Knorr-Bremse setzt profitables Wachstum im ersten Halbjahr 2019 fort und bestätigt Jahresprognose

(PresseBox) ( München, )
  •  Starkes Wachstum: Umsatz wächst im ersten Halbjahr 2019 um 8,4 % auf 3.602 Mio. EUR - bester Halbjahresumsatz der Unternehmensgeschichte
- Division RVS mit positiver Entwicklung, vor allem im Nachmarkt-Geschäft

- Division CVS wächst erneut schneller als Markt für Nutzfahrzeuge
  • Erfreuliche Ergebnisentwicklung: Operative EBITDA-Marge (bereinigt um Restrukturierungskosten) von 18,0 % auf 19,0 % gesteigert
  • Ergebnis je Aktie: Steigerung um 21,1 % auf 2,13 EUR
  • Jahresprognose für 2019 bestätigt
Die Knorr-Bremse AG, Weltmarktführer für Bremssysteme und führender Anbieter von weiteren Systemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge, hat heute die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2019 vorgelegt.

Ralph Heuwing, Finanzvorstand der Knorr-Bremse AG: „Nach einem sehr erfolgreichen Start in das Jahr 2019 konnten wir trotz eines schwieriger werdenden Marktumfeldes im Umsatz das beste Halbjahr und im Ergebnis eines der besten Halbjahre der Unternehmensgeschichte verbuchen. Unsere beiden Divisionen ergänzen sich hervorragend in ihrer regionalen Entwicklung und konnten Marktanteile hinzugewinnen. Dies bestätigt das besondere Geschäftsmodell von Knorr-Bremse. Auch die Ergebnisse liegen deutlich oberhalb der Vorjahreswerte. Insgesamt sind wir mit der Unternehmensentwicklung sehr zufrieden und bestätigen unsere Prognose für das Gesamtjahr. Zur Absicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität treffen wir nichtsdestotrotz Vorsorgemaßnahmen hinsichtlich Effizienz und Kostenkontrolle.“

Dynamische Entwicklung

Auch im ersten Halbjahr 2019 profitierte Knorr-Bremse von seiner starken Marktposition und den internationalen Megatrends Urbanisierung, Digitalisierung, Eco-Effizienz und Automatisiertes Fahren.

Der Auftragseingang des Knorr-Bremse Konzerns stieg in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 um 1,8 % auf 3.581 Mio. EUR gegenüber 3.517 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2018. Der Auftragsbestand erreichte 4.542 Mio. EUR nach 4.372 Mio. EUR zum Ende des ersten Halbjahres 2018. Die nach wie vor hohe Auftragsreichweite von knapp acht Monaten lässt auch für den Rest des Jahres eine gute Geschäftsentwicklung erwarten.

Knorr-Bremse führte die erfolgreiche Entwicklung des ersten Quartals 2019 zum Halbjahr fort. Der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 stieg um 8,4 % auf 3.602 Mio. EUR nach 3.322 Mio. EUR im vergleichbaren Zeitraum 2018. Beide Divisionen und alle wichtigen Regionen trugen zu dem dynamischen Umsatzwachstum bei. Der Nachmarkt-Anteil am Gesamtumsatz belief sich im ersten Halbjahr 2019 unverändert auf 32 % (Vorjahr bereinigt um inzwischen veräußerte Gesellschaften).

Damit setzt sich Knorr-Bremse mit seinem Fokus auf Schienen- und Nutzfahrzeuge deutlich positiv von anderen Industriegüter-Märkten, insbesondere dem Automobilsektor, ab.

Deutliche Margen-Verbesserung bei EBITDA und EBIT

Auf Basis des starken Umsatzwachstums und dank der Skaleneffekte sowie einer Verbesserung im Auftragsmix erzielte der Knorr-Bremse Konzern in den ersten sechs Monaten 2019 ein EBITDA von 669 Mio. EUR nach 582 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum (+14,9 %). Die berichtete EBITDA-Marge lag bei 18,6 % (Vorjahr 17,5 %). Die operative EBITDA-Marge 2019, bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen Wülfrath in Höhe von 16,4 Mio. EUR, belief sich auf 19,0 %. Im ersten Halbjahr 2018 hatte die operative EBITDAMarge (bereinigt um Sonderaufwendungen und operative Verluste der inzwischen veräußerten Gesellschaften) bei 18,0 % gelegen. Mit der Werksschließung Wülfrath, aber auch mit weiteren Kostenmaßnahmen, bereitet sich Knorr-Bremse proaktiv auf eine konjunkturelle Abkühlung im Bereich Nutzfahrzeuge vor.

