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Pressemitteilung BoxID: 785555 (DÖPPLER.TEAM GmbH)
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Sind LEAN Consultants Verschwendung?

Kommentar von Karl Heinz Döppler - Herausgeber LEANmagazin.de

(PresseBox) (Marktheidenfeld, ) Wie gut ist es bestellt mit der professionellen Unterstützung bei der Implementierung der LEAN Philosophie? Groß sind teilweise die Versprechungen der selbst ernannten Lean Spezialisten, die ihren potentiellen Kunden das blaue vom Himmel versprechen. Egal ob externe Top Consultants, interne Lean Berater oder an Hochschulen angedockte Institute, die überwiegende Mehrheit der Anbieter von Lean Dienstleistungen können sehr, sehr selten auf eine wirklich gelungene komplette Lean-Transformation als Referenz verweisen.

Geradezu grotesk wird es, wenn akademisch gebildete Nachwuchsconsultants „im dunkelblauen Zwirn“ einem Praktiker mit 20jähriger Berufserfahrung erklären wollen, wie er künftig arbeiten soll, um Verschwendung zu eliminieren. Abgesehen davon ist eine wirklich nachhaltige Veränderung zum Guten (Kai Zen) nur möglich, wenn alle hauseigenen beteiligten Führungskräfte ihre Mitarbeiter tagtäglich zu einer Lean Denke anregen und ihre eigene unternehmensspezifische Lean Arbeitsweise entwickeln. Dies gilt im Besonderen auch für die Top-Führungskräfte eines Unternehmens.

Was ist zu tun?

Lean bedeutet, dass der Kundenwert – der Wert für den Kunden - eines der entscheidenden Kriterien ist.

Wertvolle oder verschwenderische Lean Beratung wird somit ausschließlich vom Kunden definiert.

Zumindest in kleineren mittelständischen Unternehmen geschieht dies in der Regel auf ganz pragmatische Weise:

  • Ist unsere Auftragsabwicklung schneller geworden?
  • Ist unsere Produktentwicklung schneller?
  • Haben wir - bei gleichen Kosten - mehr Umsatz gemacht?
  • Konnte die Produkt-/Auftragsqualität verbessert werden?
  • Wurden Bestände gesenkt?
  • ...
Lean Implementierung ist also keineswegs Selbstzweck, sondern sollte zumindest aus Kundensicht unmittelbar einem unternehmerischen Nutzen dienen. Jeder Lean Consultant muss sich daher permanent die Frage stellen lassen, welchen Kundenutzen er tatsächlich mit seinem Tun generiert.

Oder sind die ganzen Lean Workshops, Lean Schulungen, Prozessmappings und 5S-Initiativen nicht selbst „Verschwendung“? Müsste nicht viel unmittelbarerer mit den Beteiligten an ihren konkreten Prozessen gearbeitet und verbessert werden und das ganze „Lean Instrumentarium“ nur nach dem Pull-Prinzip zum Einsatz kommen?

Es geht nicht darum in möglichst vielen Unternehmen Lean einzuführen, sondern viel wichtiger ist es Unternehmen zukunftssicher, flexibel und profitabel aufzustellen. Das zum Erreichen dieses Zieles die Lean Philosopie und die Lean Instrumentarien einen herausragenden Beitrag leisten können, steht für mich außer Frage

Karl Heinz Döppler
Herausgeber LEANmagazin

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