Fahndung nach den Bienenkillern

Lerneinheiten nun online, Arbeitsbuch in Planung

Prof. Tautz am HOBOS-Bienenstock
(PresseBox) ( Stuttgart, )
Pestizide, Insektizide, Fungizide, Herbizide – selbstverständlich aber sterben Bienen auch an Parasiten, Krankheiten oder natürlichen Ursachen. Zu diesem Problemkreis stehen nun drei Lerneinheiten für die Klassen 10 und 11 kostenlos auf der Website www.hobos.de online.

Die Maikrankheit ist da: Aufgrund von Wassermangel leiden die Bienen unter Verstopfung und zittern regelrecht beim Versuch abzukoten – manche sterben. Glücklicherweise nicht so im HOBOS-Stock. Die HOneyBee Online Studies (kurz: HOBOS) sind ein kostenloses Angebot der Universität Würzburg: Kinder ab 5 Jahre beobachten live einen Bienenstock und werden hier zu begeisterten Forschern. Online lernen sie spielerisch und praxisnah mathematische, naturwissenschaftliche und technische Kenntnisse und Fähigkeiten einzusetzen. „Die Maikrankheit ist jedoch nur eine von vielen Todesursachen, auch andere Tiere oder Menschen und ihre Gifte sind Bienenkiller“, erläutert Prof. Dr. Jürgen Tautz, Leiter des HOBOS-Projektes. Prinzipiell gehe es „seinen“ 10 000 Bienen aber sehr gut. Am 5. Mai sind die ersten Bienen geschlüpft.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat kürzlich den Vorschlag der EU-Kommission begrüßt, bestimmte Pestizide zu verbieten (http://www.umwelt-im-unterricht.de/...). Um die Schülerinnen und Schüler selbst auf die Fahndung nach den Bienenkillern zu schicken, hat die Universität Würzburg drei Lernzirkel zu diesem Thema erstellt (die Blocks 3, 4 und 9 unter http://www.hobos.de/...), anhand derer sie relevante Todesursachen für Honigbienen nachvollziehen können. Die Klett MINT GmbH entwickelt darüber hinaus aktuell ein HOBOS-Arbeitsbuch für Lehrkräfte und Schüler ab der 3. Klasse, in dem auch dieses Thema Eingang finden wird.
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