Das EBIT stieg im ersten Halbjahr 2019 um 12,9 % auf 533 Mio. EUR nach 472 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2018. Die berichtete EBIT-Marge betrug 14,8 % und lag damit um 0,6- Prozentpunkte über dem Vorjahr (14,2 %). Die operative EBIT-Marge (vor Restrukturierungsaufwendungen Wülfrath in Höhe von 26,8 Mio. EUR) stieg im ersten Halbjahr 2019 auf 15,6 %. Im ersten Halbjahr 2018 war, bereinigt um Sonderaufwendungen und operative Verluste der Veräußerungen, eine operative Marge von 15,3 % erzielt worden.

Knorr-Bremse setzte seinen Innovationskurs konsequent fort. Die F&E-Quote lag im ersten Halbjahr bei 5,6 % (Vorjahr: 5,7 %).

Segmente

Systeme für Schienenfahrzeuge (RVS) mit starkem Umsatz- und Ergebniswachstum

Der Umsatz der Division RVS wuchs in den ersten sechs Monaten 2019 um 7,6 % auf 1.876 Mio. EUR, nach 1.744 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2018.

Die positive Entwicklung des Umsatzes ist vor allem auf Zuwächse im Servicegeschäft in Europa und Asien – hier vor allem in China und Indien – zurückzuführen. Darüber hinaus konnte auch der OE-Umsatz in Europa, insbesondere in den Segmenten Regional & Commuter und Metro zulegen. In Nordamerika entwickelte sich der Umsatz vor allem in den Bereichen Lokomotiven, Freight Cars und Service positiv. Auf Divisionsebene entfielen rund 60 % (Vorjahr 60 %) des Umsatzes auf das OE-Geschäft, der Anteil des Nachmarkt- Geschäfts von RailServices am Umsatz belief sich auf 40 % (Vorjahr 40 %; bereinigt um 2018 veräußerte Gesellschaften: 39 %).

Im ersten Halbjahr 2019 stieg das EBITDA der Division RVS um 29,4 % auf 417 Mio. EUR (Vorjahr 322 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge stieg von 18,5 % im ersten Halbjahr 2018 auf 22,2 % im ersten Halbjahr 2019. Bereinigt um Umsätze und Verluste aus den veräußerten Geschäften (Blueprint und Sydac) hatte die operative EBITDA-Marge im Vorjahr 19,4 % betragen. Die Verbesserung des EBITDA gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf Volumenund Mixeffekte zurückzuführen.

Systeme für Nutzfahrzeuge (CVS) mit starker Performance in Nordamerika und Asien

Der Umsatz der Division CVS stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 (1.577 Mio. EUR) um 9,5 % auf 1.727 Mio. EUR. Ein weltweit steigender Umsatz pro Fahrzeug (Content per Vehicle), Marktanteilsgewinne sowie positive Währungseffekte sorgten für ein deutliches Wachstum gegenüber der leicht unter Vorjahresniveau liegenden Lkw-Produktionsrate (Truck Production Rate). Allerdings zeigen sich bei den Nutzfahrzeugherstellern mit zum Teil deutlich rückläufigen Auftragseingängen erste Anzeichen einer Marktabkühlung, die aus heutiger Sicht vor allem im nächsten Jahr zu einer schwächeren Nachfragedynamik bei den Zulieferunternehmen in Nordamerika und Europa führen könnte. In diesem Umfeld entwickelte sich die Division CVS im Vergleich zur allgemeinen Nachfrageentwicklung und im Wettbewerbsvergleich deutlich besser.

