Digitale Technik und Tele-Medizin retten Leben und erhöhen Genesungschancen von Schlaganfallpatienten

Das Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen (ZTM) und die Lean GmbH aus Wuppertal schaffen gemeinsam die technischen Grundlagen für den Aufbau des Telemedizinischen Netzwerks "Tele-Stroke" am Klinikum rechts der Isar der TU München

Visitenwagen Lean ProCart XL-VD mit fernsteuerbarer Video-Kamera und Telekonferenz-System
(PresseBox) ( Wuppertal, )
Statistisch gesehen erleidet in Deutschland alle zwei Minuten ein Mensch einen Schlaganfall. Rund 63.000 Menschen überleben dieses Ereignis nicht. Etwa ein Viertel der Betroffenen überlebt mit schweren Folgeschäden. Sowohl die grundsätzliche Überlebenschance als auch der Schweregrad bleibender Schäden sind maßgeblich davon abhängig, wie schnell ein Schlaganfall erkannt und fachgerecht behandelt wird. Hierfür ist seitens der Erstbehandlung im Krankenhaus vor allen Dingen diagnostisches Know how unverzichtbar. Viele Schlaganfälle äußern sich in Symptomen, die von Medizinern ohne ausgewiesene Fachkenntnisse mit anderen Erkrankungen verwechselt werden können. Entsprechend geschulte und erfahrene Neurologen sind gerade an kleineren Krankenhäusern, insbesondere im ländlichen Raum, selten anzutreffen. Der Transport von potentiellen Schlaganfallpatienten zum nächsten Facharzt erfordert jedoch Zeit, die in vielen Fällen nicht vorhanden ist.

Mit dem Konzept „Tele-Stroke“ hat das ZTM gemeinsam mit der Lean GmbH eine Möglichkeit entwickelt, Patienten auch dort eine fachgerechte Erstversorgung zukommen zu lassen, wo kein geschulter Neurologe vor Ort verfügbar ist.

„Mit Hilfe eines digitalen Telekonsils sollen Patienten lebensrettende Therapien schneller, und idealerweise wohnortnah, in einer peripheren Kooperationsklinik erhalten können“, beschreibt ZTM-Geschäftsführer Sebastian Dresbach die Zielsetzung des Projektes Tele-Stroke.

Ein zentraler Bestandteil des Projektes bildet die digitale Video-Übertragung zwischen Kooperationskliniken und einer Zentralklinik. In der Abteilung für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie am Klinikum rechts der Isar ansässige Fachärzte können per Video-Schaltung hinzugezogen werden.

Sie unterstützen aus der Ferne bei der Diagnostik sowie der Planung einer individuell angemessenen Therapie und stellen so ihr Know-how ortsunabhängig zur Verfügung. Für die technische Umsetzung bedarf es der Integration moderner telemedizinischer Infrastruktur in bestehende digitale Netzwerke.

Als Spezialist für die Digitalisierung von Arbeitsabläufen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen unterstützt die Lean GmbH das ZTM mit dem stabil gebauten Videowagen, welcher als Grundlage für die Zusammenarbeit von Ärzten an verschiedenen Standorten dient.

„Unsere mobilen Videowagen sind für die Neurologen in der Zentralklinik gewissermaßen Augen und Ohren am weit entfernten Krankenbett“, erklärt Stefan Gröger, Gründer und Geschäftsführer der Lean GmbH. „Über eine per Remote-Verbindung aus der Ferne steuerbare Kamera ist dem Facharzt eine ausführliche Diagnose möglich, die als lebensrettende Grundlage für eine weitere Behandlung dienen kann.“

In der ersten Stufe des Projektes Tele-Stroke wird die Vernetzung des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München als Zentralklinik mit der Kooperationsklinik Weilheim eingerichtet. Nach erfolgreicher Etablierung der ersten Netzwerkverbindung München-Weilheim werden weitere Kooperationskliniken an das Zentrum angebunden und damit das Telekonsil-Netzwerk ausgebaut.

„Besonders in der Schlaganfallversorgung ist der Einsatz des Lean Videowagens ein echter Gewinn“, sagt Anja Müller, Innovationsmanagerin am ZTM. „Die Diagnosestellung kann auf diese Weise deutlich schneller erfolgen und der Patient kann früher die richtige Behandlung erhalten.“

Das Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen(ZTM) entwickelt, installiert und betreut herstellerneutral und sektorenübergreifend telemedizinische Systeme. Als Dienstleistungszentrum baut das ZTM baut telemedizinische Netzwerke auf und vernetzt das Gesundheitswesen – in Bayern und auch über die Ländergrenzen hinaus. Den Bürgerinnen und Bürgern möchte das ZTM damit die bestmögliche Medizin und Pflege aus unserem Gesundheitssystem bieten.

Für Ärzte, Rettungskräfte, Therapeuten und Pflegekräfte gilt das ZTM als starker Partner für Digitalisierung, Telemedizin und technische Assistenzsysteme. So eröffnet das ZTM mit der Telemedizin neue Möglichkeiten der Vernetzung und steigert Effizienz und Qualität durch eine vernetzte telemedizinische Gesundheitsversorgung.

Telemedizinische Innovationen treibt das ZTM weiter voran. Durch die Beteiligung an mehreren Forschungsprojekten als Verbundkoordinator oder Verbundpartner werden kontinuierlich neue Produkte und Anwendungen entwickelt sowie bestehende Produkte verbessert.

Das Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen baut telemedizinische Netzwerke auf und vernetzt das Gesundheitswesen – in Bayern und auch über die Ländergrenzen hinaus. Den Bürgerinnen und Bürgern möchte das ZTM damit die bestmögliche Medizin und Pflege aus unserem Gesundheitssystem bieten.

Für Ärzte, Rettungskräfte, Therapeuten und Pflegekräfte eröffnet das ZTM mit der Telemedizin neue Möglichkeiten der Vernetzung und steigert Effizienz und Qualität durch eine vernetzte telemedizinische Gesundheitsversorgung.

Telemedizinische Innovationen treibt das ZTM weiter voran. Durch die Beteiligung an mehreren Forschungsprojekten als Verbundkoordinator oder Verbundpartner werden kontinuierlich neue Produkte und Anwendungen entwickelt sowie bestehende Produkte verbessert.
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