Welle” ausblieb. Viele Fachbesucher des “Heubergs” kamen in der Vergangenheit noch kurz auf ein “Feierabend Bierchen” bei den Ausstellern vorbei, doch der neue Standort Bodensee ist hierfür zu weit entfernt. So begrüßten die Aussteller zwar TURNING DAYS “Stammgäste” als Unternehmen in nahezu gleicher Anzahl in Friedrichshafen, jedoch in geringerer “Besetzung”. Die vom Veranstalter angebotenen Busshuttles wurden leider nicht sehr intensiv genutzt. Rege Diskussionen unter den Ausstellern und gut gemeinte Lösungsvorschläge an den Veranstalter waren die Folge. Trotzdem; “Ich habe alle meine Kunden aus den vergangenen Messejahren auf dem Stand gehabt, allerdings eher gezielt die Entscheiderebene” meint Wolfgang Gross, Betriebsleiter bei Kraft & Bauer Brandschutzsysteme.

Zufriedene Besucher

Laut Besucherumfrage waren 93 Prozent der Fachbesucher mit dem Serviceangebot, Erreichbarkeit und der Hallenstruktur zufrieden und 87 Prozent würden Kollegen und Freunden den Besuch der diesjährigen Fachmesse empfehlen. Ca. 20 Prozent der TURNING DAYS Besucher kamen aus dem Ausland, im Schwerpunkt selbstverständlich aus Schweiz, Österreich und Italien.

Joachim Schröder, Leiter Vertrieb bei BASS Gewindetechnik: “Für uns bleibt die TURNING DAYS die beste Fachmesse der Branche. Entscheidungsträger, insbesondere aus der Schweiz, kamen auf unseren Stand und wir konnten intensive Gespräche führen. Insbesondere freut es uns dieses Jahr, dass die Besucher die sehr tolle Messeatmosphäre so gelobt haben. Auch die Werbung war im Vorfeld gut und die TURNING DAYS waren positiv im Gespräch.”

Highlight “Zukunftsfabrik”

Gut besuchtes Highlight der Fachmesse war die Zukunftsfabrik, die in bisher nicht präsentierter Art und Weise das Thema 4.0 für den Mittelstand praxisnahe und vernetzte Produktion in Echtzeitbetrieb dargestellt hat. Moderation und Konzept hatte Herr Prof. Dr. Mike Barth (von der Hochschule Pforzheim) übernommen. “Die ausgewogene Mischung aus Front-End-Forschung und industrieller Praxis hat überzeugt. Mit durchweg sehr gut besuchten Vortrags-Sessions konnte eine rege und spannende Diskussion über das Thema Industrie 4.0 geführt werden. Digitale Geschäftsmodelle bewegen nun auch kleine und mittlere Unternehmen.”

Die Umsetzung und technische Koordination hatte das Unternehmen GEWATEC Systemlösungen mit großem Engagement übernommen. Christian Fritz von GEWATEC ist begeistert und auch ein klein wenig erleichtert. “Die Zukunftsfabrik war auch für uns ein großes Wagnis. Und es zeigt die Effizienz der digitalen Vernetzung, denn wir haben es geschafft vorher nicht miteinander bekannte Maschinen und Werkzeuge in kürzester Zeit kommunizieren und sogar produzieren zu lassen. Das war eine beachtliche Leistung aller Beteiligten”. (Anmerkung des Veranstalters: Chapeau, liebe Teilnehmer der Zukunftsfabrik und herzlichen Dank!)

Hausaufgaben für den Veranstalter und Ausstellerbeirat

“Wir sind zwar überzeugt davon, dass wir gemeinsam mit dem Beirat die richtige Entscheidung mit dem Standort Friedrichshafen getroffen haben, trotzdem ist die gegenwärtige Situation im Hinblick auf die räumliche und zeitliche Dichte von Messen nicht zufrieden stellend. Hier werden wir alles tun, um dem Beirat in absehbarer Zeit konkrete Lösungsvorschläge zu unterbreiten.” so Dirk Spahn, der die TURNING DAYS seit ihrem Beginn begleitet.

Auch das Datum und unsere Öffnungszeiten stehen zur Disposition Gut getan hat das viele Lob von Maschinenherstellern und Werkzeuganbietern, diese Bereiche werden weiter ausgebaut. “Letztendlich geht es ja um den Spagat, unsere jahrelangen “Stammgäste” keinesfalls zu verlieren und gleichzeitig neue Fachbesucher und Partner für unsere Aussteller zu gewinnen. Beides ist gleichwertig zu betrachten, aber selbstkritisch müssen wir feststellen, dass Ersteres nur teilweise gelungen ist. Hier sehe ich die Hauptaufgabe, denn aus den umliegenden Regionen in D / A / CH wird uns aus der Wirtschaft großes Interesse signalisiert, hier werden wir gemeinsam unseren Weg machen.” so Dirk Spahn weiter.

Neuer Termin in 2019

Die TURNING DAYS werden in 2019 im Zeitraum Ende Februar bis Ende Mai in Friedrichshafen stattfinden. Der genaue Termin wird in Absprache mit der Messegesellschaft vor Ort in Kürze veröffentlicht.

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