Das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2019 war vor allem auf eine positive Entwicklung in Nordamerika sowie in der Region Asien zurückzuführen. Das europäische Geschäft hingegen verzeichnete eine gemischte Entwicklung mit einem steigenden OE-Geschäft und einem leicht rückläufigen Nachmarkt-Umsatz. Im asiatischen Markt konnten ein gestiegener Content per Vehicle, Marktanteilsgewinne sowie der erstmalig konsolidierte Umsatzbeitrag der Akquisition Hitachi Automotive in Japan zu einer positiven Geschäftsentwicklung beitragen. Das Geschäft mit OE-Kunden wuchs global um drei Prozentpunkte auf 78 % (Vorjahr 75 %) des Divisionsumsatzes. Der Nachmarkt-Anteil am Umsatz sank aufgrund von Optimierungsbemühungen bei den Beständen unserer Kunden auf 22 % (Vorjahr 25 %).

CVS erzielte im ersten Halbjahr 2019 ein um 1,8 % gestiegenes EBITDA von 264 Mio. EUR nach 260 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2018. Die berichtete EBITDA-Marge betrug entsprechend 15,3 % nach 16,5 % im Vorjahr. Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen für den Standort Wülfrath lag die operative EBITDA-Marge mit 16,3 % nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr 16,5 %).

Regionen: Besonders starkes Wachstum in Nordamerika

Das Wachstum im ersten Halbjahr 2019 wurde von allen Regionen getragen. Die regionale Aufteilung der Umsätze zeigte dabei im ersten Halbjahr 2019 eine leichte Stärkung der Region Nordamerika. Allein die Umsätze in der Region Nordamerika wuchsen in einem dynamischen Marktumfeld, vor allem im Nutzfahrzeug-Bereich, um 23 %, auch unterstützt durch Währungseinflüsse. Die Aufteilung war:

Europa/Afrika: 47 % (Vorjahr 50 %),

Nordamerika: 23 % (Vorjahr 20 %),

Südamerika: 2 % (Vorjahr 2 %) und

Asien/Pazifik: 28 % (Vorjahr 28 %).

Investitionen und Mitarbeiterzahl über Vorjahresniveau

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 investierte das Unternehmen 134 Mio. EUR oder 3,7 % des Umsatzes (Vorjahr 106 Mio. EUR oder 3,2 % des Umsatzes) in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Neben laufenden Standortprojekten in München wurde auch in Ersatz- und Erweiterungsprojekte für Produktionsanlagen und deren Effizienzverbesserungen investiert, beispielsweise in den Ausbau der Fertigungskapazitäten für Scheibenbremsen am US-Standort Huntington.

Knorr-Bremse beschäftigte zum 30.6.2019 16.558 (Vorjahr 16.674) Mitarbeiter in der Division Systeme für Schienenfahrzeuge und 12.562 (Vorjahr 12.025) Mitarbeiter in der Division Systeme für Nutzfahrzeuge. Insgesamt waren zum 30.6.2019 29.812 (Vorjahr 29.326) Mitarbeiter im Knorr-Bremse Konzern tätig.

Bestätigung der Guidance für das Gesamtjahr 2019

Unter der Annahme eines weiterhin stabilen wirtschaftlichen Umfelds, unter Berücksichtigung der getätigten M&A-Transaktionen im Jahr 2019, der Anwendung von IFRS16 sowie vor Restrukturierungsmaßnahmen bestätigt Knorr-Bremse seinen Ausblick für 2019. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz von 6.875 - 7.075 Mio. EUR (berichtet 2018: 6.616 Mio. EUR) und eine operative EBITDA-Marge, also vor Restrukturierungsaufwendungen, in einer Bandbreite von 18,5 % bis 19,5 % (berichtet 2018: 17,8 %).

Der vollständige Halbjahresbericht 2019 steht auf der Website www.knorr-bremse.com zur Verfügung.

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Diese Veröffentlichung kann – in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte – ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind oder sein können, enthalten. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Knorr-Bremse sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Die Ermittlung der alternativen Leistungskennzahlen kann auch bei gleicher oder ähnlicher Bezeichnung von Unternehmen zu Unternehmen abweichen.
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